
Auf der B1 zwischen Dortmund und Unna müssen Autofahrer in den kommenden Wochen mehrere gesperrte Anschlussstellen berücksichtigen. Bereits seit Dienstag, 20. Oktober 2026, ist die Abfahrt Holzwickede in Richtung Unna/Kassel nicht befahrbar. Am Montag, 26. Oktober, kommt eine weitere Vollsperrung hinzu. Dann wird die Auffahrt Dortmund-Sölde in derselben Fahrtrichtung geschlossen. Weitere Sperrungen sind für November angekündigt. Hintergrund ist der laufende Ausbau der Bundesstraße zur Autobahn A40.
Die nächste Sperrung betrifft die Auffahrt der Anschlussstelle Dortmund-Sölde in Fahrtrichtung Kassel. Nach Angaben der zuständigen Projektgesellschaft DEGES beginnt die Maßnahme am Montag, 26. Oktober 2026. Die vollständige Sperrung soll voraussichtlich bis Montag, 9. November, dauern.
Für den Verkehr hat die DEGES eine ausgeschilderte Umleitung vorgesehen. Sie führt über die Köln-Berliner-Straße, die Emschertalstraße, die Chaussee und die Nordstraße. Die Strecke ist als Rote-Punkt-Umleitung gekennzeichnet.
Damit steht die Auffahrt für rund zwei Wochen nicht zur Verfügung. Eine genaue Anfangs- oder Enduhrzeit nennt die DEGES in ihrer Projektinformation nicht. Der 9. November ist als voraussichtlicher Endtermin angegeben.
Schon vor der Sperrung in Dortmund-Sölde wurde die Abfahrt Holzwickede in Fahrtrichtung Unna/Kassel geschlossen. Sie ist nach dem veröffentlichten Bauzeitplan seit Dienstag, 20. Oktober, nicht nutzbar. Die Arbeiten sollen voraussichtlich am Montag, 2. November, abgeschlossen sein.
Als Grund nennt die DEGES Asphaltierungsarbeiten im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesstraße.
Die offizielle Umleitung führt über das Autobahnkreuz Dortmund/Unna und die Landesstraße L821. Anschließend gelangen Autofahrer über die Chaussee zurück in Richtung Holzwickede.
Die Sperrung betrifft damit insbesondere Fahrzeuge, die aus Dortmund kommend die B1 an der Anschlussstelle Holzwickede verlassen möchten. Eine vollständige Sperrung der B1-Hauptfahrbahn ist mit dieser Maßnahme nicht verbunden.
Nach den Arbeiten an den ersten beiden Anschlussstellen folgen weitere Einschränkungen. Die DEGES nennt dafür zwei zusätzliche Zeiträume.
An der Anschlussstelle Dortmund-Sölde soll die Abfahrt vom Dienstag, 3. November, bis Mittwoch, 11. November, gesperrt werden. Für diese angekündigte Maßnahme werden die betroffene Fahrtrichtung und eine konkrete Umleitungsstrecke in der zentralen Projektinformation noch nicht genannt.
Anschließend ist die Anschlussstelle Dortmund-Aplerbeck betroffen. Dort ist eine Sperrung von Donnerstag, 12. November, bis voraussichtlich Dienstag, 24. November, vorgesehen. Welche einzelnen Auf- oder Abfahrten im Rahmen dieser Maßnahme geschlossen werden, geht aus der Vorankündigung nicht hervor.
Unabhängig davon bleibt die Auffahrt Dortmund-Aplerbeck in Richtung Kassel bereits bis auf Weiteres gesperrt. Die DEGES begründet dies mit der Verkehrssicherheit. Ein ausreichend langer Beschleunigungsstreifen könne an dieser Stelle aus bautechnischen Gründen nicht hergestellt werden. Eine ausgeschilderte Umleitung ist eingerichtet.
Die Sperrungen auf der B1 in Dortmund stehen im Zusammenhang mit einem größeren Infrastrukturprojekt. Zwischen der Anschlussstelle Dortmund-Ost und dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna wird die bisher vierstreifige Bundesstraße zur sechsstreifigen Autobahn A40 ausgebaut.
