Volkswagen bereitet neuen Rückruf vor: Brandgefahr bei Elektroautos

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Volkswagen bereitet wegen möglicher Batterieprobleme einen weiteren Rückruf von Elektroautos vor. Fehlerhafte Hochvoltbatteriezellen können überhitzen und im Extremfall einen Brand auslösen. Das bestätigte der Konzern am Donnerstag, 15. Oktober 2026. Betroffen sind Fahrzeuge der elektrischen ID-Familie sowie der Konzernmarke Cupra. Für Skoda sieht Volkswagen keinen Handlungsbedarf.

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Produktionsfehler bei Batteriezellen entdeckt

Nach Angaben von Volkswagen haben interne Qualitätskontrollen ergeben, dass einzelne Batteriezellen eines externen Zulieferers die Anforderungen des Herstellers nicht erfüllen. Ursache sind Produktionsfehler. Unter bestimmten Umständen droht eine Überhitzung.

Gegenüber dem NDR ging Volkswagen für Deutschland von einigen Tausend Fahrzeugen aus. Das Handelsblatt nennt unter Berufung auf Unternehmenskreise dagegen eine niedrige fünfstellige Zahl. Eine amtliche Rückrufzahl lag zunächst nicht vor. Auch die Gesamtzahl der betroffenen Autos in Europa war offen.

Diese VW-Modelle könnten betroffen sein

Nach Informationen des Handelsblatts gehören ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz sowie der Cupra Born zu den möglicherweise betroffenen Modellen. Der Bericht nennt bestimmte Produktionszeiträume zwischen 2023 und 2025. Volkswagen bestätigte nicht alle Modell- und Stückzahlangaben.

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In Großbritannien nennt der Hersteller offiziell ID.3, ID.4 und ID.7 sowie die Nutzfahrzeuge ID. Buzz und ID. Buzz Cargo. Dort betrifft die Sicherheitsaktion Batterien eines bestimmten Zulieferers aus den Jahren 2022 bis 2025. Die britischen Angaben gelten nicht automatisch für Deutschland.

Ladestand vorsorglich auf 80 Prozent begrenzt

Für betroffene Fahrzeuge ist laut Handelsblatt eine Begrenzung des maximalen Ladestands auf 80 Prozent vorgesehen. Die Maßnahme soll durch eine Softwareanpassung aus der Ferne umgesetzt werden. Volkswagen hat diese Vorgehensweise für Großbritannien bestätigt. Dort begann die technische Begrenzung in der Woche ab dem 12. Oktober.

Auf seiner britischen Internetseite erklärt der Hersteller, dass bei einem Ladestand über 80 Prozent eine Überhitzung möglich ist. Ob die Begrenzung aktiv ist, lässt sich dort über die App oder das Infotainmentsystem prüfen. Für Deutschland waren konkrete Anweisungen für alle möglicherweise betroffenen Fahrzeuge zunächst nicht veröffentlicht.

Halter können ihre Fahrgestellnummer prüfen lassen

Volkswagen will die betroffenen Halter schriftlich informieren. Wer nicht auf ein Schreiben warten möchte, kann bereits jetzt beim Vertragshändler oder beim Kundendienst mit der Fahrzeug-Identifizierungsnummer nachfragen.

Die betroffenen Halter sollen in den kommenden Tagen nähere Informationen erhalten. Vorgesehen sind Kontrollen der Hochvoltbatterie. Je nach Ergebnis können einzelne Batteriemodule ersetzt oder Softwaremaßnahmen durchgeführt werden. Maßgeblich sind die Anweisungen des Herstellers für das jeweilige Fahrzeug.

Kraftfahrt-Bundesamt soll eingeschaltet werden

In Deutschland soll die Aktion über das Kraftfahrt-Bundesamt abgewickelt werden. Am Donnerstag war in dessen öffentlich zugänglicher Rückrufdatenbank noch keine entsprechende neue Meldung veröffentlicht. Die Behörde informiert in dieser Datenbank über Rückrufaktionen. Nicht jedes Fahrzeug einer genannten Baureihe muss betroffen sein. Eine individuelle Prüfung erfolgt über Hersteller oder Vertragswerkstatt.

Bereits im März rund 94.000 Elektroautos zurückgerufen

Schon im März 2026 hatte Volkswagen wegen nicht spezifikationsgerechter Batteriemodule weltweit mehr als 94.000 Elektroautos zurückgerufen. Darunter waren rund 28.000 Fahrzeuge in Deutschland, etwa 22.000 Volkswagen und 6.000 Cupra. Betroffen waren damals unter anderem ID.3, ID.4, ID.5 und ID. Buzz sowie der Cupra Born.

Das Kraftfahrt-Bundesamt sah seinerzeit eine mögliche Reichweitenabnahme, Warnanzeigen und im Extremfall Brandgefahr. Bei VW umfasste die frühere Aktion Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum Juni 2023 bis August 2024, beim Cupra Born Februar 2022 bis April 2024. Vorgesehen waren Softwareupdates, Batterieprüfungen und nötigenfalls Modulwechsel. Sach- oder Personenschäden waren der Behörde im Zusammenhang mit diesem Rückruf damals nicht bekannt.

In den USA läuft bereits eine neue Aktion

In den USA betrifft ein weiterer offizieller Rückruf 22.524 Volkswagen ID.4 der Modelljahre 2023 bis 2026. Er wird von der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA unter der Nummer 26V630 geführt. Betroffene Halter sollen ihre Fahrzeuge bis zur Reparatur höchstens auf 80 Prozent laden. Eine dauerhafte Lösung war noch in Entwicklung. Erste Informationsschreiben an die Halter sind für Ende November vorgesehen.

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