Kompany wieder zu Hause

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Vincent Kompany hat das Krankenhaus verlassen. Fünf Tage nach seinem Zusammenbruch auf dem Trainingsgelände des FC Bayern München wurde der 40 Jahre alte Cheftrainer am Mittwoch, 28. Oktober 2026, entlassen. Sportvorstand Max Eberl bestätigte außerdem die Diagnose einer Hirnhautreizung. Eine Rückkehr an die Seitenlinie ist damit noch nicht verbunden. Der Verein hat keinen festen Termin für die Wiederaufnahme der Arbeit genannt.

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Max Eberl bestätigt Hirnhautreizung

Eberl informierte am Mittwochabend vor dem DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Magdeburg im ARD-Interview über Kompanys Zustand. Dem Trainer gehe es angesichts der Umstände gut. Entscheidend sei, dass er das Krankenhaus habe verlassen können und seine Erholung nun zu Hause fortsetze. Bei den Untersuchungen sei eine Hirnhautreizung als Ursache für den gesundheitlichen Zwischenfall festgestellt worden.

Damit bestätigte der für den Sport verantwortliche Bayern-Vorstand die Diagnose erstmals öffentlich. Weitergehende Einzelheiten zu den medizinischen Befunden nannte Eberl nicht. Insbesondere sind mit dem Begriff Hirnhautreizung keine zusätzlichen Diagnosen oder Aussagen über mögliche Folgeerkrankungen belegt.

Eberl erklärte in der ARD zudem, dass für die Genesung zunächst Ruhe und Medikamente vorgesehen seien. Wie lange diese Phase dauern werde, ließ er offen. Eine medizinische Freigabe ist Voraussetzung dafür, dass Kompany seine Aufgaben wieder vollständig übernimmt.

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Zusammenbruch am 23. Oktober

Der Vorfall ereignete sich am Freitag, 23. Oktober, auf dem Trainingsgelände des FC Bayern. Kompany beobachtete nach Angaben des Vereins eine Einheit der zweiten Mannschaft, als er zusammenbrach. Der Klub veröffentlichte noch am selben Abend um 18.15 Uhr eine Mitteilung, nach der der Trainer im Krankenhaus untersucht und medizinisch betreut werde.

Ein Tag später, am Samstag, bezeichnete Eberl Kompanys Zustand bei einem Pressetermin als stabil. Zugleich erklärte er, dass weitere Untersuchungen nötig seien, bevor die Ursache des Vorfalls und die voraussichtliche Erholungszeit eingeordnet werden könnten. Die Aufgaben des Cheftrainers übernahm in dieser Zeit das bestehende Trainerteam.

Am Dienstag, 27. Oktober, berichtete Co-Trainer Aaron Danks bei der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel, er habe Kompany am Montag im Krankenhaus besucht. Sein Eindruck sei positiv gewesen und der Trainer erhole sich. Eine gesicherte Diagnose oder einen Termin für die Rückkehr konnte Danks zu diesem Zeitpunkt noch nicht nennen. Erst einen Tag später machte Eberl die Entlassung und die Diagnose öffentlich.

Rückkehr weiterhin ohne festen Termin

Schon am 24. Oktober hatte Eberl darauf hingewiesen, dass beim Ausfall des Cheftrainers eher mit Wochen als mit wenigen Tagen zu rechnen sei. In einer vom FC Bayern veröffentlichten Zusammenfassung seiner Aussagen heißt es wörtlich: „Wir werden nicht von Tagen reden, sondern von Wochen.“

Der Verein werde bewusst keinen zeitlichen Druck aufbauen. Diese Haltung bekräftigte der Sportvorstand nach dem Pokalspiel am Mittwochabend. Auf eine Frage von SPORT1 erklärte er, man werde den Zustand von Tag zu Tag betrachten und keinen festen Zeitkorridor festlegen.

Die Krankenhausentlassung bedeutet folglich nicht, dass Kompany bereits wieder am Trainingsbetrieb beteiligt ist oder in den nächsten Tagen auf die Trainerbank zurückkehren kann. Entscheidend für den Zeitpunkt seiner Rückkehr ist nach Eberls Darstellung die Einschätzung der behandelnden Ärzte.

Auch Danks unterstrich nach dem Pokalspiel, dass es keinen Zeitplan gebe. Der Trainer müsse sich weiter erholen und erhalte dafür die notwendige Zeit. Eine konkrete Dauer der Behandlung oder ein bestätigtes Datum für sein Comeback wurden nicht genannt.

Berichte über eine längere Pause

Für die kommenden Spiele gibt es dennoch Einschätzungen zu einer möglichen Ausfalldauer. Sky berichtete am 26. Oktober, Kompany werde voraussichtlich auch gegen Borussia Dortmund, Atlético Madrid und den 1. FSV Mainz 05 fehlen. Die anschließende Länderspielpause im November könnte demnach zusätzlich für seine Erholung genutzt werden.

Die Sport Bild schrieb am 28. Oktober ebenfalls, dass Kompany mindestens bis zur Länderspielpause nicht an der Seitenlinie stehen werde. Einen Wiedereinstieg zum ersten Spiel danach, am 20. November gegen den 1. FC Köln, stellte aber auch dieser Bericht nicht als gesichert dar.

Die konkreten Spielausfälle und der mögliche Zeitpunkt nach der Länderspielpause sind damit Einschätzungen der genannten Medien, keine verbindliche Rückkehrplanung des FC Bayern. Eberls jüngste Aussagen enthalten ausdrücklich kein Enddatum für die Pause.

Aaron Danks übernimmt weiter

Solange Kompany ausfällt, leitet Co-Trainer Aaron Danks die Mannschaft gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern des Trainerstabs. Der Engländer betreute die Bayern bereits am Sonntag, 25. Oktober, beim 3:1-Auswärtssieg gegen den SC Freiburg.

Auch beim DFB-Pokalspiel am Mittwoch gegen den 1. FC Magdeburg stand er in der Verantwortung. Die Münchner gewannen mit 6:1 und erreichten das Achtelfinale.

Der FC Bayern setzt damit auf eine interne Vertretung. Eberl hatte bereits nach dem ersten Spiel ohne Kompany erklärt, dass es keinen Anlass gebe, den Trainerstab personell zu verändern. Neben Danks gehören unter anderem René Marić, Floribert N’Galula und Daniel Fradley zum Team. Eine zusätzliche Verpflichtung für die Dauer der Abwesenheit ist nicht vorgesehen.

FC Bayern vor Dortmund-Spiel

Am Samstag, 31. Oktober, steht für die Münchner das Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund an. Der Anpfiff ist für 18.30 Uhr angesetzt. Nach dem derzeitigen Stand übernimmt Danks auch dort die Betreuung an der Seitenlinie.

Anschließend folgen für den deutschen Rekordmeister weitere wichtige Begegnungen, darunter das Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid am 3. November und die Bundesligapartie beim 1. FSV Mainz 05 am 7. November.

Für Kompany steht zunächst die Erholung im Vordergrund. Die Entlassung aus dem Krankenhaus und die inzwischen mitgeteilte Diagnose sind die entscheidenden neuen Entwicklungen. Wann der Belgier wieder selbst das Training leitet, bleibt dagegen offen.

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