
An der A93 bei Nabburg in der Oberpfalz müssen sich Autofahrer ab Montag, 26. Oktober 2026, auf eine weitere Einschränkung einstellen. Die Ein- und Ausfahrt der Anschlussstelle Nabburg in Fahrtrichtung Hof werden bis einschließlich 13. November gesperrt. Hintergrund sind Arbeiten am östlichen Teil der Anschlussstelle, die zum Ersatzneubau der Brücke über die Autobahn gehören. Die Autobahn GmbH des Bundes hat die Maßnahme in einer Mitteilung vom 19. Oktober 2026 angekündigt. Für den betroffenen Verkehr ist eine Umleitung über Schwarzenfeld vorgesehen.
Die neue Sperrung betrifft sowohl die Auffahrt auf die A93 in Richtung Hof als auch die entsprechende Abfahrt von der Autobahn. Betroffen ist die Anschlussstelle Nabburg im Landkreis Schwandorf, an der die Staatsstraße 2156 über die A93 geführt wird.
Nach der offiziellen Ankündigung beginnt die Sperrung am Montag, 26. Oktober, und endet planmäßig am Freitag, 13. November 2026. In veröffentlichten Verkehrsdaten, die auf Meldungen der Autobahn GmbH beruhen, ist der Beginn mit 0 Uhr am 26. Oktober angegeben. Als Ende ist dort der 14. November um 0 Uhr hinterlegt, also der Ablauf des 13. November. Die gesonderte Pressemitteilung der Autobahn GmbH nennt keine konkreten Uhrzeiten.
Die angekündigte Maßnahme betrifft die beiden Rampen in Fahrtrichtung Hof. Eine Vollsperrung der durchgehenden A93 zwischen benachbarten Anschlussstellen ist für diesen Zeitraum in der Mitteilung nicht angekündigt. Bereits bestehende Einschränkungen durch die Brückenbaustelle sind davon zu unterscheiden.
Für die gesperrten Auf- und Abfahrten hat die Niederlassung Nordbayern der Autobahn GmbH die Umleitung U59 vorgesehen. Sie verläuft über Schwarzenfeld und ist entsprechend ausgeschildert.
Verkehrsteilnehmer sollen sich an den Umleitungsschildern orientieren. Die Autobahn GmbH bittet außerdem um besondere Aufmerksamkeit und Geduld im Baustellenbereich. Konkrete Prognosen über mögliche Staus, zusätzliche Fahrtzeiten oder das Verkehrsaufkommen auf der Umleitungsstrecke enthält die Mitteilung vom 19. Oktober nicht.
Die Umleitung U59 ist von früheren Verkehrsführungen während des Brückenneubaus zu unterscheiden. Bei den nächtlichen Vollsperrungen der A93 im März und September wurden in Richtung Hof die Bedarfsumleitung U50 nach Pfreimd und in der Gegenrichtung die U61 nach Nabburg genutzt. Für die jetzt bevorstehende Rampensperrung gilt dagegen die ausdrücklich angekündigte U59 über Schwarzenfeld.
Grund für die rund dreiwöchige Sperrung sind Anpassungen an den östlichen Anschlussstellenästen im Bereich der Staatsstraße 2156. Nach Angaben der Autobahn GmbH stehen Entwässerungsarbeiten, Arbeiten an Schutzplanken sowie Fahrbahnmarkierungen auf dem Programm.
Diese Maßnahmen gehören zum Ersatzneubau des Überführungsbauwerks BW 144c. Die neue Brücke ersetzt das bisherige Bauwerk, über das die Staatsstraße den Autobahnverkehr kreuzt.
Die Autobahn GmbH hatte bereits in ihrer Projektplanung darauf hingewiesen, dass der Neubau nicht allein den Austausch der eigentlichen Brückenkonstruktion umfasst. Auch die angrenzende Staatsstraße und Teile der Anschlussstelle müssen angepasst werden.
Für September und Oktober waren deshalb Straßenbauarbeiten am östlichen Teilknotenpunkt vorgesehen. Die nun angekündigte Sperrung betrifft genau diesen Bereich. Eine Freigabe der gesamten Brückenverbindung unmittelbar nach dem Ende der Rampensperrung ist damit nicht zugesagt.
