
Am Autobahnkreuz Duisburg ändern sich am Freitag, 23. Oktober 2026, die Verkehrsführungen zwischen A59 und A40. Während eine bisher gesperrte Verbindung wieder freigegeben werden soll, wird eine andere für mehr als drei Wochen geschlossen. Zudem verlängert die Autobahn GmbH Rheinland eine bereits bestehende Sperrung bis zum 16. November. Hintergrund sind vorbereitende Arbeiten für den Ersatzneubau der Berliner Brücke auf der A59.
Betroffen ist ab Freitagmittag die Verbindungsrampe von der A59 in Fahrtrichtung Düsseldorf auf die A40 in Fahrtrichtung Venlo. Die Sperrung beginnt nach Angaben der Autobahn GmbH am 23. Oktober gegen 12 Uhr. Als Endtermin nennt sie Montag, den 16. November 2026, um 5 Uhr.
Wer auf der A59 in Richtung Düsseldorf unterwegs ist und im Kreuz Duisburg nach Westen auf die A40 Richtung Venlo wechseln möchte, kann diese direkte Verbindung während des angekündigten Zeitraums nicht nutzen. Nicht die komplette A59 oder A40 wird dafür gesperrt, sondern die genannte Überfahrt im Autobahnkreuz.
Zugleich ändert sich die Situation für Verkehrsteilnehmer, die von der A59 in Richtung Düsseldorf zur A40 in Richtung Essen fahren. Diese bislang gesperrte Rampe soll am Freitag gegen Mittag wieder geöffnet werden. Damit entfällt für diese Fahrbeziehung die bisherige Sperre, während die Verbindung nach Venlo vorübergehend nicht zur Verfügung steht.
Eine zweite Verbindung bleibt länger geschlossen als bisher angekündigt. Das betrifft die Rampe von der A40 in Fahrtrichtung Venlo auf die A59 in Fahrtrichtung Düsseldorf. Sie sollte nach einer früheren Mitteilung der Autobahn GmbH am Freitag, 23. Oktober, um 12 Uhr wieder freigegeben werden. Die aktualisierte Planung sieht die Öffnung nun erst am Montag, 16. November, um 5 Uhr vor.
Damit sind ab Freitagmittag nach dem neuen Zeitplan zwei Fahrbeziehungen betroffen: von der A59 Richtung Düsseldorf auf die A40 Richtung Venlo sowie von der A40 Richtung Venlo auf die A59 Richtung Düsseldorf. Die Verbindung von der A59 Richtung Düsseldorf auf die A40 Richtung Essen soll dagegen wieder befahrbar sein.
Anfang Oktober waren zunächst die Verbindung von der A40 Richtung Venlo auf die A59 Richtung Düsseldorf und die Überfahrt von der A59 Richtung Düsseldorf auf die A40 Richtung Essen geschlossen worden. Die Autobahn GmbH hatte am 8. Oktober beide Sperrungen bis zum 23. Oktober verlängert. Mit der neuen Verkehrsführung kommt nun eine weitere Verschiebung für die Überfahrt von der A40 auf die A59.
Die Autobahn GmbH begründet die ab 23. Oktober geltenden Maßnahmen mit Vorbereitungen für den Neubau der Berliner Brücke. Während der Arbeiten müssen Fahrstreifen verlegt werden. Dadurch soll der Verkehr auch während der Bauarbeiten weitergeführt werden können.
Bereits bei der vorherigen Verlängerung hatte die Behörde zusätzliche Anpassungen an der Rampe von der A59 Richtung Düsseldorf auf die A40 Richtung Essen für erforderlich erklärt. Als Grund nannte sie die Verkehrssicherheit. Zugleich wurden Reparaturen an Entwässerungseinrichtungen sowie weitere Verbauarbeiten für den neuen Brückenzug ausgeführt. Diese Maßnahmen sollten innerhalb derselben Sperrphase erledigt werden, um eine zusätzliche Unterbrechung zu vermeiden.
