US-Großbanken verdienen mehr, doch im Kapitalmarktgeschäft gibt es deutliche Unterschiede

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Die großen amerikanischen Banken haben im dritten Quartal 2026 überwiegend kräftige Gewinnsteigerungen erzielt. Besonders Goldman Sachs und Citigroup profitierten von höheren Einnahmen im Kapitalmarktgeschäft. Auch JPMorgan Chase und Wells Fargo verdienten mehr als im Vorjahr. Allerdings blieben einzelne Ergebnisse hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Quartalszahlen der US-Banken zeigen damit ein uneinheitliches Bild zum Auftakt der neuen Berichtssaison.

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Goldman Sachs profitiert vom starken Aktienhandel

Die Investmentbank Goldman Sachs steigerte ihren Nettogewinn im dritten Quartal um 29 Prozent auf 5,29 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte das Institut 4,10 Milliarden Dollar verdient. Die Gesamterträge erhöhten sich um 23 Prozent auf 18,68 Milliarden Dollar und übertrafen damit die Erwartungen der Analysten.

Besonders erfolgreich entwickelte sich der Aktienhandel. Die entsprechenden Einnahmen stiegen um 72 Prozent auf 6,44 Milliarden Dollar. Dagegen gingen die Erträge aus dem Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen um ein Prozent auf 3,47 Milliarden Dollar zurück.

Auch das klassische Investmentbanking legte zu. Die Gebühreneinnahmen aus der Beratung bei Unternehmensübernahmen und der Begleitung von Wertpapieremissionen wuchsen um 21 Prozent auf 3,22 Milliarden Dollar.

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Citigroup steigert Quartalsgewinn um 40 Prozent

Noch deutlicher fiel das Gewinnwachstum bei Citigroup aus. Die Bank erwirtschaftete einen Überschuss von 5,25 Milliarden Dollar, nachdem im dritten Quartal 2025 rund 3,8 Milliarden Dollar erzielt worden waren. Das entspricht einem Anstieg um etwa 40 Prozent.

Die Gesamterträge erhöhten sich um knapp acht Prozent auf 23,85 Milliarden Dollar. Im Investmentbanking stiegen die Einnahmen um neun Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar. Das Handelsgeschäft verzeichnete gegenüber dem Vorjahr ein Ertragsplus von sechs Prozent auf 6,11 Milliarden Dollar.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2026 schwächte sich allerdings die Dynamik ab. Sowohl die Investmentbanking-Einnahmen als auch die Handelserträge lagen jeweils 13 Prozent unter dem vorherigen Quartal. Dagegen entwickelten sich das internationale Dienstleistungsgeschäft und die Vermögensverwaltung mit jeweils 15 Prozent Umsatzwachstum im Jahresvergleich positiv.

JPMorgan verfehlt trotz Gewinnanstieg die Erwartungen

Die größte US-Bank JPMorgan Chase meldete einen Nettogewinn von 15,3 Milliarden Dollar. Das waren sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der ausgewiesene Umsatz stieg um acht Prozent auf 50,17 Milliarden Dollar.

Trotz des Gewinnwachstums blieb das Institut hinter den Analystenerwartungen zurück. Der Gewinn je Aktie erreichte 5,57 Dollar. Analysten hatten nach Daten von LSEG durchschnittlich 5,85 Dollar erwartet.

Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch Verluste aus Wertpapieranlagen von 658 Millionen Dollar. Ohne diesen Sondereffekt hätte der Gewinn je Aktie 5,75 Dollar betragen.

Im Kapitalmarktgeschäft zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen. Die Einnahmen aus dem Aktienhandel stiegen um 49 Prozent, während der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren vier Prozent weniger einbrachte. Die Investmentbanking-Gebühren legten im Jahresvergleich um 14 Prozent zu, lagen aber acht Prozent unter dem zweiten Quartal 2026.

Wells Fargo wächst im Kreditgeschäft

Auch Wells Fargo konnte den Gewinn steigern. Das Institut verdiente im dritten Quartal 5,95 Milliarden Dollar, rund sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich von 1,66 auf 1,87 Dollar. Die Erträge stiegen leicht auf 21,87 Milliarden Dollar.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber war das Kreditgeschäft. Das durchschnittliche Kreditvolumen lag elf Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Investmentbanking stiegen die Einnahmen um zehn Prozent auf 611 Millionen Dollar.

Beim Wertpapierhandel verlief die Entwicklung unterschiedlich. Während die Erträge aus Aktiengeschäften um 21 Prozent wuchsen, gingen die Einnahmen aus Anleihen, Währungen und Rohstoffen um sieben Prozent zurück. Insgesamt verbuchte der Handelsbereich ein leichtes Minus.

Steigende Zinsen und schwankende Märkte prägen das Umfeld

Die US-Banken bewegen sich weiterhin in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld. Höhere Anleiherenditen, die Unsicherheit über die weitere Zinspolitik der amerikanischen Notenbank und geopolitische Spannungen beeinflussen sowohl die Finanzierungskosten als auch das Verhalten institutioneller Anleger.

Die Zahlen für das dritte Quartal verdeutlichen, dass die großen Institute unterschiedlich von diesen Entwicklungen betroffen sind. Während Goldman Sachs besonders hohe Einnahmen im Aktienhandel erzielte, zeigte sich bei JPMorgan und Wells Fargo eine schwächere Entwicklung im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren.

Gleichzeitig sorgten das Kreditgeschäft, die Vermögensverwaltung und die Beratung bei Kapitalmarkttransaktionen für zusätzliche Einnahmen. Damit konnten alle vier Banken ihre Vorjahresgewinne steigern, auch wenn nicht sämtliche Ergebnisse die Erwartungen der Finanzmärkte erfüllten.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu