
Auf der A562 in Bonn stehen Ende Oktober zwei vorübergehende Sperrungen an. Betroffen ist die Ausfahrt Bonn-Ramersdorf in Fahrtrichtung Bad Godesberg. Autofahrer müssen zunächst in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober und anschließend am Samstag, 31. Oktober 2026, eine Umleitung nutzen. Die drei durchgehenden Fahrstreifen der Autobahn bleiben während der Arbeiten geöffnet. Hintergrund sind Bauarbeiten an Kabelanlagen und Reparaturen am Asphalt. Die Autobahn GmbH hat die Maßnahmen in einer Pressemitteilung angekündigt, die die Stadt Bonn am Freitag, 23. Oktober 2026, veröffentlicht hat.
Die erste Sperrung beginnt am Donnerstag, 29. Oktober 2026, um 21 Uhr. Sie dauert voraussichtlich bis Freitag, 30. Oktober, um 5 Uhr. Während dieses Zeitraums ist die Ausfahrt Bonn-Ramersdorf in Fahrtrichtung Bad Godesberg einschließlich des Abfahrtstreifens nicht nutzbar.
Eine zweite Sperrung ist für Samstag, 31. Oktober 2026, geplant. Sie beginnt um 8 Uhr und soll um 14 Uhr enden. Damit ist die Anschlussstelle innerhalb weniger Tage zweimal von Einschränkungen betroffen.
Die Autobahn GmbH hat ausdrücklich angekündigt, dass die drei Hauptfahrstreifen der A562 während der Arbeiten uneingeschränkt befahrbar bleiben. Der Verkehr in Richtung Bad Godesberg kann die Baustelle somit auf der durchgehenden Autobahn passieren.
Für weitere Auf- oder Abfahrten nennt die Veröffentlichung keine zusätzlichen Sperrtermine. Auch eine vollständige Sperrung der A562 oder der Rheinbrücke ist für diese Arbeiten nicht vorgesehen.
Autofahrer, die normalerweise die Ausfahrt Bonn-Ramersdorf in Richtung Bad Godesberg nutzen, müssen während der beiden Sperrzeiten einen Umweg fahren.
Nach Angaben der Autobahn GmbH führt die offizielle Umleitung zunächst über die Anschlussstelle Rheinaue. Von dort werden die Fahrzeuge wieder auf die A562 geleitet und über den Rhein geführt. Anschließend können sie über die Anschlussstelle Bonn-Ost in der Gegenrichtung zur Ausfahrt Bonn-Ramersdorf gelangen.
Die Autobahn GmbH fordert die betroffenen Verkehrsteilnehmer auf, sich an der ausgeschilderten Umleitung zu orientieren. Eine bestimmte Umleitungsnummer, beispielsweise eine U-Nummer, wird in der veröffentlichten Mitteilung nicht angegeben.
Ebenso fehlen konkrete Angaben zur zusätzlichen Fahrtstrecke oder zur voraussichtlichen Fahrzeit. Eine zahlenmäßige Prognose zu möglichen Staus oder Verzögerungen hat die Autobahn GmbH für diese beiden Sperrungen nicht veröffentlicht.
Grund für die Verkehrseinschränkungen sind mehrere Arbeiten im Bereich der Anschlussstelle Bonn-Ramersdorf. Nach Angaben der Autobahn GmbH werden dort ein Kabelkanal und Kabelschächte verlegt. Zusätzlich sollen Schäden an der Asphaltoberfläche saniert werden.
Die Arbeiten erfordern eine zeitweilige Sperrung der betroffenen Ausfahrt einschließlich der Abfahrtsspur. Die eigentliche Hauptfahrbahn soll weiterhin vollständig genutzt werden können.
Welche einzelnen Arbeiten während der nächtlichen Sperrung und welche am Samstag stattfinden, wurde nicht näher aufgeschlüsselt. Die Autobahn GmbH nennt außerdem keine konkreten Autobahnkilometer oder Längenangaben für die betroffenen Straßenabschnitte.
Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit einem größeren Infrastrukturprojekt bei Bonn-Ramersdorf. Dort wird ein neues Kreuzungsbauwerk errichtet, über das die A562 die rechtsrheinische Eisenbahnstrecke Köln–Niederlahnstein überquert.
