
Der FC Bayern München arbeitet weiter an einer Vertragsverlängerung mit Harry Kane. Nach dem Gewinn des Ballon d’Or am Montag, 26. Oktober 2026, hat Vorstandschef Jan-Christian Dreesen den fortgeschrittenen Stand der Gespräche bestätigt. Nach Informationen von Sky Sport soll der englische Nationalstürmer bis 2029 in München bleiben. Eine offizielle Einigung oder Vertragsunterschrift wurde bislang allerdings nicht bekanntgegeben. Zugleich gibt es neue Informationen zu möglichen Bonuszahlungen an Kanes früheren Verein Tottenham Hotspur.
Die Vertragsverlängerung von Harry Kane gehört zu den wichtigen Personalentscheidungen des FC Bayern. Der 33 Jahre alte Mittelstürmer steht nach den offiziellen Vereinsangaben noch bis zum 30. Juni 2027 unter Vertrag. Diese Laufzeit hatte der deutsche Rekordmeister bereits bei seiner Verpflichtung am 12. August 2023 mitgeteilt.
Kane war damals von Tottenham Hotspur nach München gewechselt. Die englische Nationalmannschaft führt der gebürtige Londoner als Kapitän an. Bei den Bayern spielt er mit der Rückennummer neun.
Für den Transfer zahlte der FC Bayern eine erhebliche Ablöse. Die Nachrichtenagentur SID bezifferte diese am 28. Oktober 2026 auf 95 Millionen Euro. Sky Sport sprach von einem Transfer im Umfang von rund 100 Millionen Euro. Eine genaue Ablösesumme hatten die beteiligten Vereine bei der offiziellen Bekanntgabe des Wechsels nicht veröffentlicht.
Dass Bayern den Angreifer über seinen bestehenden Vertrag hinaus halten möchte, haben die Verantwortlichen inzwischen mehrfach öffentlich deutlich gemacht. Die endgültigen Vertragsbedingungen stehen jedoch noch nicht offiziell fest.
Am Mittwoch, 28. Oktober, äußerte sich Bayerns Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen in der Sport Bild zu den Verhandlungen mit Kane. Er zeigte sich zuversichtlich und erklärte, der Verein habe gute Gespräche geführt und befinde sich mittlerweile in der Detailarbeit.
Damit bestätigte Dreesen, dass die Gespräche weiter fortgeschritten sind. Einen bereits unterschriebenen Vertrag verkündete er allerdings nicht.
Auch Sportvorstand Max Eberl hatte sich zuletzt positiv geäußert. Noch am 16. Oktober widersprach er jedoch Berichten, wonach zwischen dem Verein und Kane bereits eine vollständige Einigung erzielt worden sei. Gegenüber Journalisten erklärte Eberl, dass es gute Gespräche gebe, bislang aber nichts zu verkünden sei.
Sportdirektor Christoph Freund hatte am 9. Oktober ebenfalls das Interesse der Bayern an einer längeren Zusammenarbeit bekräftigt. Der Klub wolle unbedingt mit Kane verlängern. Gleichzeitig betonte Freund, dass es zu diesem Zeitpunkt keinen neuen Verhandlungsstand gebe.
Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte zuvor ebenfalls seine Zuversicht ausgedrückt. Auch Kane selbst hatte im September erklärt, die Gespräche liefen gut und beide Seiten seien einer Verständigung nähergekommen.
Die Aussagen zeigen, dass sowohl der Verein als auch der Spieler eine Fortsetzung der Zusammenarbeit anstreben. Ein verbindlicher Abschluss lässt sich daraus jedoch noch nicht ableiten.
Nach Informationen von Sky Sport soll Kane einen neuen Vertrag bis zum Sommer 2029 erhalten. Über eine grundsätzliche Annäherung zwischen beiden Seiten hatten bereits im Oktober mehrere Medien berichtet.
Eine Verkündung vor der Ballon-d’Or-Verleihung am 26. Oktober war ebenfalls zeitweise erwartet worden. Dazu kam es jedoch nicht.
Sky Sport berichtete am 28. Oktober, dass weiterhin organisatorische Einzelheiten geklärt werden müssten. Beide Seiten strebten demnach an, die Verlängerung noch im Laufe des Jahres 2026 schriftlich abzuschließen.
Auch eine Vertragsunterschrift im Rahmen der für Samstag angekündigten Ehrung des Spielers in der Allianz Arena sei nach den Informationen des Senders derzeit nicht vorgesehen.
