
Auf der L52 bei Rhede im niedersächsischen Landkreis Emsland müssen sich Autofahrer ab Montag, 19. Oktober 2026, auf eine Vollsperrung einstellen. Betroffen ist ein Knotenpunkt kurz vor der niederländischen Grenze. Die zuständige Straßenbaubehörde lässt dort einen erneuerungsbedürftigen Durchlass austauschen. Bis zur geplanten Fertigstellung am Freitag, 13. November, wird der Verkehr großräumig umgeleitet. Die ausgeschilderte Strecke führt dabei durch mehrere Orte in den Niederlanden. Die Anschlussstelle Rhede der Autobahn 31 und ein Gewerbegebiet sollen trotzdem erreichbar bleiben.
Die Vollsperrung der L52 bei Rhede konzentriert sich auf den Bereich, in dem Zollstraße, Liebigstraße und Schipmannsweg zusammentreffen. Dort befindet sich nach Angaben der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ein Durchlass, der ersetzt werden muss. Solche Bauwerke dienen dazu, Wasser unter einer Straße hindurchzuführen. Der Austausch macht eine Sperrung des betroffenen Straßenbereichs erforderlich.
Die Mitteilung des Geschäftsbereichs Lingen vom 15. Oktober nennt den 19. Oktober als Beginn der Arbeiten. Eine genaue Uhrzeit für die Einrichtung der Absperrung ist nicht angegeben. Auch eine kilometergenaue Abgrenzung des gesperrten Abschnitts liegt zunächst nicht vor. Damit ist der genannte Knotenpunkt die maßgebliche Ortsangabe, nicht etwa die gesamte Landesstraße zwischen Rhede und Papenburg.
Die Behörde veranschlagt für die Erneuerung rund 165.000 Euro. Über Abmessungen des Durchlasses, den Zustand einzelner Bauteile oder den konkreten Ablauf der Bauarbeiten wurden keine weiteren Einzelheiten genannt.
Die Umleitung ist für beide Richtungen ausgeschildert. Wer aus Richtung Rhede kommt, wird zunächst über die Kreisstraße 142, die Kolpingstraße, geführt. Anschließend verläuft die Strecke über die K166, also Neuheder Straße und Hauptstraße, bis zur Landesstraße 50. Über die Bourtanger Straße führt die beschilderte Route weiter in Richtung niederländische Grenze.
Jenseits der Grenze folgen die Verkehrsteilnehmer der Umleitung über Bourtange, Stakenborg und Vlagtwedde. Als wesentliche Straßenverbindung nennt die Landesbehörde dort die N365. Die ausgeschilderte Führung umfasst auf diesem Teilstück Bisschopsweg, Zodenpandweg, De Meijen, Vlagtwedderstraat, Bourtangerstraat, Vledderkamp und Wilhelminastraat.
Damit verläuft die offizielle Ausweichstrecke nicht nur auf deutschen Kreis- und Landesstraßen. Sie nutzt auch das niederländische Straßennetz. Für Fahrten, die gewöhnlich über den gesperrten Knotenpunkt führen, ist deshalb eine andere Streckenplanung erforderlich. Eine zusätzliche Fahrzeit oder die Länge der Umleitung hat die Straßenbaubehörde nicht beziffert.
Ab Vlagtwedde setzt sich die Umleitung auf der N368 fort. Sie führt über die Wedderstraat in Richtung Wedde. Danach geht es auf der N973 weiter, die in der Mitteilung mit Lageweg, Wedderweg und Dorpsstraat bezeichnet wird. Schließlich erreicht die Route die N969, den Rhederweg.
Diese Streckenführung ist auch für die Gegenrichtung vorgesehen. Autofahrer können sich daher an der Beschilderung orientieren, unabhängig davon, von welcher Seite sie sich dem gesperrten Bereich nähern. Abweichende kürzere Ausweichstrecken für den Durchgangsverkehr hat die Behörde nicht bekanntgegeben.
Trotz der Vollsperrung sind nach ausdrücklicher Zusicherung der Landesbehörde sowohl das Gewerbegebiet auf Rheder Seite als auch die Auf- und Abfahrten der Autobahn 31 während der gesamten Bauzeit erreichbar. Die Baustelle bedeutet damit keine Sperrung der Anschlussstelle Rhede. Welche einzelnen Zufahrten im direkten Umfeld des Knotenpunkts genutzt werden können, wird in der Mitteilung allerdings nicht näher beschrieben.
Noch offen sind besondere Regelungen für Anlieger sowie für Fußgänger und Radfahrer. Auch zu möglichen Umleitungen im Linien- oder Schulbusverkehr enthält die Ankündigung keine konkreten Angaben. Ob einzelne Haltestellen während der Bauzeit anders bedient werden, ist damit zunächst nicht geklärt. Konkrete Auswirkungen auf den Bahnverkehr wurden ebenfalls nicht bekanntgegeben.
Die L52 ist eine Verbindung zwischen der deutsch-niederländischen Grenze, Rhede und dem Papenburger Ortsteil Aschendorf, wo sie an die Bundesstraße 70 anschließt. Sie verbindet damit die Grenzregion mit dem überörtlichen Straßennetz. Westlich von Rhede besteht die Anbindung an die A31.
An anderer Stelle der Landesstraße läuft zudem ein umfangreiches Brückenprojekt. Die Ems- und Flutmuldenbrücke werden durch Neubauten ersetzt. Auch der Verlauf der Straße wird in diesem Bereich angepasst. Für diese Arbeiten hatte die Straßenbaubehörde bereits im Juli 2026 eine gesonderte Vollsperrung zwischen den Kreisverkehren am Aschendorfer Gewerbegebiet und in Rhede angekündigt. Die nun bevorstehenden Arbeiten am Durchlass nahe der Grenze betreffen dagegen den Knotenpunkt Zollstraße, Liebigstraße und Schipmannsweg.
Als Zieltermin für die neue Maßnahme nennt der Geschäftsbereich Lingen den 13. November 2026. Die Fertigstellung steht damit unter dem Vorbehalt des weiteren Bauverlaufs. Bis zur Freigabe ist die ausgeschilderte Umleitung über die Niederlande die offiziell vorgesehene Route.
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