Pick-up prallt gegen Strommast: Fahrer schwer verletzt gefunden

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

Teilen:

Krefeld. Ein schwer beschädigter Pick-up auf den Gleisen, vom Fahrer zunächst keine Spur: Nach einem Verkehrsunfall in Krefeld hat die Polizei am frühen Sonntagmorgen, 25. Oktober 2026, nach einem 35-Jährigen gesucht. Weil sich der Wagen offenbar überschlagen hatte und schwere Verletzungen nicht auszuschließen waren, forderten die Einsatzkräfte auch einen Polizeihubschrauber an. Der Fahrer wurde schließlich schwer verletzt an seiner Wohnanschrift gefunden. Gegen ihn wird wegen mehrerer möglicher Verkehrsdelikte ermittelt.

Anzeige

Beschädigter Pick-up auf der Bahntrasse entdeckt

Ausgelöst wurde der Polizeieinsatz durch die Beobachtung eines Zeugen. Gegen 4.30 Uhr meldete dieser ein stark beschädigtes Fahrzeug im Gleisbereich an der Sankt-Töniser-Straße nahe der Einmündung Auf der Kempener Platte. Als die Beamten eintrafen, fanden sie den Pick-up auf der Bahntrasse. Von der Person, die das Fahrzeug gesteuert hatte, fehlte zunächst jede Spur.

Nach der Rekonstruktion der Polizei war der Wagen zuvor auf der Sankt-Töniser-Straße stadtauswärts unterwegs gewesen. Kurz vor der Kreuzung mit der Straße Auf der Kempener Platte geriet er aus bislang unbekanntem Grund von der Fahrbahn. Er fuhr zunächst gegen einen Bordstein und gelangte auf einen Grünstreifen. Anschließend stieß er gegen ein Verkehrsschild und wurde auf die Gleise geschleudert, wo er gegen einen Starkstrommast prallte.

Die Schäden deuteten darauf hin, dass sich das Fahrzeug überschlagen hatte. Die genaue Ursache des Abkommens von der Straße steht noch nicht fest. Auch Angaben zur Geschwindigkeit des Pick-ups machte die Polizei zunächst nicht.

Anzeige

Polizei fordert Hubschrauber für die Suche an

Für die Beamten war zunächst unklar, wo sich der Fahrer aufhielt und ob er dringend medizinische Hilfe benötigte. Aufgrund des stark beschädigten Wagens war nicht auszuschließen, dass die gesuchte Person schwer verletzt war oder sich in einer hilflosen Situation befand. Die Einsatzkräfte suchten daraufhin den Bereich rund um die Unfallstelle ab, konnten dort aber niemanden antreffen.

Im weiteren Verlauf ermittelte die Polizei die Identität des Fahrers. Es handelt sich um einen 35 Jahre alten Mann aus Tönisvorst, einer Stadt nahe Krefeld. Zur Unterstützung der Suche wurde ein Polizeihubschrauber angefordert. Ob dieser anschließend tatsächlich eingesetzt wurde, blieb zunächst offen.

Die Suche endete schließlich nicht im Umfeld des Unfallwagens. Polizisten trafen den Mann an seiner Wohnanschrift an. Wie er die Strecke zwischen der Unfallstelle und seinem Zuhause zurückgelegt hatte und wie viel Zeit seit dem Zusammenstoß vergangen war, wurde zunächst nicht bekannt.

Schwer verletzter Mann ins Krankenhaus gebracht

Bei seinem Auffinden war der 35-Jährige schwer verletzt. Er erhielt vor Ort eine notärztliche Erstversorgung und wurde anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Über Art und Umfang seiner Verletzungen sowie seinen weiteren Gesundheitszustand wurden keine Einzelheiten veröffentlicht.

Warum der Mann die Unfallstelle trotz seiner Verletzungen verlassen hatte, ist bisher offen. Nach den bisherigen Ermittlungen entfernte er sich zu Fuß von dem beschädigten Fahrzeug. Weitere Einzelheiten zu seinem Verhalten nach dem Zusammenstoß wurden zunächst nicht bekannt.

Positiver Atemalkoholtest und Blutprobe

Bei dem 35-Jährigen wurde auch ein Atemalkoholtest durchgeführt. Das Ergebnis war positiv. Daraufhin wurde eine Blutprobe entnommen. Ein konkreter Alkoholwert und das Ergebnis der Blutuntersuchung waren zunächst nicht bekannt.

Ob der Alkoholkonsum den Unfall verursacht oder zu ihm beigetragen hat, ist damit nicht geklärt. Der positive Atemalkoholtest allein erlaubt auch keine abschließende Aussage darüber, wie der Mann unmittelbar vor dem Zusammenstoß gefahren ist.

Ermittlungen wegen Unfallflucht und Rennverdachts

Nach Angaben der Polizei wird gegen den 35-Jährigen ein Strafverfahren eingeleitet. Geprüft werden das unerlaubte Entfernen vom Unfallort, eine mögliche Gefährdung des Straßenverkehrs im Zusammenhang mit Alkohol sowie der Verdacht eines verbotenen Einzelrennens.

Besonders der Rennverdacht geht über die bloße Feststellung eines Unfalls hinaus. Die genaue Geschwindigkeit des Fahrzeugs war zunächst unbekannt. Weitere an dem Unfall beteiligte Fahrzeuge wurden nicht genannt. Auf welche konkreten Anhaltspunkte sich der Verdacht eines verbotenen Einzelrennens stützt, blieb ebenfalls offen.

Ob sich die strafrechtlichen Vorwürfe bestätigen, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen. Eine gerichtliche Feststellung liegt bislang nicht vor. Für den 35-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.

Sankt-Töniser-Straße vollständig gesperrt

Während der Unfallaufnahme sperrte die Polizei die Sankt-Töniser-Straße zwischen Auf der Kempener Platte und der Oberbenrader Straße vollständig. Die Sperrung betraf damit einen Abschnitt, auf dem die Ermittler den Unfallhergang untersuchten und Spuren sicherten.

Wann der Verkehr wieder freigegeben wurde, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Ebenso lagen keine gesicherten Informationen darüber vor, ob der Zusammenstoß mit dem Starkstrommast Auswirkungen auf den Bahnverkehr oder die technische Infrastruktur hatte. Der Umfang möglicher Sachschäden wurde nicht beziffert.

Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die genaue Unfallursache und die strafrechtliche Bewertung der Fahrt. Insbesondere die Bedeutung des positiven Alkoholtests und die Hintergründe des Rennverdachts sind noch nicht abschließend geklärt.

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu