Moderna meldet ersten Quartalsgewinn seit 2024 und hebt Prognose an

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der US-Impfstoffhersteller Moderna hat im dritten Quartal 2026 erstmals seit 2024 wieder einen Gewinn erzielt. Gleichzeitig hob das Biotechnologieunternehmen seine Umsatzprognose für das laufende Jahr deutlich an. Vor allem höhere Verkäufe von Corona-Impfstoffen auf internationalen Märkten und gesunkene Forschungsausgaben verbesserten das Ergebnis. Die Moderna-Aktie legte am Freitag, 6. November 2026, an der Wall Street deutlich zu.

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Moderna erzielt 162 Millionen Dollar Quartalsgewinn

Der Quartalsgewinn von Moderna lag bei 162 Millionen US-Dollar. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Nettoverlust von 200 Millionen Dollar ausgewiesen. Das Ergebnis verbesserte sich damit innerhalb eines Jahres um 362 Millionen Dollar.

Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 29 Prozent auf 1,313 Milliarden Dollar. Ein Jahr zuvor waren es 1,016 Milliarden Dollar gewesen. Damit übertraf Moderna auch die Erwartungen der Analysten, die laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG durchschnittlich mit rund 885 Millionen Dollar gerechnet hatten. Der verwässerte Gewinn je Aktie lag bei 0,38 Dollar, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 0,51 Dollar je Aktie angefallen war.

Corona-Impfstoffe sorgen für höhere Einnahmen

Wesentlichen Anteil an der Umsatzsteigerung hatten die internationalen Verkäufe von Corona-Impfstoffen. Besonders Auslieferungen im Rahmen längerfristiger staatlicher Partnerschaften unterstützten nach Unternehmensangaben das Geschäft. In den USA erzielte Moderna einen Umsatz von 780 Millionen Dollar, auf die internationalen Märkte entfielen weitere 533 Millionen Dollar.

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Gleichzeitig gingen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zurück. Sie lagen im dritten Quartal bei 583 Millionen Dollar und damit rund 27 Prozent unter dem Vorjahreswert von 801 Millionen Dollar. Moderna führte die Entwicklung unter anderem auf geringere Kosten nach dem Abschluss einzelner klinischer Studien und weitere Einsparungen zurück.

Moderna hebt Umsatzprognose für 2026 deutlich an

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Moderna nun ein Umsatzwachstum zwischen 15 und 25 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen mit einem Anstieg von höchstens zehn Prozent gerechnet. Die Prognose für die Forschungs- und Entwicklungsausgaben wurde gleichzeitig von rund 2,9 Milliarden auf etwa 2,7 Milliarden Dollar reduziert.

Auch die erwarteten liquiden Mittel und Finanzanlagen zum Jahresende korrigierte Moderna nach oben. Statt bisher 4,7 bis 5,2 Milliarden Dollar rechnet der Konzern nun mit 8,1 bis 8,3 Milliarden Dollar. Zu dieser Verbesserung tragen neben der Geschäftsentwicklung auch Einnahmen aus einer Finanzierung über Wandelanleihen bei.

Trotz des jüngsten Quartalsgewinns bleibt die finanzielle Entwicklung des Unternehmens insgesamt herausfordernd. In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 lag der Nettoverlust noch bei rund 1,96 Milliarden Dollar.

Moderna-Aktie steigt nach den Geschäftszahlen deutlich

An der New Yorker Börse reagierten Anleger positiv auf die veröffentlichten Zahlen. Nach Angaben von dpa-AFX in einer Meldung vom 6. November 2026 um 19:35 Uhr MEZ notierte die Moderna-Aktie bei rund 258 US-Dollar und damit etwa sieben Prozent über dem Vortagesniveau.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte die Aktie stark zugelegt. Ein wichtiger Auslöser waren positive klinische Studienergebnisse zu einer gemeinsam mit dem Pharmakonzern Merck entwickelten individualisierten Krebstherapie. Das auf mRNA-Technologie basierende Präparat Intismeran wird unter anderem zur Behandlung bestimmter Melanompatienten untersucht. Eine Marktzulassung steht noch aus.

Für Moderna ist die Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Das Unternehmen hatte während der Corona-Pandemie hohe Einnahmen erzielt, war nach dem Rückgang der Impfstoffnachfrage jedoch wieder in die Verlustzone geraten. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen eine Verbesserung des laufenden Geschäfts, während die angestrebte Erweiterung des Produktportfolios weiterhin von klinischen Ergebnissen und Zulassungsentscheidungen abhängt.

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