Die Ausbaustrecke ist rund 9,5 Kilometer lang. Entlang des Abschnitts befinden sich insgesamt 13 Bauwerke, überwiegend Brücken, die im Rahmen des Projekts saniert, verbreitert oder ersetzt werden müssen.
Hinzu kommen neue Standstreifen und Lärmschutzmaßnahmen. Das Projekt soll die Leistungsfähigkeit der wichtigen Ost-West-Verbindung durch das Ruhrgebiet erhöhen.
Nach Angaben der DEGES werden die Arbeiten überwiegend unter laufendem Verkehr ausgeführt. Die Projektgesellschaft übernimmt die Planung und Koordinierung im Auftrag des Bundes und der Autobahn GmbH. Für den ersten Bauabschnitt sieht der veröffentlichte Zeitplan eine Fertigstellung im Jahr 2026 vor. Weitere Bauabschnitte sollen anschließend folgen.
Zusätzliche Änderungen der Verkehrsführung gibt es im benachbarten Autobahnkreuz Dortmund/Unna. Dort arbeitet die Autobahn GmbH Westfalen am Umbau der Verbindungen zwischen A1 und A44.
Nach einer Mitteilung vom 6. Oktober bleibt die Verbindung von der A44 aus Richtung Kassel auf die A1 in Richtung Köln voraussichtlich bis zum 7. Dezember gesperrt.
Weitere Einschränkungen betreffen die Anschlussstelle Unna. Die Verbindung von der alten B1 zur A1 in Richtung Köln sowie die betreffende Ausfahrt von der A1 zur B1 sollen nach dem veröffentlichten Bauzeitplan sogar bis Ende 2028 nicht zur Verfügung stehen.
Für die gesperrten Verbindungen hat die Autobahn GmbH eigene Umleitungen eingerichtet. Für die Auffahrt zur A1 in Richtung Köln führt die Bedarfsumleitung U51 beispielsweise über die B1 und die L679 zur Anschlussstelle Unna-Ost an der A44.
Unabhängig von den Anschlussstellensperrungen beginnen am Montag, 26. Oktober, weitere Arbeiten an der B1. An der Haltestelle Max-Eyth-Straße muss ein Kampfmittelverdachtspunkt untersucht werden. Hintergrund ist der geplante barrierefreie Umbau der Stadtbahnhaltestellen entlang der Bundesstraße.
Nach Angaben der Dortmunder Stadtwerke DSW21 wird dafür die linke Fahrspur der B1 in Richtung Unna auf Höhe der Max-Eyth-Straße gesperrt.
Auch die Stadtbahnlinie U47 ist betroffen. Zwischen Kohlgartenstraße und Hauptfriedhof fahren während der Sondierungsarbeiten keine Stadtbahnen. DSW21 richtet stattdessen zwischen Märkische Straße und Hauptfriedhof einen Ersatzverkehr mit Bussen ein.
Die Ersatzbusse bedienen unter anderem Voßkuhle, Lübkestraße, Max-Eyth-Straße und Stadtkrone Ost. Für Kohlgartenstraße gibt es keine direkte Ersatzhaltestelle. DSW21 empfiehlt Fahrgästen, mehr Zeit für Fahrten und Umstiege einzuplanen.
Je nach Baufortschritt sollen diese Einschränkungen zwischen Anfang und Ende November aufgehoben werden. Ob sich an dem untersuchten Verdachtspunkt tatsächlich ein Kampfmittel befindet, war zunächst ungeklärt.
Ein Zusammenhang zwischen diesen Sondierungsarbeiten und den von der DEGES angekündigten Anschlussstellensperrungen besteht nicht. Für die Anschlussstellensperrungen selbst wurden keine gesonderten Bus- oder Bahnausfälle offiziell angekündigt.
Die DEGES bittet Verkehrsteilnehmer während der weiteren Bauarbeiten um besondere Aufmerksamkeit. Die angekündigten Sperrtermine gelten vorbehaltlich des tatsächlichen Baufortschritts. Aktuelle Informationen zu den Maßnahmen veröffentlicht die Projektgesellschaft auf ihrer offiziellen Projektseite zum Ausbau der B1 zur A40.
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