B5 in Nordfriesland gesperrt: Umleitung und neue Busfahrpläne

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Symbolfoto

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Auf der Bundesstraße 5 in Nordfriesland beginnt am Montag, 26. Oktober 2026, eine mehrwöchige Vollsperrung. Betroffen ist die Verbindung zwischen Stedesand und Risum-Lindholm. Autofahrer müssen bis Anfang Dezember eine Umleitung über Leck nutzen. Auch mehrere Buslinien ändern ihre Strecken und Abfahrtszeiten. Besonders im Schülerverkehr sind Anpassungen vorgesehen.

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Die B5-Sperrung bei Stedesand ist Teil einer umfangreichen Fahrbahnerneuerung der B5, die bis September 2027 abgeschlossen werden soll. Für die jetzt beginnende Bauphase ist eine Verkehrsfreigabe am 6. Dezember 2026 geplant. Eine genaue Uhrzeit für den Sperrungsbeginn am Montag wurde nicht veröffentlicht.

B5 zwischen Stedesand und Risum-Lindholm betroffen

Die Bauarbeiten konzentrieren sich zunächst auf zwei zusammenhängende Streckenabschnitte mit einer Gesamtlänge von rund 2,85 Kilometern. Der erste Abschnitt reicht von der Einmündung der Kreisstraße 88 beziehungsweise des Mühlenwegs in Stedesand bis zur Kreisstraße 108, der Hans-Peter-Feddersen-Straße. Dieser Bereich ist 1.732 Meter lang.

Der zweite Bereich beginnt an der Kreisstraße 108 und reicht über weitere 1.120 Meter bis unmittelbar vor die Lecker Au. Die Bauabschnitte werden parallel bearbeitet. Beide sind nach der Planung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein bis zum 6. Dezember vollständig gesperrt.

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Grund für die Arbeiten ist der beschädigte Fahrbahnbelag. Vorgesehen ist eine vollständige Erneuerung der Asphaltschichten mit einer Aufbauhöhe von insgesamt 26 Zentimetern. Zusätzlich entsteht zwischen Stedesand und Risum-Lindholm ein neuer Radweg. Für die gesamte Maßnahme ist ein Radwegneubau auf rund vier Kilometern vorgesehen.

Umleitung über Leck und Klixbüll eingerichtet

Für den überregionalen Verkehr ist eine großräumige Umfahrung festgelegt. Wer aus Richtung Husum kommt, verlässt die B5 bei Enge-Sande und fährt über die Landesstraße 5 nach Leck. Von dort führt die ausgeschilderte Strecke über die B199 in Richtung Klixbüll zurück zur B5 bei Niebüll.

In der Gegenrichtung gilt dieselbe Umleitungsstrecke. Die Umleitung über Leck bleibt während der jeweiligen Bauphasen bestehen. Die Kreuzungsbereiche B5/L5 bei Enge-Sande und B5/L10/K89 in Risum-Lindholm sollen grundsätzlich weiterhin befahrbar bleiben, allerdings mit Einschränkungen.

Der Landesbetrieb begründet die Vollsperrung mit der notwendigen Sicherheit für Beschäftigte und Verkehrsteilnehmer sowie den Anforderungen an die Bauqualität. Eine einspurige Führung des allgemeinen Verkehrs durch die Baustelle ist wegen der geringen Straßenbreite nicht vorgesehen.

Einschränkungen für Anlieger und Schulwege

Für Grundstückseigentümer entlang der Baustelle gelten besondere Regelungen. Fußgänger und Radfahrer sollen ihre Grundstücke weiterhin erreichen können. Während der unmittelbaren Fahrbahnarbeiten ist eine Zufahrt mit dem Auto dagegen nicht durchgehend möglich.

In den zusammengelegten Bauabschnitten 6 und 7 wird zunächst der Radweg auf der Nordseite hergestellt. Während dieser Phase können Anlieger ihre Grundstücke über die Fahrbahn erreichen. Vorgesehen ist eine Einbahnstraßenregelung von Wester-Schnatebüll über die Kreisstraße 108 in Richtung Risum-Lindholm.

