
Eintracht Frankfurt könnte bei der Suche nach einem neuen Sportvorstand vor einer Entscheidung stehen. Nach der Freistellung von Markus Krösche am 18. Oktober 2026 rückt Joti Chatzialexiou vom 1. FC Nürnberg in den Mittelpunkt. Der 50-Jährige gilt laut aktuellen Informationen der Bild-Zeitung und des Hessischen Rundfunks als Favorit. Eine Einigung gibt es bislang nicht. Der Nürnberger Zweitligist erklärte zudem, dass zwischen den beiden Vereinen noch kein Kontakt stattgefunden habe.
Die Suche nach einem Nachfolger für Markus Krösche hat sich am Mittwoch, 28. Oktober, weiter konkretisiert. Nach Informationen von Sky Sport stehen mit Joti Chatzialexiou und Marcel Schäfer nur noch zwei Kandidaten zur Auswahl. Schäfer ist derzeit als Sport-Geschäftsführer bei RB Leipzig tätig.
Sky-Reporter Florian Plettenberg berichtete um 12.37 Uhr, dass mit Chatzialexiou bereits Gespräche stattgefunden hätten. Daran sollen Frankfurts Vorstandsvorsitzender Axel Hellmann und Vertreter des Aufsichtsrats beteiligt gewesen sein.
Auch die hessenschau meldete am Nachmittag unter Berufung auf eigene Informationen, dass Chatzialexiou inzwischen die besten Aussichten auf den Posten habe. Der Hessische Rundfunk bestätigte ebenfalls entsprechende Gespräche mit dem Frankfurter Aufsichtsratsvorsitzenden Mathias Beck. Eine offizielle Entscheidung über die Nachfolge liegt allerdings noch nicht vor.
Der 1. FC Nürnberg reagierte auf die aktuellen Spekulationen um seinen Sportvorstand. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur erklärte der Verein am Mittwoch, dass es bislang keine Kontaktaufnahme zwischen Nürnberg und Eintracht Frankfurt gegeben habe.
Zugleich betonte der Zweitligist seine Zufriedenheit mit der bisherigen Arbeit von Chatzialexiou. Seit dessen Verpflichtung im Sommer 2024 habe sich die Entwicklung in seinem Verantwortungsbereich deutlich verbessert.
Dass sich andere Vereine mit dem Sportvorstand beschäftigten, wertete der FCN als Anerkennung seiner Leistungen. Die Nürnberger Stellungnahme lässt damit einerseits die Wertschätzung für Chatzialexiou erkennen, bestätigt andererseits aber keine laufenden Verhandlungen über einen Wechsel.
Die Aussagen schließen persönliche Gespräche zwischen Chatzialexiou und Frankfurter Verantwortlichen nicht grundsätzlich aus. Ein unmittelbarer Austausch mit einem Kandidaten ist von offiziellen Verhandlungen zwischen zwei Vereinen zu unterscheiden.
Bereits in der Vorwoche hatte Chatzialexiou gegenüber der Bild-Zeitung erklärt, dass es keine Vereinbarungen mit Eintracht Frankfurt gebe. Sein Fokus liege auf dem 1. FC Nürnberg. Diese frühere Aussage bezog sich auf den damaligen Stand.
Ein möglicher Wechsel wäre auch deshalb bemerkenswert, weil der 1. FC Nürnberg erst vor wenigen Monaten die weitere Zusammenarbeit mit seinem Sportvorstand vereinbart hatte.
Am 6. August 2026 gab der Verein bekannt, dass die Verträge sämtlicher drei Vorstandsmitglieder vorzeitig verlängert worden seien. Neben Chatzialexiou betraf dies Vorstandssprecher Niels Rossow und Finanzvorstand Stefan Heim. Der Aufsichtsrat hatte die Verlängerungen einstimmig beschlossen.
Eine genaue Laufzeit veröffentlichte Nürnberg damals nicht. Nach Angaben der hessenschau vom 28. Oktober steht Chatzialexiou noch bis Sommer 2028 unter Vertrag. Diese Laufzeit ist damit journalistisch berichtet, aber nicht durch eine entsprechende Laufzeitangabe in der offiziellen Mitteilung des FCN belegt.
Ob sein Vertrag eine Ausstiegsklausel enthält oder welche Ablösesumme bei einem vorzeitigen Abschied fällig werden könnte, war zunächst nicht bestätigt.
Joti Chatzialexiou wurde am 12. Februar 1976 in Frankfurt am Main geboren. Seine berufliche Laufbahn ist eng mit dem deutschen Fußball verbunden. Vor seinem Wechsel nach Nürnberg war er rund 20 Jahre in unterschiedlichen Funktionen für den Deutschen Fußball-Bund tätig.
Zuletzt arbeitete er beim DFB als Sportlicher Leiter der Nationalmannschaften. Zu seinem Verantwortungsbereich gehörten die Nationalmannschaften, Scouting und Analyse sowie die Talentförderung einschließlich der Nachwuchsleistungszentren.
