
Kreis Steinfurt/NRW. Ein lauter Knall reißt am frühen Freitagmorgen die Stille am Bahnhof Lienen-Kattenvenne. Kurz vor 5 Uhr hören Zeugen eine Explosion, wenig später steigt weißer Rauch im Bereich des Bahnsteigs auf. Augenzeugen berichten zudem, dass unmittelbar danach ein weißer Audi Avant zügig vom Bahnhof in Richtung Bahnhofstraße davongefahren sei.
Der Fahrkartenautomat am Bahnsteig 2 in Fahrtrichtung Münster wurde durch die Sprengung vollständig zerstört. Ob die Täter Bargeld erbeuten konnten, ist nach Angaben der Polizei bislang unklar. Der entstandene Sachschaden konnte zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme noch nicht beziffert werden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Der Vorfall in Lienen-Kattenvenne steht nicht für sich. In den vergangenen Wochen kam es im Münsterland und im weiteren Umfeld zu mehreren vergleichbaren Taten an Bahnhöfen und Haltepunkten.
Am 30. Januar 2026 wurde am Haltepunkt Münster-Albachten ein Fahrkartenausgabeautomat gesprengt. Der Automat wurde dabei vollständig zerstört, auch hier war zunächst unklar, ob die Täter Geld erbeuteten.
Bereits an Heiligabend 2025 schlugen Unbekannte am Bahnhof Mesum zu. In der Nacht kam es dort zu einer Sprengung eines Fahrkartenautomaten. Die Polizei leitete Ermittlungen ein und suchte nach Zeugen, der Sachschaden war erheblich.
Ein weiterer Fall wurde im Januar 2026 aus Dorsten gemeldet. Dort wurde ein DB-Ticketautomat durch eine Sprengung massiv beschädigt. Nach Angaben der Polizei gingen die Täter in diesem Fall offenbar ohne Beute davon.
Auch über die NRW-Grenze hinaus gab es zuletzt einen ähnlichen Vorfall. Am Bahnhof Natrup Hagen wurde im Januar ein Ticketautomat durch eine Explosion komplett zerstört. Als mögliches Tatmittel wurde ein pyrotechnischer Gegenstand genannt.
Ob zwischen den einzelnen Taten ein direkter Zusammenhang besteht, ist derzeit nicht bestätigt. Auffällig ist jedoch die zeitliche Nähe sowie die ähnliche Vorgehensweise an Bahnhöfen und Haltepunkten. Solche Parallelen werden von den Ermittlungsbehörden regelmäßig ausgewertet, sobald sich entsprechende Muster abzeichnen.
Im aktuellen Fall von Lienen-Kattenvenne bittet die Polizei weiterhin um Hinweise. Wer in den frühen Morgenstunden verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zu dem flüchtenden Fahrzeug machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Lengerich unter der Telefonnummer 05481/9337-4515 zu melden.
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