
Auf der Autobahn 31 in Ostfriesland stehen weitere Verkehrseinschränkungen bevor. Nach der Absage einer für Mitte Oktober geplanten Sperrung hat die Autobahn GmbH den Ablauf der laufenden Fahrbahnsanierung zwischen Riepe und Emden-Ost angepasst. Die Anschlussstelle Pewsum ist in Fahrtrichtung Emden bereits gesperrt. Im November folgt eine zeitweilige Sperrung der Auffahrt Emden-Ost in Richtung Bottrop. Die Arbeiten an der Autobahn sollen nach derzeitiger Planung noch bis Dezember dauern.
Die nächste konkret angekündigte Wochenendsperrung betrifft die Auffahrt der Anschlussstelle Emden-Ost in Richtung Bottrop. Sie soll von Freitag, 13. November, bis Sonntag, 15. November 2026, gelten. Grund sind Sanierungsarbeiten an der Anschlussstelle. Wer dort in Richtung Süden auf die A31 fahren möchte, muss während der Sperrung auf die Anschlussstelle Riepe ausweichen. Als Umleitungsstrecke nennt die Autobahn GmbH die U13.
Für den aktualisierten Termin hat der Betreiber keine genauen Uhrzeiten für Beginn und Ende genannt. Autofahrer sollten sich deshalb nicht auf die früher veröffentlichten Zeitangaben verlassen. In der ursprünglichen Planung war für dasselbe Novemberwochenende noch eine Sperrung der A31 in Fahrtrichtung Bottrop vorgesehen. Die neue Mitteilung beschränkt die angekündigte Sperrung ausdrücklich auf die Auffahrt Emden-Ost.
Eine längerfristige Sperrung betrifft die Anschlussstelle Pewsum. Dort sind seit Montag, 19. Oktober, die Auf- und Abfahrten in Richtung Emden für den Verkehr gesperrt. Die Maßnahme soll am Freitag, 20. November, enden. Die Autobahn GmbH lässt die Fahrbahn im Bereich der Anschlussstelle grundhaft sanieren.
Die Sperrungen auf der A31 betreffen damit zwei unterschiedliche Stellen und Fahrtrichtungen. An Pewsum erstreckt sich die Maßnahme über mehrere Wochen und betrifft die Richtung Emden. In Emden-Ost ist dagegen eine Sperrung der Auffahrt in Richtung Bottrop an einem Novemberwochenende vorgesehen.
Eine konkrete Umleitungsnummer für Pewsum nennt die aktuelle Mitteilung nicht. Für Emden-Ost ist dagegen die Route U13 zur Anschlussstelle Riepe ausgewiesen.
Die umfangreichere Baustelle befindet sich zwischen den Anschlussstellen Riepe und Emden-Ost. Seit August werden dort auf beiden Richtungsfahrbahnen die oberste Asphaltschicht sowie die darunterliegende Binderschicht erneuert. Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise. Damit die Fahrbahn einer Richtung saniert werden kann, muss der Verkehr zeitweise auf die gegenüberliegende Seite verlegt werden.
Für die Zeit vom 21. bis 30. Oktober sieht die aktualisierte Bauplanung eine Verkehrsführung über die Fahrbahn in Richtung Emden vor. Der Verkehr in Richtung Emden und in Richtung Bottrop nutzt dabei jeweils einen Fahrstreifen. Das ist keine reguläre Vollsperrung der A31. Die Strecke bleibt während dieser Bauphase grundsätzlich in beiden Fahrtrichtungen befahrbar, allerdings mit eingeschränkter Fahrstreifenkapazität.
Ab Montag, 2. November, sollen die Arbeiten auf der Richtungsfahrbahn Bottrop beginnen. Dafür ist nach Angaben der Autobahn GmbH ein Zeitraum bis voraussichtlich Ende November vorgesehen. Erst danach können die für die Baustellenführung angelegten Übergänge im Mittelstreifen wieder zurückgebaut werden.
Der überarbeitete Zeitplan folgt auf eine Änderung Mitte Oktober. Ursprünglich sollte die Anschlussstelle Emden-Ost an einem Oktoberwochenende für Arbeiten an weiteren Rampen gesperrt werden. Diese Sperrung sagte die Autobahn GmbH mit ihrer Aktualisierung vom 15. Oktober ab. Die Anschlussstelle konnte an dem vorgesehenen Wochenende weiter genutzt werden.
Bereits zuvor war die Verkehrsführung auf der A31 mehrfach angepasst worden. Die Baustelle wurde am 17. August eingerichtet. Zunächst stand auf jeder Richtungsfahrbahn noch ein Fahrstreifen zur Verfügung. Im September wurde der Verkehr dann auf eine Fahrbahnseite zusammengeführt.
Dafür wurden Übergänge im Mittelstreifen geschaffen. Diese provisorischen Verbindungen sind auch für die weiteren Bauabschnitte entscheidend, weil sie den Verkehr in beide Richtungen ermöglichen, während auf der anderen Fahrbahn gearbeitet wird.
Die verschiedenen Bauphasen erklären auch, weshalb sich die Verkehrsführung zwischen Emden-Ost und Riepe während der Sanierung mehrfach verändert. Welche Fahrbahn genutzt wird und welche Anschlussstelle erreichbar ist, hängt vom jeweiligen Bauabschnitt ab.
Zusätzlich zu den längerfristigen Straßenbauarbeiten kam es am Donnerstag, 22. Oktober, zu einer vorübergehenden Vollsperrung zwischen Riepe und Emden-Ost. Auslöser war ein Bombenverdacht im Petkumer und Widdelswehrster Hammrich. Das Gebiet musste für die Untersuchung geräumt werden, auch der Verkehr auf der Autobahn wurde in beiden Richtungen unterbrochen.
Am Nachmittag bestätigte sich, dass dort eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg lag. Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entschärften den Blindgänger. Seit 16 Uhr waren die polizeilichen Sperrmaßnahmen aufgehoben und die Autobahn wieder freigegeben, wie der NDR unter Berufung auf die Stadt Emden berichtete.
Die Verkehrsbehinderungen durch diesen Einsatz sind von den längerfristig geplanten Sperrungen wegen der Fahrbahnsanierung zu unterscheiden. Die Bauarbeiten entlang der A31 bleiben von der Freigabe nach der Bombenentschärfung unabhängig.
Auch nach den Einschränkungen im November bleibt die Erneuerung der A31 zunächst eine laufende Baustelle. Für den Rückbau der Mittelstreifenüberfahrten war ursprünglich ab dem 30. November wieder eine Verkehrsführung mit einem Fahrstreifen auf jeder Richtungsfahrbahn vorgesehen. Die aktualisierte Planung legt für den Beginn dieses letzten Abschnitts jedoch keinen neuen verbindlichen Tag fest.
Als Ziel für den Abbau der Baustelle und die vollständige Freigabe der A31 nennt die Autobahn GmbH weiterhin den 18. Dezember 2026. Der Termin ist eine Prognose. Nach Angaben des Unternehmens können sich einzelne Arbeiten aufgrund der Witterung verschieben.
Verkehrsteilnehmer sollen im Baustellenbereich und auf den ausgewiesenen Umleitungsstrecken besonders vorsichtig fahren und die aktuelle Beschilderung beachten. Insbesondere an den Anschlussstellen Pewsum und Emden-Ost sind die unterschiedlichen Sperrzeiträume bei der Fahrtplanung zu berücksichtigen.
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