Bremer Sortiertechnik wird Teil eines US-Robotikkonzerns

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der amerikanische Automatisierungskonzern Symbotic hat das Bremer Technologieunternehmen Cellumation vollständig übernommen. Der Kauf wurde am Dienstag, 13. Oktober 2026, von beiden Unternehmen bestätigt. Das 2017 gegründete Unternehmen entwickelt intelligente Förderanlagen für Logistikzentren und Paketdienstleister. Trotz des Eigentümerwechsels sollen der Standort Bremen, die Marke und die bisherige Geschäftsführung erhalten bleiben. Angaben zum Kaufpreis machten die Unternehmen nicht.

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Symbotic übernimmt Cellumation vollständig

Symbotic übernimmt Cellumation und erweitert damit sein Geschäft mit automatisierten Lager- und Sortiersystemen. Das an der US-Technologiebörse Nasdaq notierte Unternehmen mit Sitz in Wilmington im Bundesstaat Massachusetts entwickelt Robotiklösungen, die unter anderem im Einzelhandel, Großhandel und in der Warenverteilung eingesetzt werden.

Cellumation wird künftig als Tochtergesellschaft des US-Konzerns geführt, soll aber weiterhin eigenständig unter seinem bisherigen Namen auftreten. Die Gründer Hendrik Thamer und Claudio Uriarte bleiben in ihren Führungspositionen. Thamer verantwortet weiterhin die Geschäftsführung, Uriarte die technische Entwicklung. Die Zahl der Beschäftigten liegt nach Unternehmensangaben bei mehr als 70.

Intelligente Fördertechnik für die weltweite Logistik

Im Mittelpunkt der Übernahme steht die patentierte Celluveyor-Technologie. Dabei handelt es sich um eine Förderfläche aus zahlreichen sechseckigen Modulen, die jeweils über einzeln steuerbare Räder verfügen. Pakete und andere Waren lassen sich dadurch nicht nur geradeaus transportieren, sondern auch drehen und in unterschiedliche Richtungen sortieren.

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Anders als bei klassischen Förderbändern können Transportwege über die Software gesteuert werden. Die Technik kommt nach Unternehmensangaben bereits bei Postunternehmen, Onlinehändlern und Logistikdienstleistern zum Einsatz.

Symbotic will diese Systeme in seine eigenen Robotikanlagen integrieren. Der Konzern erwartet dadurch eine bessere Nutzung vorhandener Lagerflächen, höhere Sortierleistungen und möglicherweise geringere Investitionskosten. Konkrete Einsparungen oder Leistungsverbesserungen wurden im Zusammenhang mit der Übernahme nicht beziffert.

US-Konzern baut seine Präsenz in Europa aus

Mit der Übernahme erhält Symbotic Zugang zu bestehenden europäischen Kundenbeziehungen und einem erfahrenen Entwicklungsteam. Gleichzeitig soll Cellumation seine Produkte weiterhin unabhängig von den Anlagen des neuen Mutterkonzerns verkaufen können.

Der Zukauf gehört zu einer breiteren Erweiterung des Symbotic-Geschäfts. Bereits im Juli 2026 hatte das Unternehmen die Übernahme des britischen Softwareanbieters ARMS Innovations bekannt gegeben. Dessen Lösungen dienen der Steuerung und Optimierung komplexer Lagerprozesse.

Cellumation ergänzt dieses Geschäft um eine Technologie, mit der Waren innerhalb automatisierter Anlagen bewegt und sortiert werden. Besonders relevant ist dies für Logistikzentren, in denen große Warenmengen auf begrenzter Fläche verarbeitet werden müssen.

Von Bremen aus bereits international tätig

Cellumation wurde 2017 von Hendrik Thamer und Claudio Uriarte gegründet. Die Entwicklung der Technologie hat ihre Wurzeln im Forschungsumfeld der Universität Bremen. Schon vor der Übernahme arbeitete das Unternehmen mit internationalen Logistikpartnern zusammen.

Im März 2025 gründete Cellumation eine eigene Tochtergesellschaft in Houston im US-Bundesstaat Texas, um sein Geschäft in Nordamerika auszubauen. Mit der Übernahme durch Symbotic wird das Unternehmen nun Bestandteil eines größeren internationalen Automatisierungskonzerns.

Für Bremen bleibt zunächst die Fortführung des bisherigen Geschäftsbetriebs maßgeblich. Entwicklung, Unternehmensführung und Marke sollen am Standort erhalten bleiben. Ob und in welchem Umfang zusätzliche Investitionen oder neue Arbeitsplätze geplant sind, wurde nicht konkretisiert.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu