
Bei einem Großbrand in einem Baumarkt in Wedel im Kreis Pinneberg hat das Feuer in der Nacht zu Donnerstag eine Außenhalle zerstört und eine angrenzende Sporthalle erfasst. 21 Menschen mussten vorsorglich ihre Wohnhäuser verlassen. Mehr als 150 Feuerwehrkräfte waren zeitweise im Einsatz. Am frühen Donnerstagmorgen arbeiteten weiterhin Einsatzkräfte daran, verbliebene Brandstellen zu löschen. Nach Angaben der Feuerwehr gab es keine Verletzten. Die Ursache des Feuers und die Schadenshöhe waren zunächst unbekannt.
Der Einsatz begann am Mittwoch, 4. November 2026, gegen 23.10 Uhr. Schauplatz war ein Baumarkt an der Rissener Straße in Wedel, westlich von Hamburg. Die Feuerwehr rückte zunächst mit Einheiten aus Wedel, Pinneberg und Holm an. Später wurden Kräfte aus Elmshorn hinzugezogen. Noch in der Nacht entwickelte sich der Brand zu einem Großeinsatz, weil sich die Flammen nicht auf die ursprünglich betroffene Halle beschränkten.
Die Feuerwehr bestätigte, dass das Feuer auf eine benachbarte Sporthalle übergegriffen hatte. Wegen der engen Bebauung bestand zugleich die Gefahr, dass weitere Gebäude erfasst werden könnten. Um eine zusätzliche Ausbreitung zu verhindern, bekämpften die Einsatzkräfte das Feuer von mehreren Seiten. Auch mehrere Drehleitern kamen zum Einsatz. Die Löscharbeiten verteilten sich auf verschiedene Straßen rund um den Gebäudekomplex. In einer Meldung gegen 1.54 Uhr erklärte der Kreisfeuerwehrverband Pinneberg, dass es gelungen sei, die Ausbreitung der Flammen zu verlangsamen.
Die Gefahr für benachbarte Gebäude hatte unmittelbare Folgen für die Anwohner. Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes mussten 21 Menschen ihre Wohnhäuser vorübergehend verlassen. Damit sollten die Bewohner vor einer möglichen weiteren Ausbreitung des Feuers geschützt werden.
Am Donnerstagmorgen hatte sich die Situation für die Betroffenen bereits verbessert. Nach Angaben der Feuerwehr konnten die meisten Menschen inzwischen in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Lediglich eine Wohnung sollte im Laufe des Tages noch einmal überprüft werden. Einzelheiten zum Zustand dieser Wohnung lagen zunächst nicht vor.
Schon kurz nach Beginn des Einsatzes hatte die Feuerwehr eine Warnung für die Bevölkerung veranlasst. Um 23.27 Uhr wurde das Modulare Warnsystem aktiviert. Darüber verbreiteten die zuständigen Stellen unter anderem über die Warn-App NINA Hinweise für die Menschen in Wedel. Hintergrund war die starke Rauchentwicklung bei dem Feuer.
Die Feuerwehr forderte die Bevölkerung auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Die Warnung bezog sich nach der Mitteilung des Kreisfeuerwehrverbandes auf das gesamte Stadtgebiet. Über eine mögliche Aufhebung der Warnung lagen am frühen Morgen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Die Auswirkungen des Brandes beschränkten sich damit nicht auf das unmittelbare Gelände des Baumarktes. Auch Menschen außerhalb des Einsatzbereichs wurden aufgefordert, sich vor dem Rauch zu schützen.
Im Verlauf des Feuers brannte die Außenhalle des Baumarktes vollständig aus und stürzte ein. Nach Angaben der Feuerwehr waren auf dem Gelände Gasflaschen gelagert. Einige davon explodierten unter der Hitzeeinwirkung während der Brandbekämpfung. Dabei kam es mehrfach zu kleineren Explosionen.
Trotz der schwierigen Einsatzbedingungen meldete die Feuerwehr keine Verletzten. Die Explosionen geben keinen gesicherten Hinweis darauf, wie das Feuer entstanden ist. Bestätigt ist, dass die Gasflaschen während des bereits laufenden Brandes von der Hitze betroffen waren.
Zum genauen Ausmaß der Schäden an der angrenzenden Sporthalle gab es zunächst keine bestätigten Angaben. Fest stand jedoch, dass das Feuer den benachbarten Gebäudekomplex erreicht hatte.
In der Nacht waren zeitweise mehr als 150 Feuerwehrleute aus vier freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Am frühen Donnerstagmorgen hatte sich die Zahl nach Angaben des NDR auf etwa 45 Einsatzkräfte der Feuerwehr Wedel reduziert. Die Brandbekämpfung war damit noch nicht beendet.
Ein Feuerwehrsprecher ging am Morgen davon aus, dass die Einsatzkräfte voraussichtlich bis in den späten Vormittag an der Rissener Straße arbeiten müssten. Besonders die Nachlöscharbeiten seien aufwendig. Eine verbindliche Zeit für das Ende des Einsatzes gab es zunächst nicht.
Der Baumarktbrand in Wedel beschäftigte die Einsatzkräfte damit über die gesamte Nacht hinaus. Während die meisten evakuierten Bewohner bereits zurückkehren konnten, dauerten die Arbeiten an den betroffenen Gebäuden weiter an.
Wie das Feuer entstanden ist, war am Donnerstagmorgen ungeklärt. Der Kreisfeuerwehrverband Pinneberg hatte bereits in der Nacht erklärt, weder zur Brandursache noch zur Höhe des Sachschadens Angaben machen zu können. Diese Fragen blieben zunächst offen.
Die vollständig zerstörte Außenhalle und der Übergriff auf die Sporthalle belegen erhebliche bauliche Auswirkungen des Feuers. Eine konkrete Schadenssumme war jedoch nicht bestätigt. Ebenso fehlten zunächst Angaben dazu, in welchem Umfang der Baumarkt und die benachbarte Sporthalle nach dem Brand nutzbar sein würden.
Auch zur weiteren Untersuchung der Brandentstehung lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor. Für die Einsatzkräfte stand am Morgen weiterhin im Vordergrund, verbliebene Brandstellen abzulöschen und die betroffenen Gebäude zu überprüfen. Wann die Löscharbeiten endgültig abgeschlossen sein würden, blieb zunächst offen.
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