
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B300 im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm sind am Samstag, 7. November 2026, zwei Menschen schwer verletzt worden. Insgesamt sechs Fahrzeuge waren an mehreren aufeinanderfolgenden Kollisionen beteiligt. Die Bundesstraße blieb über Stunden vollständig gesperrt. Nach Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden von rund 175.000 Euro.
Der Unfall auf der B300 bei Pörnbach ereignete sich kurz nach 14 Uhr zwischen der Abzweigung nach Pörnbach und der Einmündung der B13 in Richtung Ingolstadt. Ausgangspunkt war nach bisherigen Erkenntnissen ein Auto, das auf die Gegenfahrbahn geriet. Anschließend kam es zu mehreren Zusammenstößen und Ausweichmanövern. Die genaue Ursache ist weiterhin ungeklärt.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei war eine 30-jährige Autofahrerin mit einem Peugeot in Richtung Augsburg unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet ihr Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß sie zunächst mit dem BMW eines 52-jährigen Autofahrers zusammen, der in Richtung Regensburg fuhr.
Der BMW geriet durch den Aufprall ins Schleudern und kam am rechten Fahrbahnrand zum Stillstand. Gleichzeitig wurden Fahrzeugteile über die Straße geschleudert. Diese trafen einen VW-Bus, mit dem eine 28-jährige Frau unterwegs war, und beschädigten das Fahrzeug.
Der Peugeot bewegte sich nach der ersten Kollision weiter über die Fahrbahn. Anschließend stieß er frontal mit dem Mercedes eines 66-jährigen Autofahrers zusammen, der ebenfalls in Richtung Regensburg unterwegs war.
Damit war die Unfallfolge noch nicht beendet. Ein nachfolgender Transporter, den ein 41-jähriger Mann steuerte, prallte gegen das Heck des Mercedes. Dieser drehte sich mehrfach, verließ die Fahrbahn und blieb schließlich auf der Seite liegen. Auch der Transporter kam von der Straße ab und landete am unteren Ende einer Böschung.
Ein weiterer Autofahrer versuchte, dem Unfallbereich auszuweichen. Der 20-Jährige verlor dabei ebenfalls die Fahrbahn und kam mit seinem Mercedes auf einem angrenzenden Feld zum Stehen.
Insgesamt waren damit sechs Fahrzeuge in das Unfallgeschehen verwickelt. Nicht alle wurden unmittelbar durch einen Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug beschädigt. Ein Wagen wurde von umherfliegenden Teilen getroffen, während ein weiterer Fahrer bei einem Ausweichmanöver von der Straße abkam.
Die verschiedenen Kollisionen erstreckten sich auf einen größeren Bereich der Bundesstraße. Mehrere Fahrzeuge standen nach dem Unfall außerhalb der eigentlichen Fahrbahn. Für die Rettungskräfte bedeutete dies, dass sie mehrere beschädigte Fahrzeuge und unterschiedliche Unfallpositionen berücksichtigen mussten.
Besonders schwer verletzt wurden die 30-jährige Peugeotfahrerin und der 66-jährige Mercedesfahrer. Die Frau war nach dem Unfall in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Feuerwehrleute mussten technische Rettungsgeräte einsetzen, um sie aus dem Wagen zu befreien.
Anschließend wurde die Schwerverletzte mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Ingolstadt gebracht. Der 66-Jährige konnte zuvor von Ersthelfern aus seinem beschädigten Fahrzeug befreit werden. Auch er erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach München geflogen.
Zu den konkreten Verletzungen und zum weiteren Gesundheitszustand der beiden Menschen lagen zunächst keine näheren Angaben vor. Auch eine Einschätzung zur Dauer ihrer medizinischen Behandlung wurde nicht veröffentlicht.
Nach der späteren ausführlichen Darstellung der Polizei blieben die übrigen Unfallbeteiligten unverletzt.
Der Unfall führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die B300 wurde im betroffenen Abschnitt in beide Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Neben der Versorgung der Verletzten mussten die Einsatzkräfte mehrere Fahrzeuge bergen und die Fahrbahn von Trümmerteilen befreien.
Für die Unfallaufnahme und die anschließenden Aufräumarbeiten blieb die Strecke bis etwa 21.45 Uhr gesperrt. Damit war die wichtige Verkehrsverbindung in der Region über mehrere Stunden nicht passierbar.
Vier der sechs beteiligten Fahrzeuge waren so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Den gesamten Sachschaden schätzte die Polizei auf rund 175.000 Euro. Die Summe bezieht sich auf die beschädigten Fahrzeuge und stellt eine erste polizeiliche Schätzung dar.
An der Unfallstelle waren insgesamt 71 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Beteiligt waren die Feuerwehren aus Hohenwart, Tegernbach, Pörnbach, Weichenried, Freinhausen und Reichertshofen. Hinzu kamen Rettungsdienst, Polizei und zwei Rettungshubschrauber.
Die Ursache für das Abkommen des Peugeot auf die Gegenfahrbahn ist noch nicht geklärt. Weshalb die 30-jährige Fahrerin die ursprünglich befahrene Fahrspur verließ, geht aus den bisherigen Angaben nicht hervor.
Die Staatsanwaltschaft ordnete deshalb ein Gutachten an. Ein Sachverständiger wurde zur Unfallstelle hinzugezogen, um den Ablauf der verschiedenen Kollisionen zu untersuchen.
Dabei steht insbesondere die Frage im Raum, wie es zu dem ersten Zusammenstoß kam und wie sich die anschließenden Fahrzeugbewegungen entwickelten. Die bisherigen Feststellungen beschreiben den Ablauf, erlauben jedoch noch keine abschließende Beurteilung der Unfallursache.
Der Unfall ereignete sich auf einem Abschnitt der B300, auf dem dem Verkehr in einer Fahrtrichtung zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Der Peugeot geriet nach den bisherigen Erkenntnissen aus seiner Fahrtrichtung in den entgegenkommenden Verkehr.
Ob technische Umstände, ein Fahrfehler oder andere Faktoren zu dem Unfall beitrugen, war zunächst nicht bekannt. Weitere Ergebnisse der Unfalluntersuchung lagen am Sonntagvormittag nicht vor.
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