
An vielen Schulen in Nordrhein-Westfalen könnte es am Mittwoch, 21. Januar, zu Einschränkungen im Unterricht kommen. Grund dafür sind angekündigte Warnstreiks angestellter Lehrkräfte. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft Beschäftigte des Landes NRW zu Arbeitsniederlegungen auf. Betroffen sind vor allem Lehrkräfte im Angestelltenverhältnis, da verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer nicht streiken dürfen.
Nach Angaben der Gewerkschaft sind Aktionen unter anderem in Münster, Gelsenkirchen und Köln vorgesehen. Auch in der Region Bonn, Rhein-Sieg und Euskirchen sind Versammlungen geplant. Für Eltern und Schülerinnen und Schüler bedeutet das: In zahlreichen Schulen ist mit Ausfällen oder verkürztem Unterricht zu rechnen. Ob einzelne Standorte besonders stark betroffen sind, hängt vom Anteil angestellter Lehrkräfte ab.
Auslöser sind die laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder. In der aktuellen Tarifrunde 2025/26 blieben die Gespräche in der zweiten Verhandlungsrunde ohne Ergebnis. Um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen, setzen die Gewerkschaften nun auf regionale Warnstreiks. Neben der GEW beteiligt sich auch ver.di an den Forderungen.
Kern der Auseinandersetzung ist der Tarifvertrag der Länder (TV-L). Die Gewerkschaften verlangen eine Entgelterhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat. Zusätzlich fordern sie eine Weiterentwicklung der Entgeltordnung, insbesondere für angestellte Lehrkräfte, deren Eingruppierung seit Jahren kritisiert wird.
Auf Arbeitgeberseite verhandelt die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für die Bundesländer. In Nordrhein-Westfalen gibt es laut GEW rund 40.000 tarifbeschäftigte Lehrkräfte. Die Mehrheit der Lehrkräfte ist zwar verbeamtet, doch gerade an vielen Schulen sichern angestellte Pädagoginnen und Pädagogen den laufenden Betrieb.
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