Skifahren wird teurer: Neue Preise und erste Ski-Ausfälle

Erbschaftsteuer vor dem Umbruch? Was sich für Erben ändern könnte
Deutschland belegt laut OECD Taxing Wages 2026 Rang 2 der höchsten Steuerlast.

Teilen:

Die kommende Wintersaison bringt für viele Wintersportler höhere Kosten. In großen österreichischen und italienischen Skigebieten kosten Tageskarten inzwischen mehr als 80 Euro. Gleichzeitig geben einzelne Betreiber den klassischen Skibetrieb auf. Während kleinere Standorte mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfen, entstehen andernorts neue Seilbahnen. Ein Überblick über die Entwicklungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol.

Anzeige

Skipass-Preise 2026/27 steigen in mehreren Alpenregionen

Die Skipass-Preise 2026/27 fallen in zahlreichen Skigebieten höher aus als im vergangenen Winter. Besonders in Österreich müssen Urlauber mit zusätzlichen Ausgaben rechnen. Ein Preisvergleich des Wintersportportals Schneehoehen.de zeigt für ausgewählte österreichische Skigebiete Erhöhungen zwischen rund drei und sieben Prozent.

In der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental kostet eine Tageskarte für Erwachsene in der Hauptsaison nun 79,50 Euro. Im Winter 2025/26 waren es 76 Euro. Die Erhöhung beträgt damit 3,50 Euro. Der neue Hauptsaisontarif gilt vom 19. Dezember 2026 bis zum 12. März 2027.

Am Arlberg müssen Erwachsene in der Hauptsaison 85 Euro für einen Tag einplanen. Der Betreiber Ski Arlberg nennt für die günstigeren Wochen zu Saisonbeginn und Saisonende 80,50 Euro. In Ischgl und Samnaun kostet die reguläre Tageskarte für Erwachsene 83 Euro.

Anzeige

Deutschland: Zugspitze kostet an der Kasse 78 Euro

Auch deutsche Skigebiete haben ihre Tarife für den kommenden Winter veröffentlicht. Die Bayerische Zugspitzbahn verlangt für einen Tag auf der Zugspitze 78 Euro an der Kasse. Beim Onlinekauf beträgt der ausgewiesene Preis 70,50 Euro.

Im Skigebiet Garmisch-Classic kostet die Erwachsenen-Tageskarte 72 Euro vor Ort beziehungsweise 69 Euro online. Die neuen Wintertarife der Bayerischen Zugspitzbahn gelten ab dem 27. November 2026.

Die Oberstdorf-Kleinwalsertal Bergbahnen verlangen für das gesamte Skigebiet 72,90 Euro pro Erwachsenen und Tag. Zusätzlich fällt ein Pfand von drei Euro für die Chipkarte an. Ermäßigte Tarife sind unter anderem für Kinder, Jugendliche und bestimmte weitere Personengruppen vorgesehen.

Damit unterscheiden sich die Kosten bereits innerhalb Deutschlands deutlich. Entscheidend sind neben dem Standort auch die Größe des Skigebiets, die enthaltenen Anlagen sowie mögliche Onlineermäßigungen.

Südtirol: Dolomiti Superski verlangt 89 Euro

In Südtirol und den angrenzenden Dolomitenregionen erreichen die Tagespreise ebenfalls ein hohes Niveau. Für den überregionalen Skipass Dolomiti Superski zahlen Erwachsene in der Hauptsaison 89 Euro. In der Vor- und Nebensaison beträgt der reguläre Tagespreis 80 Euro.

Wer ausschließlich am Kronplatz Ski fahren möchte, bezahlt laut dem dortigen Skiverbund in der Hauptsaison 83 Euro. In der günstigeren Saisonzeit sind es 75 Euro. Der Hauptsaisontarif am Kronplatz liegt damit drei Euro über dem Vorjahreswert.

Der Dolomiti-Superski-Pass ermöglicht die Nutzung mehrerer Skigebiete und ist deshalb nicht unmittelbar mit einer Tageskarte für ein einzelnes Skigebiet vergleichbar.

Schweiz: Feste Tarife und unterschiedliche Saisonpreise

In der Schweiz zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Einige Skigebiete halten ihre Preise stabil, andere haben ihre Tarife erhöht. Zudem beeinflussen unterschiedliche Preis- und Buchungsmodelle die tatsächlichen Ausgaben.

