
Auf der Bundesstraße B167 bei Neuruppin in Brandenburg gelten ab Montag, 12. Oktober 2026, neue Verkehrsbeschränkungen. Zwischen der Anschlussstelle Neuruppin der Autobahn A24 und dem Ortseingang wird die Fahrbahn auf rund zwei Kilometern erneuert. Zunächst ist die Strecke nur noch stadtauswärts in Richtung Autobahn befahrbar. Ab dem 19. Oktober ist eine mehrtägige Vollsperrung vorgesehen. Auch der regionale Busverkehr ist betroffen.
Die erste Einschränkung gilt vom 12. bis einschließlich 18. Oktober 2026. Während dieser Zeit können Fahrzeuge den Baustellenabschnitt ausschließlich von Neuruppin aus in Richtung Autobahnanschlussstelle passieren. Die Gegenrichtung in die Stadt bleibt gesperrt.
Nach Angaben des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg werden in dieser Bauphase die Bordsteine und angrenzenden Anlagen fertiggestellt. Außerdem wird die bisherige Fahrbahnoberfläche abgefräst. Die Arbeiten sind Teil einer umfassenden Sanierung, die bereits Ende Juli begonnen hat.
Betroffen ist die Verbindung zwischen dem Neuruppiner Stadtgebiet und der A24. Eine genaue Uhrzeit für den Beginn der neuen Verkehrsführung wurde nicht genannt. Die Einschränkungen sollen während der einzelnen Bauphasen durch wechselnde Regelungen angepasst werden.
Wer aus Richtung Autobahn nach Neuruppin fahren möchte, muss während der Einbahnstraßenregelung eine ausgeschilderte Umleitung nutzen. Diese führt zunächst über die Kreisstraße K6808 nach Walsleben und anschließend über die K6807 durch Kränzlin zurück nach Neuruppin.
Das Amt Temnitz nennt darüber hinaus Werder und Darritz als Orte entlang der Umleitungsstrecke. Die Verwaltung erwartet deshalb ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in den betroffenen Ortschaften.
Auch für Fahrzeuge, die von der A24 nach Neuruppin abfahren möchten, gelten zusätzliche Einschränkungen. Vom 12. Oktober bis voraussichtlich 13. November 2026 wird der entsprechende Verkehr bereits an der Anschlussstelle Neuruppin Süd abgeleitet. Eine Zufahrt nach Neuruppin über die Anschlussstelle Neuruppin ist während dieser Zeit nicht möglich.
Die Umleitungsstrecken werden vor Ort beschildert.
Eine weitere Bauphase beginnt am Montag, 19. Oktober. Bis voraussichtlich 24. Oktober 2026 soll die Bundesstraße zwischen der A24 und Neuruppin im gesamten Baustellenbereich vollständig gesperrt werden.
Während dieser Zeit wird die neue Asphaltdecke eingebaut. Der Landesbetrieb begründet die Vollsperrung damit, dass die Arbeiten auf diese Weise schneller ausgeführt werden können. Zugleich soll die Fahrbahnoberfläche möglichst ohne Fugen hergestellt werden, was die Haltbarkeit verbessern soll.
Während der Vollsperrung gilt die Umleitung über Walsleben und Kränzlin in beiden Fahrtrichtungen.
Anschließend ist zunächst keine vollständige Freigabe vorgesehen. Voraussichtlich vom 24. bis 31. Oktober soll erneut eine Einbahnstraßenregelung in Richtung A24 gelten. In dieser Phase stehen Arbeiten an Stützwänden, Oberboden und seitlichen Straßenbereichen an. Ab dem 2. November soll die Strecke wieder in beiden Richtungen befahrbar sein.
Die Bauarbeiten wirken sich auch auf den öffentlichen Nahverkehr aus. Die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft (ORP) kündigte am 12. Oktober Einschränkungen für die Linien 704, 711 und 759 bis zum 2. November an.
Während der Einbahnstraßenregelung fahren die betroffenen Busse in Richtung Neuruppin ab Dabergotz über Werder und Kränzlin. Der Ortsteil Bechlin wird nicht auf jeder Fahrt bedient. Die Linie 711 beginnt und endet zeitweise an der Haltestelle REIZ. Dort bestehen Anschlüsse zur Linie 770.
Für den Zeitraum vom 19. bis 25. Oktober hat die ORP Busumleitungen in beiden Fahrtrichtungen über Kränzlin und Werder angekündigt. Damit reicht die vom Verkehrsunternehmen veröffentlichte Umleitungsphase einen Tag über das bislang vom Landesbetrieb genannte voraussichtliche Ende der Vollsperrung am 24. Oktober hinaus.
Vom 26. Oktober bis zum 2. November sollen die Busse erneut die halbseitig befahrbare Strecke nutzen können. Die Linie 711 verkehrt dann wieder bis zum Rheinsberger Tor.
Für Anlieger gelten während der Bauarbeiten gesonderte Zufahrtsregelungen. Während der Einbahnstraßenphasen können sie ihre Grundstücke über die zugelassene Fahrtrichtung beziehungsweise die Umleitung erreichen.
Bei der vollständigen Sperrung erfolgt die Zufahrt ausschließlich über die Bechliner Dorfstraße, die Straße Frisörstege und den Wendehammer der Dekra. Anlieger im Bereich Bechliner Mühle erhalten zusätzliche Informationen.
Der Autohof Bechlin bleibt während der Bauarbeiten erreichbar. Bei der Vollsperrung ist die Zufahrt allerdings ausschließlich von der A24 über die Autobahnausfahrt möglich.
Für Fußgänger und Radfahrer gibt es zugleich eine Verbesserung. Der sanierte Geh- und Radweg entlang der B167 kann nach Angaben des Landesbetriebs ab dem 12. Oktober trotz einzelner Einschränkungen wieder vollständig genutzt werden.
Auch nach der geplanten Freigabe Anfang November werden die Bauarbeiten fortgesetzt. Zwischen dem 2. und 30. November 2026 ist im Bereich des Autohofs eine halbseitige Sperrung vorgesehen.
Der Verkehr zwischen der A24 und dem Autohof wird dann durch eine mobile Ampel geregelt. Gleichzeitig erfolgen weitere Fräs- und Asphaltarbeiten sowie die Fertigstellung der Deckschicht am Radweg.
Zusätzlich wird in diesem Zeitraum die Abfahrt der Anschlussstelle Neuruppin für Fahrzeuge aus Richtung Berlin gesperrt. Als Umleitung ist die Anschlussstelle Neuruppin Süd vorgesehen.
Die Erneuerung der B167 gehört zu einer bereits seit Ende Juli laufenden Baumaßnahme. Der etwa zwei Kilometer lange Straßenabschnitt weist Schäden auf und muss grundlegend saniert werden.
In einer früheren Bauphase wurde der Geh- und Radweg zwischen dem Autohof Bechlin und dem Ortseingang Neuruppin bereits verbreitert und erneuert. Hinzu kamen Leitungsverlegungen und Anpassungen an Grundstückszufahrten.
Ursprünglich war vorgesehen, die gesamte Maßnahme erst im Frühjahr 2027 abzuschließen. Inzwischen geht der Landesbetrieb Straßenwesen davon aus, dass die Arbeiten bereits Anfang Dezember 2026 beendet werden können. Voraussetzung dafür ist die Umsetzung der angekündigten weiteren Bauabschnitte.
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