Elversberg muss nach Gyamerah-Verletzung umplanen

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
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Die SV Elversberg muss in den kommenden Wochen voraussichtlich auf Jan Gyamerah verzichten. Der 31 Jahre alte Außenverteidiger verletzte sich am Samstag, 24. Oktober 2026, bei der 0:4-Niederlage gegen RB Leipzig und wurde vorzeitig ausgewechselt. Trainer Vincent Wagner geht davon aus, dass der Abwehrspieler mindestens bis zur Länderspielpause Mitte November fehlt. Eine abschließende medizinische Diagnose wurde zunächst nicht mitgeteilt. Für den Bundesliga-Aufsteiger kommt die Verletzung von Jan Gyamerah zu einem Zeitpunkt, an dem die Personalsituation ohnehin angespannt ist.

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Wagner rechnet mit mehreren Wochen Pause

Gyamerah konnte die Begegnung in Leipzig nicht beenden. In der 59. Minute kam Luca Sirch für ihn auf den Platz. Nach dem Spiel beschrieb Trainer Wagner die Situation gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Demnach war schon vor der Partie vorgesehen, Gyamerahs Einsatzzeit zu begrenzen. Der Verteidiger sollte etwa nach einer Stunde ausgewechselt werden, um das gesundheitliche Risiko zu reduzieren.

Kurz vor dem geplanten Wechsel musste der Abwehrspieler jedoch noch einmal stark beschleunigen. Wagner verwies auf ein Sprintduell mit Leipzigs Antonio Nusa. Der Trainer bedauerte, dass der Wechsel nicht früher erfolgt war. Anschließend äußerte er die Hoffnung, dass keine schwerwiegendere Verletzung vorliegt. „Wir hoffen, dass er nur einen Muskelfaserriss hat und nicht noch was Übleres“, sagte Wagner laut dpa.

Ein Muskelfaserriss war damit noch nicht als Untersuchungsergebnis bestätigt. Auch ein genauer medizinischer Befund und ein konkreter Termin für Gyamerahs Rückkehr wurden zunächst nicht bekanntgegeben. Die Aussage des Trainers zur Länderspielpause ist eine erste sportliche Einschätzung, keine gesicherte Obergrenze für die Ausfallzeit.

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Schon gegen Augsburg gab es Probleme

Die Beschwerden des Verteidigers hatten bereits vor der Reise nach Leipzig für Veränderungen gesorgt. Beim 4:3-Heimsieg gegen den FC Augsburg am 17. Oktober musste Gyamerah nach rund 40 Minuten vom Platz. Auch Noah Darvich wurde in dieser Partie angeschlagen ausgewechselt. Der Verein schilderte beide Wechsel anschließend als verletzungsbedingt. Nach Wagners Darstellung galt Gyamerahs Auswechslung zunächst noch als Vorsichtsmaßnahme.

Zuvor hatte der Außenverteidiger bereits das Auswärtsspiel bei Union Berlin am 10. Oktober verpasst. In der Vereinsmeldung zu dieser Partie wurde er als angeschlagen geführt. Luca Sirch rückte an seiner Stelle in die Startelf. Gegen Augsburg war Gyamerah zurückgekehrt, Sirch kam aber erneut für ihn ins Spiel. Beim Auftritt in Leipzig wiederholte sich dieser Wechsel ein weiteres Mal.

Für die Elversberger bedeutet der Ausfall deshalb nicht nur den Verlust eines erfahrenen Spielers. Die Verantwortlichen hatten zuletzt mehrfach zwischen Gyamerah und Sirch gewechselt. Die ursprünglich vorgesehene Begrenzung seiner Einsatzzeit konnte in Leipzig nicht mehr wie geplant umgesetzt werden.

Luca Sirch ist bereits als Ersatz erprobt

Wer die rechte Abwehrseite in den kommenden Pflichtspielen besetzt, hat Wagner zunächst nicht verbindlich festgelegt. Luca Sirch ist allerdings eine naheliegende Option. Der 27-Jährige übernahm die Position bereits in Berlin und wurde sowohl gegen Augsburg als auch in Leipzig für Gyamerah eingewechselt. Er hat damit in mehreren Bundesligaspielen Aufgaben auf dieser Seite übernommen.

