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Amazon Freevee: Gute Filme für lau

Mann schaut Film auf Amazon Freevee.
Foto: Mohamed Hassan

Für euch ist in dieser Woche kein passendes Event in unserem Veranstaltungskalender dabei? Dann macht euch doch einen entspannten Filmabend zuhause. Wir empfehlen euch in jeder Woche die besten Filme und Serien, die ihr komplett kostenlos auf Amazon anschauen könnt. Ihr braucht dazu nur ein Konto bei Amazon.

Der Nachteil: Die Filme und Serienfolgen haben mehrere 30 bis 60 Sekunden lange Werbeunterbrechungen.

Die Vorteile: Viele gute Filme, keine Kosten und die Werbeblöcke kann man für Handypausen nutzen. So gibt es auch keinen Streit darüber, ob man während des Films aufs Handy schauen darf oder nicht. Die Anzahl der Werbespots liegt zudem weit unter dem, was man von Fernsehfilmen gewohnt ist. Die Freevees sind in dieser Hinsicht sogar konsumentenfreundlicher als das normale Fernsehen.

In jeder Woche möchten wir euch drei ausgewählte Amazon Freevee Empfehlungen vorstellen.

Amazon Freevee Empfehlungen für einen fantastischen Filmabend

Top-Empfehlungen 07.05.2024

Reservoir Dogs (1992)

99 Minuten, FSK 18

Quentin Tarantinos erster Kinofilm über einen missglückten Raubüberfall, der schon längst Kultstatus erreicht hat. Wie in Pulp Fiction überzeugt der Film mit cleveren und amüsanten Dialogen, die sich mit Szenen übertriebener Gewaltdarstellung abwechseln. Im Vordergrund steht die Verbrecherbande, die aufgrund des gescheiterten Diamantenraubs in Streitigkeiten und gegenseitige Anschuldigungen zerfällt. Unvergesslich ist dabei die ikonische Verhörszene mit Mr. Blonde (Michael Madsen).

Der Soundtrack trägt dabei maßgeblich zum Charme der Szenen bei. Hervorzuheben sind hierbei Klassiker wie Little Green Bag und Stuck in the Middle. Und natürlich wird die alles entscheidende Frage diskutiert: Muss man Trinkgeld geben oder nicht?

4.2/5 Sternen auf Letterboxd.com

Nichts als die Wahrheit (2008)

108 Minuten, FSK 12

Ein Gerichtsdrama mit einem überragendem Drehbuch von Rod Lurie. Die Handlung: Nach einem Attentat auf den Präsidenten der USA folgt ein Vergeltungsschlag gegen Venezuela. Eine Journalistin erfährt von einer Informantin, dass es keine Beweise dafür gibt, dass Venezuela für den Anschlag verantwortlich sei. Sie enthüllt dies in einem Artikel und wird daraufhin angeklagt, weil sie ihre Quelle nicht nennen möchte und dies die öffentliche Sicherheit gefährde.

Gegenüber anderen Gerichtsdramen hebt sich Nichts als die Wahrheit durch zwei Aspekte hervor: Erstens sind die Motive aller Charaktere absolut nachvollziehbar und ihre Handlungen daher stets glaubwürdig, zweitens hat er ein luftdichtes Skript, das jede Szene sinnvoll einsetzt, um die Handlung voranzubringen.

3.4/5 Sternen auf Letterboxd.com

Insidious (2010)

102 Minuten, FSK 16

James Wan ist als Regisseur mittlerweile weltbekannt für seine originellen Horrorfilme (Saw, Conjuring, Malignant). Insidious reiht sich perfekt in die Liste moderner Horrorfilme ein, die es geschafft haben, eine erfolgreiche Film-Reihe zu begründen. Patrick Wilson, Rose Byrne und Lin Shaye beginnen hier den Albtraum einer von Dämonen heimgesuchten Familie, die diabolische Mächte von ihren Kindern fernhalten muss und sich dabei einer generationsübergreifenden Heimsuchung stellt.