Diese zeitlichen Planungen und die mögliche Laufzeit bis 2029 sind bislang keine offiziell bestätigten Vertragsbedingungen. Der FC Bayern führt Kane weiterhin mit einem Vertragsende am 30. Juni 2027.
Neben den Gesprächen über Kanes Zukunft ist auch sein früherer Transfer von Tottenham Hotspur zum FC Bayern erneut Gegenstand aktueller Informationen.
Sky Sport berichtete am Mittwoch unter Berufung auf eigene Informationen, dass Tottenham beim Wechsel im Sommer 2023 keine Bonusklausel für einen späteren Ballon-d’Or-Gewinn vereinbart habe.
Demnach müsse der FC Bayern wegen Kanes Auszeichnung keine zusätzliche Zahlung an seinen früheren Verein leisten.
Auch n-tv griff diese Darstellung am 28. Oktober auf und verwies ausdrücklich auf die exklusiven Informationen von Sky Sport.
Eine unabhängige Bestätigung durch den FC Bayern oder Tottenham Hotspur lag zunächst nicht vor. Die vollständigen finanziellen Vertragsbedingungen des Transfers wurden von den Vereinen nicht veröffentlicht.
Nach Angaben von Sky Sport sollen allerdings andere erfolgsabhängige Bonusregelungen vereinbart worden sein. Dazu gehörten demnach Bedingungen im Zusammenhang mit nationalen Titeln und einem möglichen Gewinn der Champions League.
Welche konkreten Beträge dafür vorgesehen wurden und welche Zahlungen bereits ausgelöst wurden, geht aus den veröffentlichten Angaben nicht hervor.
Die angeblich fehlende Ballon-d’Or-Klausel betrifft ausschließlich eine mögliche zusätzliche Zahlung aus dem Transfer von 2023. Mit den derzeitigen Verhandlungen über Kanes neuen Spielervertrag ist sie nicht gleichzusetzen.
Harry Kane wurde am 26. Oktober 2026 in London erstmals mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird von France Football vergeben und seit 2024 gemeinsam mit der UEFA organisiert.
Der Engländer setzte sich bei der Wahl zum besten Fußballer des Jahres gegen Kylian Mbappé und Lamine Yamal durch. Nach Angaben des englischen Fußballverbandes erzielte Kane in der Saison 2025/26 insgesamt 73 Tore in 65 Spielen für den FC Bayern und die englische Nationalmannschaft.
Davon entfielen 61 Treffer auf seine 51 Pflichtspiele für Bayern München. Weitere zwölf Tore erzielte Kane für England.
Neben dem Ballon d’Or erhielt der Angreifer auch die Torjäger-Auszeichnung für die vergangene Saison. In der Bundesliga sicherte er sich zum dritten Mal in Folge die Torjägerkrone.
Kane ist zudem der erste Engländer seit Michael Owen im Jahr 2001, der den Ballon d’Or gewinnen konnte. Für den FC Bayern ist er der erste Preisträger seit Karl-Heinz Rummenigge im Jahr 1981.
Der FC Bayern hatte unmittelbar nach der Preisverleihung die Bedeutung des Erfolgs hervorgehoben.
Vorstandschef Dreesen würdigte insbesondere Kanes sportliche Leistungen und seine Persönlichkeit. Der Ballon-d’Or-Gewinn sei zugleich ein bedeutendes Signal für die Bundesliga, erklärte er in der offiziellen Vereinsmitteilung vom 26. Oktober.
Auch Sportvorstand Eberl betonte die Rolle des Stürmers innerhalb der Mannschaft. Kane übernehme Verantwortung auf dem Platz und in der Kabine und sei für andere Spieler eine wichtige Orientierung.
Sportdirektor Freund hob neben den zahlreichen Treffern ebenfalls Kanes spielerische Qualitäten und seine Bedeutung für jüngere Fußballer hervor.
Die sportliche Wertschätzung ist damit innerhalb der Vereinsführung deutlich. Eine längerfristige vertragliche Bindung über den Sommer 2027 hinaus bleibt dennoch Gegenstand der laufenden Gespräche.
Für den FC Bayern besteht bereits vor Ablauf des aktuellen Vertrags die Möglichkeit, mit dem Angreifer Planungssicherheit für die kommenden Spielzeiten zu schaffen. Nach den jüngsten Aussagen von Dreesen befinden sich die Verhandlungen in einer fortgeschrittenen Phase.
Ein konkreter Termin für die Unterschrift wurde bislang nicht offiziell genannt. Bis zu einer entsprechenden Bekanntgabe bleibt der bestehende Vertrag bis zum 30. Juni 2027 maßgeblich.
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