Schwache Modeverkäufe bremsen LVMH trotz Umsatzplus

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der französische Luxuskonzern LVMH hat mit seinen neuen Quartalszahlen die Erwartungen an eine Erholung der Luxusbranche gedämpft. Zwar legte der Gesamtumsatz im dritten Quartal 2026 leicht zu, doch das wichtige Geschäft mit Mode und Lederwaren entwickelte sich deutlich schwächer als erwartet. Vor allem die zurückhaltende Nachfrage in China belastete den Konzern. Nach der Veröffentlichung geriet auch die Aktie unter Druck.

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LVMH wächst im dritten Quartal nur noch um ein Prozent

Die LVMH Quartalszahlen vom Montag, 12. Oktober 2026, zeigen einen Umsatz von rund 18,5 Milliarden Euro zwischen Juli und September. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 18,28 Milliarden Euro gewesen. Bereinigt um Währungseinflüsse und Veränderungen des Konsolidierungskreises entspricht das einem organischen Wachstum von einem Prozent.

Damit hat sich die Entwicklung gegenüber dem zweiten Quartal abgeschwächt. Damals hatte LVMH noch ein organisches Umsatzplus von drei Prozent erzielt. Nach einer von Reuters veröffentlichten Konsensschätzung des Datenanbieters Visible Alpha hatten Analysten für das dritte Quartal mit 1,3 Prozent Wachstum gerechnet. Beim absoluten Umsatz wurden dagegen einzelne Marktschätzungen leicht übertroffen.

Louis Vuitton und Dior: Wichtigstes Geschäft schrumpft

Besonders deutlich zeigt sich die Abschwächung im Geschäft mit Mode und Lederwaren. Der Umsatz der Sparte, zu der unter anderem Louis Vuitton, Dior, Celine und Fendi gehören, sank auf 8,25 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es knapp 8,50 Milliarden Euro gewesen.

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Auf vergleichbarer Basis lag der Rückgang sogar bei fünf Prozent. Analysten hatten nach Angaben von Reuters lediglich ein organisches Minus von 1,8 Prozent erwartet. Im zweiten Quartal hatte die Sparte noch ein Wachstum von einem Prozent erreicht.

Das Modegeschäft steht für knapp die Hälfte des Konzernumsatzes. Seine Entwicklung hat deshalb besonderes Gewicht für die wirtschaftliche Lage von LVMH. Der Konzern verweist vor allem auf die schwächere Nachfrage in China. In den USA entwickelte sich das Geschäft dagegen weiterhin positiv.

Schwache Nachfrage in China belastet die Luxusbranche

China gehört zu den wichtigsten Absatzmärkten für internationale Luxusmarken. Dort hat sich die Kauflaune nach Angaben von LVMH im dritten Quartal verschlechtert. Während die Umsätze in den USA, Europa und Japan zulegten, entwickelte sich das Geschäft in China deutlich schwächer.

Nach den von Reuters veröffentlichten Angaben gingen die Umsätze in der von China geprägten asiatischen Region um fünf Prozent zurück. In den USA verzeichnete LVMH dagegen ein Wachstum von fünf Prozent.

Die Entwicklung trifft eine Branche, die bereits seit mehreren Jahren mit einer schwächeren Nachfrage kämpft. Gerade hochwertige Mode und Lederwaren stehen unter Druck. Die Zahlen von LVMH verdeutlichen, dass die Erholung des Luxusmarktes weiterhin ungleichmäßig verläuft.

Sephora und Schmuckgeschäft entwickeln sich besser

Nicht alle Geschäftsbereiche des Konzerns verzeichneten Rückgänge. Die Sparte Uhren und Schmuck, zu der unter anderem Tiffany und Bulgari gehören, erzielte im dritten Quartal ein organisches Umsatzwachstum von sechs Prozent.

Noch stärker entwickelte sich der selektive Einzelhandel mit einem Plus von acht Prozent. Dazu gehört die Kosmetikkette Sephora. Auch das Geschäft mit Wein und Spirituosen wuchs organisch um sechs Prozent, während Parfüm und Kosmetik um ein Prozent zulegten.

In den ersten neun Monaten des Jahres erreichte LVMH insgesamt einen Umsatz von 57,15 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem nominalen Rückgang von zwei Prozent. Bereinigt um Wechselkurse und Veränderungen im Konzern lag der Umsatz dagegen zwei Prozent höher.

LVMH-Aktie gerät nach Quartalszahlen unter Druck

An der Börse sorgten vor allem die schwachen Zahlen aus dem Modegeschäft für eine negative Reaktion. Die LVMH-Aktie hatte den regulären Handel in Paris am Montag zunächst mit einem Plus von 1,18 Prozent bei 384,50 Euro beendet. Die Quartalszahlen wurden erst nach Börsenschluss veröffentlicht.

Anschließend verlor das Papier im nachbörslichen Handel zeitweise rund drei Prozent gegenüber dem Schlusskurs. Damit setzte sich die schwierige Entwicklung der Aktie fort. Seit Jahresbeginn hat LVMH bereits erheblich an Börsenwert eingebüßt.

Die Geschäftszahlen sind auch für andere internationale Luxusunternehmen von Bedeutung. LVMH gilt wegen seiner Größe und seines breiten Markenportfolios als wichtiger Indikator für die Nachfrage nach hochpreisigen Konsumgütern. In den kommenden Tagen stehen mit den Geschäftszahlen weiterer Luxuskonzerne zusätzliche Hinweise auf die Entwicklung der Branche an.

LVMH selbst hält trotz des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds an seiner Strategie fest, seine Marken durch neue Kollektionen, Produktqualität und den Ausbau des Vertriebs zu stärken.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu