
Im Müllheizkraftwerk Leverkusen ist in der Nacht zum Donnerstag, 15. Oktober 2026, ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr rückte mit 43 Einsatzkräften und 14 Fahrzeugen an. Eine automatische Löschanlage und zusätzliche Maßnahmen der Feuerwehr verhinderten, dass sich der Brand weiter ausbreitete. Auch die benachbarte Autobahn 3 blieb nach Angaben der Einsatzkräfte von einer Rauchausbreitung verschont. Die Polizei untersucht inzwischen die Brandursache.
Der Brand im Müllheizkraftwerk Leverkusen wurde am Mittwochabend um 23.51 Uhr durch eine automatische Brandmeldeanlage gemeldet. Die Leitstelle alarmierte zunächst die Berufsfeuerwehr. Nachdem der Führungsdienst die Lage vor Ort beurteilt hatte, wurde die Alarmstufe erhöht.
Daraufhin wurden weitere Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie Einheiten aus Opladen, Bürrig und Wiesdorf hinzugezogen. Auch der Rettungsdienst wurde alarmiert. Die Freiwillige Feuerwehr Schlebusch übernahm unterdessen Aufgaben zur Sicherstellung des Grundschutzes im Stadtgebiet. Dadurch sollte gewährleistet werden, dass die Feuerwehr auch für weitere Einsätze zur Verfügung stand.
Insgesamt beteiligten sich 43 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen an dem Einsatz. Die Feuerwehr teilte die Einsatzstelle in zwei Abschnitte auf, um die Brandbekämpfung zu organisieren.
Bei dem Brand wurde die automatische Sprinkleranlage des Müllheizkraftwerks aktiviert. Dem Löschwasser wurde Schaummittel beigemischt. Auf diese Weise gelang es, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Die Feuerwehr setzte anschließend ihre Löscharbeiten fort. Dabei konnte ein Teil der Maßnahmen von außerhalb des betroffenen Bereichs durchgeführt werden. Zum Einsatz kam ein Strahlrohr, mit dem die verbliebenen Brandstellen bekämpft wurden.
Um das Feuer vollständig erreichen zu können, wurde das brennende Material mit einem auf dem Gelände vorhandenen Radlader auseinandergezogen. Dadurch konnten die Einsatzkräfte auch Stellen ablöschen, die zunächst von anderem Material bedeckt waren.
Die Nachlöscharbeiten dienten dazu, verbliebene Glutnester zu beseitigen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Das Feuer konnte unter Kontrolle gebracht werden. Wie lange die Arbeiten insgesamt dauerten, ging aus der ersten Einsatzmeldung nicht hervor.
Besondere Aufmerksamkeit galt während des Einsatzes der nahe gelegenen Autobahn 3. Nach Angaben der Feuerwehr gelang es durch die eingeleiteten Maßnahmen, eine Ausbreitung des Rauchs auf die Autobahn zu verhindern.
Damit konnte eine zusätzliche Beeinträchtigung des Verkehrs durch den Brandrauch vermieden werden. Die A3 gehört zu den wichtigen überregionalen Verkehrsverbindungen im Rheinland und verläuft in unmittelbarer Nähe des Entsorgungsstandortes.
Ob außerhalb des Werksgeländes Schadstoffmessungen durchgeführt wurden, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Ebenso lagen keine gesicherten Angaben dazu vor, ob der Brand Auswirkungen auf angrenzende Betriebsbereiche hatte.
Warum es in dem Müllheizkraftwerk zu dem Brand kam, war am Donnerstagmorgen noch nicht geklärt. Die Polizei hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen.
Offen blieb zunächst, wodurch sich das betroffene Material entzündet hatte. Auch zur Schadenshöhe und zu möglichen Verletzten enthielt die erste offizielle Mitteilung keine näheren Angaben.
Eine konkrete Ursache wurde bislang nicht bestätigt. Ebenso gab es zunächst keine gesicherten Informationen darüber, ob technische Einrichtungen des Müllheizkraftwerks beschädigt wurden oder ob einzelne Anlagenteile vorübergehend außer Betrieb genommen werden mussten.
Die Feuerwehr beschränkte sich in ihrer ersten Mitteilung auf den Einsatzablauf, die getroffenen Löschmaßnahmen und die eingeleiteten Ermittlungen.
Das betroffene Müllheizkraftwerk befindet sich an der Straße Im Eisholz in Leverkusen und wird von den AVEA Entsorgungsbetrieben betrieben. Die Anlage ist ein wichtiger Bestandteil der regionalen Abfallwirtschaft.
Nach Angaben des Unternehmens werden dort jährlich rund 210.000 Tonnen Abfälle thermisch behandelt. Der Standort besteht bereits seit 1970 und wurde im Laufe der Jahrzehnte technisch weiterentwickelt.
In dem Werk werden vor allem Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle und weitere Abfallreste behandelt, die nicht mehr stofflich verwertet werden können. Die Verbrennung reduziert die Abfallmenge und ermöglicht zugleich die Nutzung der dabei entstehenden Energie.
Für die Behandlung gelten gesetzliche Anforderungen an die Rauchgasreinigung und die Überwachung von Emissionen. Die Anlage verfügt über entsprechende technische Einrichtungen zur Reinigung der bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase.
Die regulären Verbrennungsprozesse sind allerdings von einem unkontrollierten Brand im Anlagenbereich zu unterscheiden. Wo genau das Feuer in der Nacht entstand, wurde zunächst nicht näher beschrieben.
Neben der Entsorgung erfüllt das Müllheizkraftwerk eine wichtige Funktion bei der Energieversorgung. Die bei der Abfallverbrennung entstehende Wärme wird zur Stromerzeugung und für die Fernwärme genutzt. Dieses Verfahren wird als Kraft-Wärme-Kopplung bezeichnet.
Nach Angaben der Energieversorgung Leverkusen stammt der überwiegende Teil der Wärme für das zentrale Fernwärmenetz aus dem örtlichen Müllheizkraftwerk. Das Unternehmen betreibt darüber hinaus eigene Anlagen zur Wärmeversorgung.
Welche Auswirkungen der Brand auf die Energieproduktion hatte, war zunächst nicht bekannt. Auch darüber, ob die Fernwärmeversorgung oder die Anlieferung von Abfällen beeinträchtigt wurde, lagen am Donnerstagmorgen keine bestätigten Angaben vor.
Der Einsatz verdeutlicht die Bedeutung der Brandschutztechnik in Anlagen, in denen große Mengen unterschiedlicher Abfälle verarbeitet werden. In Leverkusen verhinderten die automatische Löschanlage und das anschließende Eingreifen der Feuerwehr eine weitere Ausbreitung des Feuers.
Die Brandursache ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
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