Auch bei Eintracht Frankfurt sammelte Chatzialexiou bereits Erfahrungen. Zwischen 2001 und 2009 trainierte er verschiedene Jugendmannschaften des Bundesligisten. Die Verbindung zum Frankfurter Fußball besteht damit schon seit vielen Jahren.
Seit Juni 2024 trägt er beim 1. FC Nürnberg die sportliche Gesamtverantwortung. Dazu gehören die Profimannschaft, der Nachwuchsbereich und der Frauenfußball. Unter Trainer Miroslav Klose verfolgt der Traditionsverein das Ziel, sich sportlich weiterzuentwickeln und die Voraussetzungen für eine Rückkehr in die Bundesliga zu schaffen.
Eine wesentliche Veränderung gibt es auch bei einem weiteren bislang gehandelten Kandidaten. Christoph Spycher von den Young Boys Bern kommt nach übereinstimmenden Informationen von Sky Sport und hessenschau nicht mehr für die Nachfolge von Markus Krösche infrage.
Der frühere Frankfurter Bundesligaprofi war zunächst als besonders aussichtsreicher Bewerber gehandelt worden. Nach den aktuellen Angaben soll er jedoch bei den weiteren Überlegungen keine Rolle mehr spielen.
Spycher ist beim Schweizer Erstligisten Young Boys Bern in verantwortlicher sportlicher Funktion tätig und gehört dort auch dem Verwaltungsrat an. Zwischen 2005 und 2010 spielte er selbst für Eintracht Frankfurt.
Warum die Personalie inzwischen ausgeschieden sein soll, blieb zunächst offen. Eine offizielle Begründung der beteiligten Vereine lag dazu nicht vor.
Damit konzentriert sich die Suche laut Sky Sport und Hessischem Rundfunk derzeit auf Chatzialexiou und Marcel Schäfer.
Ausgangspunkt der Nachfolgesuche war die Entscheidung vom 18. Oktober 2026. An diesem Tag entsprach der Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball AG dem Wunsch von Markus Krösche nach einer sofortigen Freistellung.
Der damals 46-Jährige hatte den Verein seit 2021 als Sportvorstand geprägt. Zu den größten Erfolgen seiner Amtszeit gehörte der Gewinn der Europa League im Jahr 2022.
Krösche erklärte zu seinem Abschied, dass er sich nach mehreren intensiven Jahren eine berufliche Veränderung wünsche. Zugleich habe er den Eindruck gewonnen, dass auch der Verein von neuen Impulsen profitieren könne.
Der Aufsichtsrat stimmte seiner Freistellung einstimmig zu. Der ursprünglich bis zum 30. Juni 2028 laufende Vertrag besteht nach offiziellen Vereinsangaben in angepasster Form weiter. Weitere Einzelheiten dieser Vereinbarung veröffentlichte Eintracht Frankfurt nicht.
Nach Krösches Freistellung übernahm Axel Hellmann die Aufgaben des Sportvorstands vorübergehend. Gleichzeitig wurde der bisherige Vorstandssprecher zum Vorstandsvorsitzenden der Eintracht Frankfurt Fußball AG ernannt.
Auf einer Pressekonferenz am 22. Oktober hatte Hellmann erklärt, dass die neue Besetzung innerhalb weniger Wochen erfolgen solle. Über das Anforderungsprofil bestehe Einigkeit. Die endgültige Entscheidung sowie die genaue Ausgestaltung des Aufgabenbereichs seien Sache des Aufsichtsrats und des Hauptausschusses.
Am vergangenen Wochenende konkretisierte Hellmann die Suche. Nach seinen Angaben bestand zu diesem Zeitpunkt noch eine Gruppe von drei Kandidaten, mit denen weitere Gespräche vorgesehen waren. Namen nannte er öffentlich nicht.
Für Eintracht Frankfurt geht es um eine langfristige Besetzung einer Schlüsselposition. Der künftige Sportvorstand soll die sportliche Ausrichtung mitgestalten und Verantwortung für die Entwicklung des Profikaders übernehmen.
Der Verein will seine bisherige Arbeit grundsätzlich fortsetzen, zugleich aber seine Transferstrategie an wirtschaftliche Anforderungen anpassen. Auch die Förderung eigener Nachwuchsspieler soll stärker berücksichtigt werden.
Für den 1. FC Nürnberg hätte ein möglicher Abschied von Chatzialexiou ebenfalls erhebliche Bedeutung. Der Sportvorstand ist maßgeblich in die Entwicklung des aktuellen Kaders und die Zusammenarbeit mit Trainer Miroslav Klose eingebunden. Die erst im August beschlossene Vertragsverlängerung war ausdrücklich als Zeichen personeller Kontinuität gedacht.
Ob Chatzialexiou tatsächlich nach Frankfurt wechseln wird, ist weiterhin offen. Offiziell bestätigt sind die laufende Nachfolgesuche bei der Eintracht, die vorübergehende Zuständigkeit von Axel Hellmann und die vertragliche Bindung von Chatzialexiou an Nürnberg. Eine Entscheidung über den künftigen Frankfurter Sportvorstand wurde bis zum Mittwochnachmittag nicht bekanntgegeben.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu