
Münster. Nach der Fernwärmestörung zwischen den Feiertagen in Teilen von Münster haben die Stadtwerke Münster ausführlich Stellung genommen. Demnach waren rund 500 Fernwärmeanschlüsse in Rumphorst und Coerde von einer eingeschränkten Versorgung betroffen. Die Stadtwerke betonen, dass es sich nicht um einen vollständigen Ausfall gehandelt habe und die Versorgung am 27. Dezember wieder vollständig hergestellt worden sei. Zugleich kündigen sie weitere Arbeiten an der betroffenen Leitung an.
Nach Angaben der Stadtwerke war die Fernwärmeleitung am Hohen Heckenweg bereits Anfang November von einer Störung betroffen, die damals provisorisch behoben werden konnte. Am 25. Dezember sei es im Bereich Hoher Heckenweg 184 erneut zu einem Dampfaustritt aus dem Erdboden gekommen. Mitarbeitende der Stadtnetze Münster sowie ein beauftragtes Bauunternehmen hätten daraufhin eine Undichtigkeit in der Fernwärmeleitung lokalisiert.
Angesichts der kalten Witterung und der Feiertage habe für die Einsatzkräfte im Vordergrund gestanden, die Auswirkungen auf die betroffenen Haushalte möglichst gering zu halten. Die eingeschränkte Versorgung sei in Haushalten in Rumphorst und Coerde spätestens am Morgen des 27. Dezember durch niedrigere Warmwassertemperaturen und eine geringere Heizleistung spürbar gewesen.
Nach Darstellung der Stadtwerke wurde die Fernwärmeversorgung am 27. Dezember gegen 17 Uhr wieder vollständig hergestellt. In der Folge habe es jedoch einige Zeit gedauert, bis alle angeschlossenen Warmwasserspeicher und Wohnräume wieder spürbar erwärmt gewesen seien. Dies könne dazu geführt haben, dass die Einschränkungen in einzelnen Haushalten auch nach der eigentlichen Wiederinbetriebnahme noch wahrgenommen worden seien.
Betroffen waren laut Stadtwerken rund 500 Fernwärmeanschlüsse. Diese Zahl lasse sich jedoch nicht direkt in Haushalte umrechnen, da insbesondere Mehrfamilienhäuser über jeweils einen Anschluss versorgt würden.
Gemeinsam halten wir unabhängige Nachrichten frei zugänglich. Was es dir wert ist, entscheidest du.
Zur Kritik an der Informationslage erklären die Stadtwerke, dass während der Störung laufend über die Leitstelle sowie mit Störungsmeldungen auf den Startseiten der Stadtwerke und der Stadtnetze informiert worden sei. Die Leitstelle sei an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr telefonisch erreichbar.
Gleichzeitig räumen die Stadtwerke ein, dass sie sich aktuell intensiv mit der Frage beschäftigen, wie die Informationsformate im Störungsfall verbessert oder ergänzt werden können. Die Einschränkungen für die betroffenen Haushalte bedauere man ausdrücklich, insbesondere mit Blick auf die niedrigen Temperaturen und die Weihnachtszeit.
Die betroffene Leitung steht nach Angaben der Stadtwerke weiterhin unter enger Beobachtung. Folgearbeiten seien notwendig. Derzeit liefen Planungen, um die Rohrleitungen am Hohen Heckenweg schnellstmöglich zu ersetzen. Wann und in welcher Form diese Bauarbeiten umgesetzt werden können, stehe derzeit noch nicht fest.
Üblicherweise würden umfangreiche Reparaturen an der Wärmeversorgung in den wärmeren Monaten durchgeführt, um die Auswirkungen für die Haushalte gering zu halten. Da es sich jedoch um eine akute Störung handele, solle am Hohen Heckenweg möglichst zeitnah mit den Arbeiten begonnen werden.