
Ein Brand im St. Marien-Hospital in Mülheim an der Ruhr hat am Dienstagmittag, 27. Oktober 2026, einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Zwei Menschen mussten aus dem Gebäude gerettet werden. Nach Angaben der Feuerwehr wurden insgesamt 13 Betroffene im Krankenhaus medizinisch versorgt. Das Feuer war nach 54 Minuten gelöscht. Warum es in dem Patientenzimmer brannte, war zunächst nicht bekannt.
Um 12.56 Uhr ging bei der Feuerwehr die Alarmierung aus dem Krankenhaus ein. Ausgelöst wurde sie durch die automatische Brandmeldeanlage. Bereits auf der Anfahrt stuften die Einsatzkräfte die Lage als Krankenhausbrand ein und ließen zusätzliche Unterstützung anrücken.
Als die Feuerwehr das Gebäude erreichte, trat Rauch aus einem Patientenzimmer aus. Damit bestätigte sich der Brandverdacht. Zwei Trupps mit Atemschutzgeräten gingen in das Gebäude und begannen mit den Löscharbeiten. Die ersten Maßnahmen konzentrierten sich auf die Brandbekämpfung und die Rettung von Menschen aus dem Gefahrenbereich.
Nach Angaben der Feuerwehr war der Brand 54 Minuten nach der Alarmierung gelöscht. Anschließend wurden weitere Kontrollen des Gebäudes vorgenommen. Wie stark das betroffene Zimmer beschädigt wurde und ob Rauch in angrenzende Räume gelangte, war am Nachmittag nicht näher beziffert.
Zwei Personen brachte die Feuerwehr aus dem Krankenhaus in Sicherheit. Eine von ihnen wurde über eine Drehleiter gerettet, die andere über das Treppenhaus. Zu ihrem Zustand und dazu, ob es sich um Patienten, Beschäftigte oder Besucher handelte, machte die Feuerwehr in ihrer ersten Mitteilung keine näheren Angaben.
Insgesamt wurden 13 Betroffene medizinisch betreut. Diese Zahl ist nicht mit einer bestätigten Zahl von Verletzten gleichzusetzen. Ob alle Betroffenen durch Rauch oder Feuer gesundheitlich beeinträchtigt wurden und wie schwer mögliche Verletzungen waren, blieb zunächst offen.
Im Verlauf des Einsatzes erhöhte die Feuerwehr zudem das Alarmstichwort auf einen sogenannten Massenanfall von Verletzten und Erkrankten. Die verwendete Alarmstufe war für eine Lage mit fünf bis zehn Patienten vorgesehen. Sie beschreibt die rettungsdienstliche Einsatzplanung, nicht die abschließend festgestellte Zahl verletzter Menschen.
Die Versorgung der 13 Betroffenen übernahm das St. Marien-Hospital selbst. Weitere Patientenverlegungen wegen des Feuers seien nicht erforderlich gewesen, erklärte die Feuerwehr. Damit musste die Klinik nach dem bis zum Nachmittag bekannten Stand keine Patienten in andere Krankenhäuser transportieren lassen.
Unklar blieb hingegen, wie viele Menschen vorsorglich innerhalb des Gebäudes ihre Zimmer oder Stationen verlassen mussten. Auch dazu, ob bestimmte Abteilungen, geplante Behandlungen oder Besuchsmöglichkeiten vorübergehend eingeschränkt waren, lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Aus dem Umstand, dass externe Verlegungen nicht nötig waren, lässt sich nicht ableiten, dass der gesamte Krankenhausbetrieb ohne Einschränkungen weiterlief.
Das St. Marien-Hospital ist ein Akutkrankenhaus der Contilia-Gruppe an der Kaiserstraße in Mülheim an der Ruhr. Es verfügt über verschiedene medizinische Fachbereiche und versorgt Patienten mit unterschiedlichen akuten und chronischen Erkrankungen.
An dem Einsatz waren zwei Löschzüge beteiligt. Hinzu kamen mehrere Führungskräfte, der Leitende Notarzt, ein weiterer Notarzt, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und vier Rettungswagen.
Während die Einsatzkräfte am Krankenhaus gebunden waren, stellte die Freiwillige Feuerwehr den Grundschutz im übrigen Stadtgebiet sicher. Damit blieb die Feuerwehr auch für weitere mögliche Notfälle einsatzbereit.
Der Einsatz hatte zudem Folgen außerhalb der Klinik. Rund um das Krankenhaus kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Ruhrbahn musste den Straßenbahnverkehr einstellen. Angaben zur genauen Dauer der Unterbrechung enthielt die erste Feuerwehrmitteilung nicht.
Auch Mülheims Oberbürgermeister Marc Buchholz und Feuerwehrleiter Sven Werner verschafften sich vor Ort einen Überblick über die Lage. Die Gesamtzahl der beteiligten Einsatzkräfte wurde zunächst nicht mitgeteilt.
Wie das Feuer in dem Patientenzimmer entstehen konnte, war am Dienstagnachmittag nicht geklärt. Zu den Umständen des Brandausbruchs gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Auch zu möglichen Ermittlungen der Polizei lag zunächst keine entsprechende Mitteilung vor.
Offen war ebenfalls, welche Gebäudebereiche durch den Brand oder den Rauch beschädigt wurden. Ob nach Abschluss der Kontrollen zusätzliche Maßnahmen erforderlich waren, ging aus den ersten Informationen der Feuerwehr nicht hervor.
Bei Bränden in Krankenhäusern besteht eine besondere Herausforderung darin, dass ein Teil der Patienten nur eingeschränkt mobil ist oder kontinuierlich medizinisch betreut werden muss. Rettungsmaßnahmen müssen deshalb sowohl die unmittelbare Gefahrenlage als auch die medizinischen Bedürfnisse der Betroffenen berücksichtigen.
Nach den Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe können Patienten bei akuter Gefahr zunächst innerhalb einer Etage in einen geschützten Gebäudebereich gebracht werden. Diese sogenannte horizontale Räumung unterscheidet sich von einer vollständigen Evakuierung des Krankenhauses.
Welche Schutz- und Räumungsmaßnahmen im St. Marien-Hospital im Einzelnen vorgenommen wurden, war zunächst nicht abschließend bekannt.
Fest stand am Nachmittag, dass das Feuer gelöscht war, zwei Menschen gerettet wurden und die medizinische Versorgung der 13 Betroffenen im Krankenhaus selbst erfolgte.
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