Millionen Fahrzeuge betroffen: Lenkungsproblem bei vier VW-Marken

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Der Volkswagen-Konzern muss wegen eines möglichen Defekts an der Lenkung zahlreiche Fahrzeuge zurückrufen. Neben Volkswagen, Audi und Seat ist auch die tschechische Tochter Škoda betroffen. Allein dort umfasst die Rückrufaktion weltweit 1.719.030 Autos, davon 370.347 in Deutschland. Insgesamt erfassen mehrere Rückrufaktionen des Konzerns inzwischen rund fünf Millionen Fahrzeuge weltweit.

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Diese Škoda-Modelle sind vom Rückruf betroffen

Der Rückruf bei Škoda betrifft die Modellreihen Octavia, Superb, Karoq und Kodiaq. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) geht es um bestimmte Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum November 2015 bis August 2026. Damit sind nicht nur ältere Autos betroffen, sondern auch Fahrzeuge aus jüngerer Produktion.

Die Behörde führt die Aktion unter der Referenznummer 17091R. Bei Škoda lautet der interne Rückrufcode 48LS. Erfasst werden unter anderem der Octavia der dritten und vierten Generation, der Superb III sowie der Kodiaq der ersten Generation.

Allerdings müssen nicht sämtliche Fahrzeuge dieser Baureihen in die Werkstatt. Ob ein bestimmtes Auto dazugehört, lässt sich anhand seiner Fahrzeug-Identifizierungsnummer feststellen.

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Korrosion an Schraube kann Lenkung beeinträchtigen

Auslöser der Rückrufaktionen ist eine Befestigungsschraube im Bereich des Lenksystems. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bauteil korrodieren. Insbesondere der langjährige Kontakt mit Streusalz kann eine solche Beschädigung begünstigen.

Schreitet die Korrosion fort, besteht die Möglichkeit, dass die Schraube abreißt. Dadurch kann die Befestigung der Lenkung beeinträchtigt werden. Im ungünstigsten Fall könnte die Lenkung ausfallen.

Der VW-Rückruf wegen Lenkungsproblemen dient dazu, dieses Risiko durch den vorsorglichen Austausch der betroffenen Schrauben zu verringern. Bis Anfang Oktober waren nach Herstellerangaben in Deutschland keine Sach- oder Personenschäden im Zusammenhang mit dem festgestellten Mangel bekannt.

Auch VW, Audi und Seat müssen Fahrzeuge zurückrufen

Bereits im September hatte das Kraftfahrt-Bundesamt Rückrufaktionen für mehrere weitere Konzernmarken veröffentlicht. Bei Volkswagen betrifft eine davon die Modellreihen Golf, Golf Variant, Tiguan, Touran und Caddy. Der angegebene Produktionszeitraum reicht von September 2013 bis Juli 2024. Allein in Deutschland umfasst diese Aktion 895.832 Fahrzeuge.

Bei Audi ist der Q3 betroffen. Hier sind deutschlandweit 58.555 Fahrzeuge erfasst. Seat muss bei bestimmten Exemplaren der Modelle Ateca und Tarraco nachbessern, insgesamt 43.574 Fahrzeuge in Deutschland.

Hinzu kommt eine weitere VW-Rückrufaktion, die das KBA am 12. Oktober 2026 veröffentlichte. Sie betrifft bestimmte Atlas und Tiguan aus der Produktion zwischen November 2016 und September 2018. Weltweit umfasst dieser zusätzliche Rückruf 239.202 Fahrzeuge, davon 454 in Deutschland.

Zusammengerechnet erreichen die fünf Rückrufaktionen damit eine Größenordnung von rund fünf Millionen Fahrzeugen weltweit und knapp 1,37 Millionen in Deutschland. Dabei handelt es sich um die addierten Angaben der einzelnen Aktionen, nicht um eine gesondert bestätigte Konzern-Gesamtzahl.

Engpass bei Ersatzschrauben kann zweiten Termin nötig machen

Betroffene Fahrzeughalter müssen für die Reparatur nichts bezahlen. In der Werkstatt wird die betreffende Verschraubung überprüft und ausgetauscht. Vorgesehen ist eine technisch überarbeitete Schraube mit höherer Korrosionsbeständigkeit.

Bei der Versorgung mit diesen Ersatzteilen gibt es allerdings Einschränkungen. Volkswagen hatte bereits Anfang Oktober auf eine begrenzte Verfügbarkeit der verbesserten Schrauben hingewiesen.

Deshalb kann bei einem Teil der Fahrzeuge zunächst eine neue Schraube des bisherigen Typs eingesetzt werden. In diesen Fällen wird später ein weiterer Austausch erforderlich. Dieser kann nach den damaligen Herstellerangaben beim nächsten regulären Kundendienst erfolgen.

So können Autobesitzer ihren Rückrufstatus prüfen

Fahrzeughalter können über die jeweilige Vertragswerkstatt oder den Hersteller klären, ob ihr Auto betroffen ist. Besonders wichtig ist dabei die 17-stellige Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN). Sie steht unter anderem in der Zulassungsbescheinigung Teil I und ist häufig auch an der Windschutzscheibe ablesbar.

Škoda bietet auf seiner offiziellen Rückrufseite eine entsprechende Überprüfung an. Daneben lassen sich die Aktionen in der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes anhand der amtlichen Referenznummern recherchieren.

Für die betroffenen Škoda-Fahrzeuge gilt die Nummer 17091R. Bei Volkswagen lauten die entsprechenden Nummern 17016R und 17124R, bei Audi 17014R und bei Seat 17017R.

Wer eine Rückrufbenachrichtigung erhält, sollte sich zeitnah mit der zuständigen Werkstatt in Verbindung setzen. Treten bereits ungewöhnliche Geräusche an der Vorderachse oder Auffälligkeiten beim Lenken auf, sollte das Fahrzeug nicht weitergefahren und ein Fachbetrieb kontaktiert werden.

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