Der Neubau hängt mit der Erweiterung der S-Bahn-Linie S13 zusammen. Zwischen Troisdorf und Bonn-Oberkassel wird die Bahnstrecke auf einer Länge von rund 13 Kilometern ausgebaut. Vorgesehen sind künftig drei beziehungsweise vier Gleise.
Durch die Verlängerung der S13 soll Bonn eine direkte Schienenverbindung zum Flughafen Köln/Bonn erhalten. Außerdem soll der zusätzliche Gleisraum eine bessere Trennung von regionalem Personenverkehr und Güterverkehr ermöglichen.
Für die Erweiterung der Bahnstrecke wird zusätzlicher Platz unter der Autobahnbrücke benötigt. Deshalb wird das Kreuzungsbauwerk der A562 neu errichtet. Die Autobahn GmbH arbeitet bei diesem Vorhaben mit der Deutschen Bahn zusammen.
Der Brückenneubau bei Bonn-Ramersdorf gehört zu einem mehrjährigen Bauprogramm. Das südliche Teilbauwerk wurde nach der Projektübersicht der Autobahn GmbH bereits 2021 abgebrochen. Der entsprechende Neubau wurde 2022 fertiggestellt.
Auf der Nordseite begannen 2024 die Abbrucharbeiten. Im Jahr 2025 folgten weitere wichtige Bauabschnitte, darunter das Einheben der Brückenträger im Juni und die Betonierung des nördlichen Überbaus im August. Für Ende 2025 weist die Autobahn GmbH die Fertigstellung des nördlichen Brückenteils aus.
Der Ersatzneubau wurde nicht ausschließlich wegen des S13-Ausbaus notwendig. Bereits eine Nachrechnung der bestehenden Brücke im Jahr 2014 hatte ergeben, dass ihre Nutzungsdauer auf das Jahr 2034 begrenzt war. Damit bestand unabhängig von der Bahnerweiterung die Notwendigkeit, das Bauwerk langfristig zu ersetzen.
Zum Gesamtprojekt gehören außerdem die Erneuerung von Fahrbahnflächen und Arbeiten am Lärmschutz. Auf der Nordseite ist eine drei Meter hohe Lärmschutzwand vorgesehen. Auf der Südseite werden unterschiedliche Lärmschutzelemente eingesetzt, darunter ein Gabionenwall.
Ob die beiden Sperrungen der Ausfahrt Bonn-Ramersdorf auch einzelne Busverbindungen beeinflussen, geht aus der Mitteilung vom 23. Oktober nicht hervor. Konkrete Änderungen von Buslinien, Haltestellen oder Fahrplänen werden nicht genannt.
Für den Bahnverkehr enthält die Ankündigung ebenfalls keine zusätzlichen Einschränkungen. Weder Zugausfälle noch ein eigens für diese Arbeiten eingerichteter Schienenersatzverkehr werden angekündigt.
Der Ausbau der S13 ist zwar der wesentliche Hintergrund des Brückenneubaus. Die beiden Ende Oktober geplanten Sperrungen betreffen jedoch zunächst die Straßeninfrastruktur an der Anschlussstelle.
Nach dem aktuellen Projektplan der Autobahn GmbH ist die Fertigstellung des Brückenneubaus für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Einzelne Arbeiten sollen bereits vorher abgeschlossen werden.
So ist die Fertigstellung der südlichen Lärmschutzwand für Oktober 2026 eingeplant. Die Arbeiten an der Fahrbahn und der Entwässerung sollen nach der Projektübersicht im Dezember 2026 abgeschlossen werden.
Die jetzt angekündigten Sperrungen am 29./30. und 31. Oktober sind damit zeitlich begrenzte Maßnahmen innerhalb des umfangreicheren Bauprojekts. Während der beiden Sperrphasen bleibt die A562 auf ihren drei Hauptfahrstreifen befahrbar. Für die Ausfahrt Bonn-Ramersdorf in Fahrtrichtung Bad Godesberg gilt die ausgeschilderte Umleitung über Rheinaue und Bonn-Ost.
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