
Auf der Autobahn A1 zwischen Hamburg und Lübeck stehen erneut Einschränkungen bevor. Zwischen dem Autobahnkreuz Bargteheide und der Anschlussstelle Bad Oldesloe wird die Fahrtrichtung Lübeck in zwei Nächten vollständig gesperrt. Grund sind umfangreiche Reparaturen an der Fahrbahn innerhalb einer bestehenden Großbaustelle. Die Arbeiten beginnen bereits am Freitagabend, 23. Oktober 2026. Eine weitere Sperrung folgt zu Beginn der kommenden Woche.
Die A1-Sperrung zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe betrifft ausschließlich die Fahrtrichtung Norden beziehungsweise Lübeck. Nach Angaben der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Nord, sind zwei Sperrzeiträume vorgesehen:
Beide Sperrungen dauern planmäßig jeweils elf Stunden. Betroffen ist der Autobahnabschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Bargteheide mit der Anschlussstellennummer 27 und der Anschlussstelle Bad Oldesloe mit der Nummer 26 im Kreis Stormarn.
Die Arbeiten werden gezielt in die Abend- und Nachtstunden gelegt, wenn üblicherweise weniger Fahrzeuge unterwegs sind. Nach Angaben der Autobahn GmbH ist eine vollständige Sperrung der betroffenen Richtungsfahrbahn erforderlich, damit die Instandsetzung sicher und in der notwendigen Qualität durchgeführt werden kann.
Die Gegenrichtung nach Hamburg ist von den angekündigten nächtlichen Vollsperrungen nicht betroffen. Die bestehenden Einschränkungen durch die langfristige Baustelle bleiben allerdings bestehen.
Während der nächtlichen Sperrungen müssen Autofahrer auf dem Weg nach Lübeck den betroffenen Autobahnabschnitt umfahren. Die Autobahn GmbH kündigt dafür eine ausgeschilderte Umleitung ab dem Autobahnkreuz Bargteheide an.
Verkehrsteilnehmer sollen auf den Umleitungsstrecken besonders aufmerksam fahren und die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten. Eine detaillierte Streckenführung mit einzelnen Straßennamen oder nummerierten Bedarfsumleitungen enthält die aktuelle Mitteilung nicht.
Für Autofahrer aus Richtung Hamburg bedeutet die Sperrung, dass sie in den angegebenen Zeiträumen nicht wie gewohnt auf der A1 bis Bad Oldesloe weiterfahren können. Wer in Richtung Lübeck unterwegs ist, muss die Umleitungsbeschilderung beachten.
Besonders für den überregionalen Verkehr ist der Abschnitt von Bedeutung. Die A1 verbindet Hamburg mit Lübeck und führt weiter in Richtung Ostseeküste. Das Autobahnkreuz Bargteheide stellt außerdem die Verbindung zur A21 her. Die Sperrungen betreffen damit eine wichtige Straßenverbindung im Norden Schleswig-Holsteins.
Hinter den bevorstehenden Sperrungen steht eine umfangreiche Erneuerung der Autobahn zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe. In diesem Bereich werden seit März 2026 drei Brückenbauwerke ersetzt. Während der Bauarbeiten muss der Verkehr zeitweise über die jeweils andere Autobahnseite geführt werden.
Derzeit nutzt der Verkehr in beiden Richtungen die südliche Richtungsfahrbahn. Bei dieser sogenannten 4+0-Verkehrsführung stehen pro Richtung zwei schmalere Fahrstreifen zur Verfügung. Dadurch konzentriert sich die Belastung auf einen Teil der bestehenden Autobahn.
Nach früheren Angaben der Autobahn GmbH hat die alte Betonfahrbahn ihre vorgesehene Nutzungsdauer erreicht. Durch die zusätzliche Beanspruchung entstanden wiederholt größere Schäden. Deshalb waren bereits im August und September umfangreiche Reparaturen und zeitweise Vollsperrungen notwendig.
Am 19. August hatte die Polizei auf der A1 bei Lasbek erhebliche Fahrbahnschäden festgestellt. Unter anderem wurde ein etwa zwei Meter breites, 60 Zentimeter langes und 15 Zentimeter tiefes Schlagloch entdeckt. Die Autobahn musste damals in Richtung Lübeck zeitweise vollständig gesperrt werden.
Auch danach waren weitere Instandsetzungen erforderlich. Die jetzt angekündigten Arbeiten sind damit Teil einer bereits seit mehreren Monaten andauernden Reparaturphase innerhalb der größeren Autobahnbaustelle.
Die langfristige Baumaßnahme umfasst drei Brücken auf einem rund vier Kilometer langen Abschnitt. Ersetzt werden die Bauwerke über die Landesstraße 90, die Kreisstraße 79 sowie einen Geh- und Radweg.
Die ursprünglichen Brückenkonstruktionen stammen teilweise aus den Jahren 1935 und 1936. Bei späteren Autobahnerweiterungen wurden sie angepasst. Inzwischen weisen die Bauwerke nach Angaben der Autobahn GmbH unter anderem Schäden am Beton und an der Stahlbewehrung auf.
Für den Austausch der drei Brücken wurde auf Grundlage einer Kostenberechnung aus dem Herbst 2025 ein Auftragsvolumen von rund 15 Millionen Euro angegeben.
Die Arbeiten sind in mehreren Bauphasen vorgesehen. Zunächst sollen die Brückenbauwerke in Fahrtrichtung Lübeck bis Dezember 2026 erneuert werden. Anschließend folgt der Austausch der Bauwerke in Fahrtrichtung Hamburg, der nach bisheriger Planung bis Dezember 2027 abgeschlossen werden soll.
Danach steht noch die grundlegende Erneuerung der südlichen Fahrbahn auf einer Länge von vier Kilometern an. Die gesamte Maßnahme soll voraussichtlich im Juni 2028 beendet sein.
Die beiden nächtlichen Vollsperrungen Ende Oktober sind zeitlich begrenzt. Die größere Baustelle zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe bleibt dagegen noch deutlich länger bestehen.
Für Dezember 2026 ist vorgesehen, den Verkehr auf die erneuerte nördliche Autobahnseite zu verlegen. Dadurch soll Platz für den anschließenden Austausch der Brücken auf der südlichen Seite geschaffen werden.
Die Bauarbeiten sollen nach der bisherigen Planung vor der umfassenden Sanierung der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck im Sommer 2028 abgeschlossen sein. Die Autobahn GmbH will über weitere Änderungen der Verkehrsführung gesondert informieren.
Für die jetzt bevorstehenden Sperrungen sind zunächst nur die beiden Nächte vom 23. auf den 24. Oktober und vom 26. auf den 27. Oktober vorgesehen. Die planmäßige Freigabe der Fahrtrichtung Lübeck ist jeweils für 6 Uhr morgens angekündigt.
Für Großraum- und Schwertransporte verweist die Autobahn GmbH zudem auf gesonderte Informationen zu den verfügbaren Durchfahrtsbreiten im Baustellenbereich. Alle übrigen Verkehrsteilnehmer sollen während der Sperrzeiten die ausgeschilderte Umleitung ab dem Autobahnkreuz Bargteheide nutzen.
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