Für die bislang gesperrten Verbindungen hatte die Autobahn GmbH Umleitungen mit einem roten Punkt ausgewiesen. In ihrer Mitteilung vom 22. Oktober nennt sie für die neue Rampensperrung keine konkrete Umleitungsstrecke und keine U-Nummer.
Die Verkehrsänderung betrifft unterschiedliche Fahrtrichtungen innerhalb desselben Autobahnkreuzes. Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob Verkehrsteilnehmer von der A40 oder der A59 kommen, sondern auch, in welche Richtung sie auf der jeweils anderen Autobahn weiterfahren möchten.
Eine zeitgleiche Vollsperrung des gesamten Autobahnkreuzes ist für diese Maßnahme nicht angekündigt. Die Mitteilungen betreffen ausdrücklich einzelne Verbindungsrampen zwischen den beiden Autobahnen.
Die aktuelle Sperrung hängt mit einem Bauprojekt zusammen, das deutlich über das Autobahnkreuz hinausreicht. Der Berliner Brückenzug führt die A59 auf rund 1,8 Kilometern über die Ruhr, den Rhein-Herne-Kanal, Teile des Binnenhafens und Bahnstrecken. Die Autobahn GmbH begann im Januar 2026 mit dem Ersatzneubau. Im Mai folgte der offizielle Spatenstich.
Der Neubau wurde vorgezogen, nachdem Prüfungen im Oktober 2024 zusätzliche Mängel an der Tragfähigkeit der bisherigen Brücke ergeben hatten. Besonders relevant waren die Befunde für schwere Lastwagen. Im Mai 2025 erlaubte das Fernstraßen-Bundesamt durch eine vorläufige Anordnung den Beginn der Arbeiten zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg und der Stadtparkbrücke, obwohl für den gesamten Ausbauabschnitt noch ein Planfeststellungsbeschluss ausstand.
Zunächst entsteht westlich der bestehenden Berliner Brücke ein neues Teilbauwerk für den späteren Verkehr in Richtung Süden. Dieses soll im Herbst 2029 fertiggestellt werden. Danach ist vorgesehen, den Verkehr auf den Neubau zu verlegen, die bisherige Brücke zurückzubauen und das zweite Teilbauwerk für die Gegenrichtung zu errichten.
Insgesamt plant die Autobahn GmbH einen sechsstreifigen Ausbau der A59 auf etwa 6,7 Kilometern zwischen dem Kreuz Duisburg und der Anschlussstelle Duisburg-Marxloh. Etwa 2,6 Kilometer dieses Abschnitts verlaufen über Brücken. Neben dem Berliner Brückenzug gehören dazu weitere große Bauwerke im Duisburger Stadtgebiet.
Auch das Kreuz Duisburg mit der A40 und das Kreuz Duisburg-Nord mit der A42 sollen im Rahmen des Gesamtprojekts umgebaut werden. Zusätzlich sind Anpassungen an den Anschlussstellen und die Erneuerung weiterer Brücken vorgesehen.
Die Autobahn GmbH begründet den Ausbau unter anderem mit dem hohen Verkehrsaufkommen. Ein Verkehrsgutachten aus dem Jahr 2016 ermittelte für die A59 zwischen Duisburg-Marxloh und dem Autobahnkreuz Duisburg täglich zwischen 92.600 und 104.400 Kraftfahrzeuge. Die Strecke ist eine wichtige Verbindung für den Duisburger Hafen, die umliegenden Industriegebiete und den überregionalen Verkehr.
Der Ausbau soll während des laufenden Verkehrs erfolgen. Die jeweils notwendigen Baustellenführungen und die Erneuerung bestehender Verbindungen gehören zu den zentralen Herausforderungen des mehrjährigen Projekts. Die jetzt angekündigten Rampensperrungen im Autobahnkreuz Duisburg sind Teil dieser Arbeiten.
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