Zum Defensivkader gehören außerdem Felix Keidel, Nicholas Mickelson, Lukas Pinckert und Maximilian Rohr. Keidel und Mickelson kamen in der Vergangenheit ebenfalls auf Außenverteidigerpositionen zum Einsatz. Welche Kombination Wagner für die nächsten Spiele wählt, hängt auch von der Verfügbarkeit der übrigen Spieler ab. Eine konkrete Nachfolgeregelung für Gyamerah wurde zunächst nicht bekanntgegeben.

Bereits vor der Partie in Leipzig hatten die Saarländer zusätzliche Ausfälle zu verkraften. Nach Angaben der Bundesliga fehlten Luis Seifert wegen einer Syndesmoseverletzung und Tom Zimmerschied mit einer Bänderverletzung. Darvich stand nach seinen Problemen gegen Augsburg in Leipzig ebenfalls nicht zur Verfügung. Francis Onyeka und Cole Campbell, um deren Fitness es zuvor Fragen gegeben hatte, gehörten dagegen zum Spieltagskader. Die personellen Probleme betreffen damit nicht ausschließlich die Defensive.

Gyamerah kam 2025 aus Kaiserslautern

Jan Gyamerah wurde am 18. Juni 1995 in Berlin geboren und ist überwiegend Rechtsverteidiger. Er kann nach Angaben seines Vereins auch andere Aufgaben in der Abwehr übernehmen. Diese Vielseitigkeit war ein wichtiger Grund für seine Verpflichtung im Sommer 2025. Am 4. Juli meldete Elversberg den Wechsel vom 1. FC Kaiserslautern und gab einen Zweijahresvertrag bis zum Sommer 2027 bekannt.

Vor seiner Zeit in Kaiserslautern spielte Gyamerah beim VfL Bochum, beim Hamburger SV und beim 1. FC Nürnberg. In seiner Jugend wurde er bei Arminia Bielefeld und in Bochum ausgebildet. Für Nürnberg übernahm er zeitweise die Kapitänsrolle.

Bei seiner Verpflichtung verwies Elversbergs Sportvorstand Ole Book insbesondere auf die Erfahrung, die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten und die Bedeutung des Verteidigers für die Mannschaft. Neben seiner sportlichen Qualität hob Book im Juli 2025 auch Gyamerahs Rolle innerhalb der Kabine hervor.

Gyamerah hatte beim Wechsel bereits 200 Spiele in der 2. Bundesliga absolviert. In der Spielzeit 2025/26 kamen für Elversberg 28 Zweitligaeinsätze hinzu, in denen er ein Tor erzielte. Damit gehörte er zum Kader, der den Aufstieg in die Bundesliga schaffte.

In der Bundesliga-Saison 2026/27 lief er bis einschließlich des Leipzig-Spiels sechsmal auf. Hinzu kommt ein Einsatz im DFB-Pokal. Für den Aufsteiger gehört er damit zu den Spielern, die bereits lange vor dem erstmaligen Bundesligajahr zahlreiche Erfahrungen im deutschen Profifußball gesammelt haben.

Pokalspiel und weitere Bundesligatermine stehen bevor

Der weitere Spielplan macht deutlich, weshalb Wagners Ausfallprognose für die Kaderplanung Gewicht hat. Bereits am Dienstag, 27. Oktober, empfängt Elversberg den SV Darmstadt 98 in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Drei Tage später folgt das Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05. Am 7. November ist die Mannschaft bei Borussia Dortmund gefordert.

Sollte sich die Einschätzung des Trainers bestätigen, wäre Gyamerah für alle drei Begegnungen keine Option. Das erste Bundesliga-Spiel nach der Länderspielpause ist für den 21. November gegen den SC Freiburg angesetzt. Ob der Verteidiger bis dahin zurückkehren kann, ist offen.

Für Elversberg fällt die Verletzung in eine Phase mit mehreren wichtigen Pflichtspielen innerhalb kurzer Zeit. Mit Sirch steht ein Spieler bereit, der Gyamerah zuletzt bereits mehrfach ersetzte. Auch weitere personelle Veränderungen in der Abwehr sind grundsätzlich möglich.

Wagner muss seine Defensive deshalb kurzfristig neu organisieren. Wann Gyamerah wieder vollständig trainieren und für Pflichtspiele zur Verfügung stehen kann, ist nach der ersten Einschätzung des Trainers noch nicht endgültig geklärt.

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