Das Brückenprojekt an der Anschlussstelle Nabburg läuft seit dem Frühjahr 2026. Die Vorbereitungen begannen Anfang März. Für den Abbruch der alten Brücke wurde die A93 zwischen Nabburg und Pfreimd in der Nacht vom 21. auf den 22. März gesperrt.
Ein weiterer wichtiger Bauabschnitt folgte im September. In der Nacht vom 19. auf den 20. September wurden die Brückenträger für den Neubau eingehoben. Auch dafür musste die Autobahn zwischen Nabburg und Pfreimd vorübergehend vollständig gesperrt werden. Über den Einhub berichtete Onetz am 20. September.
Das neue Bauwerk erhält eine Stützweite von 48,9 Metern. Nach den Planungen der Autobahn GmbH wird die vierspurige A93 künftig ohne einen zusätzlichen Mittelpfeiler überquert. Außerdem soll der Geh- und Radweg auf der Brücke auf 2,50 Meter verbreitert werden.
Die Gesamtkosten des Projekts sind mit rund 7,2 Millionen Euro angegeben. Finanziert wird die Baumaßnahme durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Bayern. Die vollständige Fertigstellung ist nach dem veröffentlichten Projektzeitplan für Dezember 2026 vorgesehen.
Neben den Rampensperrungen ist die bestehende Sperrung der Staatsstraße 2156 zu berücksichtigen. Sie besteht im Bereich der Anschlussstelle Nabburg bereits seit dem 8. März 2026.
Damals wurde die Verbindung wegen der Vorbereitung des Brückenabbruchs und des anschließenden Neubaus unterbrochen. Nach der Mitteilung der Autobahn GmbH vom 6. März sollte die Staatsstraße voraussichtlich bis Ende 2026 gesperrt bleiben.
Damit sind zwei unterschiedliche Verkehrsmaßnahmen zu beachten: die längerfristige Unterbrechung der Straßenverbindung über die A93 und die zusätzliche Sperrung der Ein- und Ausfahrt in Richtung Hof zwischen dem 26. Oktober und dem 13. November. Für die Verkehrsbeziehungen, die wegen des Brückenneubaus nicht genutzt werden können, sind ausgeschilderte Umleitungen vorgesehen.
Eine konkrete Auswirkung der Baustelle betrifft Besucher des Freilandmuseums Oberpfalz in Neusath-Perschen.
Das Museum hat seine Anfahrtshinweise am 19. Oktober aktualisiert. Demnach ist die Anfahrt zum Museum über die Anschlussstelle Nabburg während der angekündigten Sperrung aus beiden Fahrtrichtungen nicht möglich.
Für Besucher, die über die A93 anreisen, empfiehlt das Museum deshalb die Anschlussstelle Pfreimd. Von dort führt die beschriebene Strecke über Perschen nach Neusath. Diese Empfehlung bezieht sich ausdrücklich auf die Anreise zum Museum und ersetzt nicht die allgemeine Umleitungsregelung U59 für den gesperrten Autobahnanschluss.
Zu zusätzlichen Auswirkungen der bevorstehenden Rampensperrung auf Buslinien oder den Bahnverkehr macht die Autobahn GmbH in ihrer Mitteilung vom 19. Oktober keine Angaben. Weder geänderte Busfahrpläne noch Zugausfälle oder Einschränkungen im Bahnverkehr werden darin genannt.
Auch konkrete Angaben zu erwarteten Verzögerungen auf der A93 oder den umliegenden Straßen enthält die Ankündigung nicht. Die Verkehrsbehörde beschränkt sich auf die angekündigte Sperrung, den Umfang der Bauarbeiten und die ausgeschilderte Umleitung.
Verkehrsteilnehmer können sich über die Baustellenkarte der Autobahn GmbH sowie die Veröffentlichungen der Niederlassung Nordbayern informieren. Die aktuelle Sperrmitteilung trägt die Nummer 30/26 und wurde am 19. Oktober 2026 veröffentlicht.
Mit dem vorgesehenen Ende der Rampensperrung am 13. November soll dieser Teil der Verkehrsmaßnahmen abgeschlossen sein. Das gesamte Brückenprojekt an der Anschlussstelle Nabburg ist dagegen weiterhin bis Dezember 2026 eingeplant.
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