In der Jungfrau Ski Region kostet eine Tageskarte für Erwachsene regulär 79 Schweizer Franken. Während bestimmter Ferienwochen werden 83 Franken verlangt. An Wochenenden gelten auch außerhalb der Hochsaison für Tageskarten die höheren Tarife.

Die Zermatt Bergbahnen weisen für den Winter 2026/27 einen Tagespreis ab 89 Schweizer Franken aus. Der Mindestpreis gilt jedoch nur in bestimmten Saisonabschnitten, in denen noch nicht alle Bereiche des Skigebiets geöffnet sind. Für den internationalen Skipass mit Zugang nach Cervinia beginnt der Preis bei 104 Franken.

Ein direkter Preisvergleich zwischen Euro- und Frankenbeträgen hängt zusätzlich vom Wechselkurs ab.

Zwei Skigebiete stellen ihren regulären Betrieb ein

Neben den steigenden Ticketpreisen gibt es auch bestätigte Schließungen. Im niederösterreichischen Skigebiet Unterberg wird der Liftbetrieb dauerhaft eingestellt. Das haben die Betreiber und die Gemeinde Muggendorf im September 2026 bekannt gegeben.

Als Gründe nennen sie anhaltend milde Winter und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten eines Skigebiets ohne künstliche Beschneiung. Der Unterberg soll weiterhin für Wanderungen und andere Aktivitäten in der Natur zugänglich bleiben.

Auch im schweizerischen Braunwald im Kanton Glarus endet der klassische Skibetrieb zur Saison 2026/27. Die Sportbahnen begründen ihre Entscheidung mit wirtschaftlichen Belastungen, veränderten klimatischen Bedingungen und einem Geschäftsmodell, das sich nach Unternehmensangaben nicht mehr ausreichend trägt.

Die Bergbahnen konzentrieren sich künftig auf andere touristische Angebote. Der Verzicht auf den klassischen Skibetrieb bedeutet daher nicht, dass sämtliche Anlagen grundsätzlich stillgelegt werden.

Ein anderes Beispiel liefert der Kranzberg bei Mittenwald. Dort war im Frühjahr zunächst ein Ende des familiengeführten Skibetriebs angekündigt worden. Inzwischen plant der Betreiber erneut eine Wintersaison. Die Liftanlagen sollen nach aktueller Ankündigung ab dem 19. Dezember 2026 öffnen, sofern die Schneelage es zulässt.

Neue Seilbahnen in Österreich, Südtirol und der Schweiz

Während einzelne Standorte aufgeben, werden in großen Skiregionen bestehende Anlagen modernisiert.

In Saalbach-Hinterglemm soll im November 2026 die neue Reiterkogelbahn fertiggestellt werden. Die bisherige Anlage wird durch eine Zehner-Gondelbahn ersetzt. Eine zusätzliche zweite Sektion ermöglicht künftig die direkte Fahrt bis zum Gipfel. Die geplante Förderleistung liegt bei 2.500 Personen pro Stunde.

Auch am Kronplatz in Südtirol entstehen neue Anlagen. Dazu gehören die Zehner-Kabinenbahn Kronplatz 1+2, die erneuerte Ruis-Bahn und ein neuer Achtersessellift mit der Bezeichnung Dolomiti. Für die Kronplatz-Bahn nennt der Betreiber eine geplante Kapazität von 3.250 Personen pro Stunde.

In Zermatt wird die bisherige Vierersesselbahn Patrullarve durch eine Sechsersesselbahn ersetzt. Die Anlage soll in der Wintersaison 2026/27 in Betrieb gehen. Anfang Oktober befand sich das Projekt nach Angaben der Zermatt Bergbahnen in der abschließenden Bauphase.

Frühzeitige Buchungen können Kosten senken

Für Wintersportler lohnt sich ein genauer Vergleich der verfügbaren Ticketarten. Mehrtagesskipässe, Familienangebote und Karten für die Vor- oder Nebensaison können die durchschnittlichen Kosten pro Skitag reduzieren.

Auch der Verkaufsweg spielt eine Rolle. Während einzelne Betreiber feste Onlineermäßigungen anbieten, unterscheiden andere ihre Tarife nach Reisezeitraum oder gewählter Gültigkeit.

Für die Urlaubsplanung zählt deshalb nicht nur der veröffentlichte Tagespreis. Wichtig ist ebenso, welche Liftanlagen enthalten sind, ob zusätzliche Gebühren anfallen und ob das gewünschte Skigebiet zum Reisezeitpunkt vollständig geöffnet sein soll.

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu