E.ON plant neue Konzernstruktur: Bericht nennt hohe Sparziele

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der Energiekonzern E.ON arbeitet an einer Neuordnung seiner internen Führungsstrukturen. Nach Informationen des Manager Magazins wird unter dem Projektnamen „Polaris“ über Kostensenkungen von 20 bis 25 Prozent diskutiert. Auch die Unternehmensberatung McKinsey soll beteiligt sein. E.ON bestätigte Arbeiten an einem vereinfachten Steuerungsmodell. Konkrete Einsparziele oder einen umfassenden Personalabbau hat der Konzern bislang nicht bestätigt.

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Sparprogramm Polaris soll Managementstrukturen vereinfachen

Nach dem Bericht des Manager Magazins vom Montag, 19. Oktober 2026, könnte das mögliche Sparprogramm Polaris erhebliche Veränderungen innerhalb des Essener Energiekonzerns mit sich bringen. Im Mittelpunkt stehen demnach bestehende Doppelstrukturen und die Verteilung von Zuständigkeiten zwischen der Konzernzentrale und den operativen Gesellschaften. Insbesondere im Management könnten sich dadurch organisatorische Veränderungen ergeben.

An den Überlegungen soll auch die internationale Unternehmensberatung McKinsey beteiligt sein. Das Vorhaben befinde sich nach Angaben von Insidern noch in internen Beratungen. Eine Umsetzung werde frühestens für 2027 erwartet. Offen ist bislang, auf welche Kostenbereiche sich das genannte Einsparziel von 20 bis 25 Prozent beziehen würde. Eine konkrete jährliche Ersparnis lässt sich daraus deshalb nicht ableiten. Auch mögliche Auswirkungen auf die Beschäftigten sind noch nicht bezifferbar.

E.ON bestätigte gegenüber dem Manager Magazin, an einem einfacheren Steuerungsmodell für die Zusammenarbeit zwischen der Konzernzentrale und den operativen Einheiten zu arbeiten. Konkrete Beschlüsse seien noch nicht gefasst. Dem Bericht zufolge fanden bereits erste Gespräche mit Arbeitnehmervertretern statt. Eine unabhängige Bestätigung des genannten Sparumfangs lag zunächst nicht vor.

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E.ON will bis 2030 rund 48 Milliarden Euro investieren

Die Überlegungen fallen in eine Phase umfangreicher Investitionen in die europäische Energieinfrastruktur. E.ON hatte im Februar angekündigt, zwischen 2026 und 2030 insgesamt rund 48 Milliarden Euro investieren zu wollen. Etwa 40 Milliarden Euro davon sind für das Netzgeschäft vorgesehen. Der Konzern will insbesondere Stromverteilnetze ausbauen, modernisieren und digitalisieren. Hintergrund sind der Ausbau erneuerbarer Energien, die zunehmende Elektrifizierung und der steigende Bedarf an neuen Netzanschlüssen.

Wirtschaftlich befindet sich E.ON weiterhin auf einem Wachstumskurs. Im ersten Halbjahr 2026 erreichte der Konzern ein bereinigtes operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 5,4 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss lag bei 1,9 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr bestätigte E.ON zuletzt seine Prognose eines bereinigten EBITDA zwischen 9,4 und 9,6 Milliarden Euro. Bis 2030 strebt das Unternehmen einen Anstieg auf rund 13 Milliarden Euro an.

Damit treffen die Überlegungen zu einer einfacheren Konzernorganisation auf eine langfristig angelegte Investitionsstrategie. E.ON betreibt umfangreiche Energieverteilnetze in mehreren europäischen Ländern und ist zudem im Energievertrieb sowie bei Energielösungen für Unternehmen und Privathaushalte tätig. Welche finanziellen Auswirkungen eine mögliche Neuorganisation auf die einzelnen Geschäftsbereiche hätte, ist bislang offen.

E.ON-Aktie verliert am Montag rund zwei Prozent

An der Börse gab die E.ON-Aktie am Montag nach. Auf der Handelsplattform Xetra lag der Kurs am 19. Oktober 2026 um 17.29 Uhr bei 17,495 Euro. Gegenüber dem vorherigen Schlusskurs von 17,855 Euro entsprach das einem Rückgang von rund 2,02 Prozent. Die Kursdaten stammen von comdirect. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Kursentwicklung und den Überlegungen zu „Polaris“ lässt sich daraus nicht ableiten.

Für die wirtschaftlichen Auswirkungen des möglichen Sparprogramms sind insbesondere der endgültige Umfang, der Zeitplan und die betroffenen Unternehmensbereiche relevant. Dazu machte E.ON zunächst keine konkreten Angaben. Fest steht bislang lediglich, dass der Konzern an einer vereinfachten internen Steuerung arbeitet. Ob daraus das im Magazinbericht beschriebene Einsparprogramm entsteht, war am 19. Oktober noch nicht bestätigt.

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