Anschließend soll der Anliegerverkehr während der Fahrbahnarbeiten über den fertiggestellten Radweg geführt werden. Für Grundstücke, die zeitweise nicht mit dem Auto erreichbar sind, müssen Fahrzeuge außerhalb des Baustellenbereichs abgestellt werden.

Eine Querung der Bundesstraße für den Schulweg ist bei Baukilometer 4+175 provisorisch vorgesehen. Während des Einbaus der neuen Asphaltschichten kann diese Verbindung jedoch nicht genutzt werden. Die entsprechenden Termine sollen gesondert bekannt gegeben werden.

Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei können bei Noteinsätzen weiterhin in den Baustellenbereich einfahren. Auch die Abfallentsorgung soll organisiert bleiben.

Fünf Buslinien in Nordfriesland fahren anders

Die Vollsperrung der B5 hat erhebliche Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. Nach Angaben des Kreises Nordfriesland vom 22. Oktober sind die Linien 102, 119, 122, 123 und 125 betroffen.

Bei den Linien 102 und 119 entfällt die Bedienung der Haltestelle Stedesand, Alte Schule. Als Ersatz dient Stedesand, Kirche. Auf der Linie 119 können außerdem mehrere Fahrten nicht mehr an der Haltestelle Wester-Schnatebüll halten. Dafür wird eine Ersatzhaltestelle an der Hans-Peter-Feddersen-Straße eingerichtet.

Deutlich umfangreicher sind die Änderungen auf der Linie 123 zwischen Niebüll und Stedesand. Mehrere Haltestellen entfallen, darunter Stedesand, Broweg sowie Lindholm, Knopp. Der morgendliche Bus beginnt seine erste Fahrt ab Niebüll bereits um 6.14 Uhr statt bisher um 6.45 Uhr. Eine weitere Fahrt startet um 7.30 Uhr und damit zehn Minuten früher als bislang. Mittags sind planmäßige Verschiebungen um bis zu 30 Minuten vorgesehen.

Auch auf der Linie 122 zwischen Niebüll und Langenhorn verändern sich Fahrwege und Zeiten. Die Fahrt um 12.30 Uhr ab Niebüll, ZOB, verkehrt nicht über Lindholm, Stedesand und Sande. In Stedesand wird bei dieser Fahrt nur Wester-Schnatebüll bedient. Auf der Linie 125 entfallen ebenfalls mehrere Haltestellen. Die bisher um 13.33 Uhr in Niebüll beginnende Fahrt startet stattdessen um 13.57 Uhr an Lindholm, Schule.

Für den Schülerverkehr sind insbesondere die früheren morgendlichen Abfahrten und geänderten Mittagsverbindungen relevant. Der Kreis empfiehlt, vor Fahrtantritt die aktuellen Verbindungen über die Fahrplanauskunft von zu überprüfen. Auch bei den Verkehrsunternehmen Autokraft und Norddeutsche Verkehrsbetriebe sind die Fahrpläne erhältlich.

B5 soll im Dezember wieder freigegeben werden

Nach dem aktuellen Bauzeitenplan soll die Bundesstraße am Sonntag, 6. Dezember 2026, wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der Rückbau der Baustellensicherung ist bis Mittwoch, 9. Dezember, vorgesehen.

Anschließend folgt eine Winterpause. Bis Ende März 2027 soll die B5 wieder befahrbar sein. Am 30. März sind weitere Arbeiten geplant, die sich sowohl östlich als auch westlich der Lecker Au erstrecken.

Die gesamte Maßnahme soll am 8. September 2027 abgeschlossen werden. Sämtliche Termine stehen unter dem Vorbehalt geeigneter Witterungsbedingungen. Der LBV.SH weist darauf hin, dass dadurch Änderungen im Bauablauf möglich sind.

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