Wie die Mehrzahl moderner Horrorfilme setzt auch Insidious auf Jumpscares, die aber zumindest clever eingefädelt werden. Darüber hinaus präsentiert er aber auch äußerst atmosphärische Geisterhaus-Kulissen, die gerade zum Ende des Films das gewisse Etwas bilden, das den Film vom Standard-Horrorfilm abhebt.

3.2/5 Sternen auf Letterboxd.com

Fazit

Das Thema in dieser Woche sind Filme über die Suche nach der Wahrheit. Ob in der Form eines Gerichtsprozesses, bei dem sowohl Ankläger als auch Zuschauer versuchen, herauszufinden, wer der Informant ist (Nichts als die Wahrheit), oder einer Verbrecherbande, deren Pläne durch einen internen Verrat durchkreuzt werden (Reservoir Dogs). Oder auch in der Suche eines Protagonisten nach der Wahrheit über seine eigene Familienvergangenheit und deren generationsübergreifende Traumata (Insidious).

Top-Empfehlungen 23.04.2024

Heavenly Creatures (1994)

109 Minuten, FSK 16

Sie bedeuten die Welt füreinander und doch wollen ihre Eltern die Freundschaft unterbinden, was für Pauline und Juliet undenkbar ist. Regisseur Peter Jackson (Der Herr der Ringe) verfilmte diese auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte zweier befreundeter Teenager, die einen blutrünstigen Plan fassen.  

Heavenly Creatures zeigt durch die Beziehung der beiden Hauptfiguren, gespielt von Kate Winslet (Titanic) und Melanie Lynskey (Two and a Half Men), die lebenserhaltende und zerstörerische Kraft der Freundschaft gleichermaßen. Letztendlich entsteht aber der Eindruck, dass es die Gesellschaft ist, die sich durch die Idee der Normalität ihre Monster selbst erschafft.

3.8/5 Sterne auf Letterboxd.com

Der Nebel (2007)

126 Minuten, FSK 16

Diese Verfilmung einer Kurzgeschichte von Stephen King bleibt die ganze Zeit über spannend: Nach einem Sturm zieht allmählich ein undurchdringlicher Nebel über einer amerikanischen Kleinstadt auf und sorgt für Panik. Die Bürgerinnen und Bürger verbarrikadieren sich verängstigt in einem Kaufhaus, da etwas Böses im Nebel lauert, das schnell erste Opfer fordert. Schon bald darauf entstehen interne Streitigkeiten darüber, wer oder was für den Nebel verantwortlich ist und wie die Überlebenden mit der Situation umgehen sollten. Wer ist der schlimmere Feind – die Gestalten im Nebel dort draußen oder die anderen Menschen drinnen?

Autor Stephen King, der sich zu Verfilmungen seiner Bücher eher kritisch äußert, lobte insbesondere das kreative und erschreckende Ende des Films. Aber bereits im Hauptteil entfaltet sich eine nervenaufreibende Darstellung sozialer Spaltung in Extremsituationen, die an die Substanz geht.

3.4/5 Sterne auf Letterboxd.com

Quelle der Frauen (2011)*

135 Minuten, FSK 12

 Ist die Tradition für die Gemeinschaft da oder die Gemeinschaft für die Tradition? Und wann darf sich der Einzelne gegen diese auflehnen?

Quelle der Frauen thematisiert dies am Beispiel eines nordafrikanischen Bergdorfes, in dem traditionell die Frauen das Wasser aus einer Bergquelle ins Dorf tragen. Gerade bei den schwangeren Frauen führt die große körperliche Belastung zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen. Aus diesem Grund bildet sich eine Gemeinschaft der Frauen im Dorf, die ihren Männern den Sex verweigern wollen, bis diese sich an der Haushaltsarbeit beteiligen. Damit instrumentalisieren sie das einzige Druckmittel, das ihnen bleibt. Diese Auflehnung ist für die meisten Männer des Dorfes ein echter Skandal.

Die Handlung zeiht Inspiration aus der antiken Komödie Lysistrata des Aristophanes, in der die Frauen Athens in den Sex-Streik treten, um ihre Männer vom Krieg gegen Sparta abzuhalten. Quelle der Frauen hat aber ohne Zweifel die Ambitionen, ein noch stärkeres Plädoyer für Bildung und Autonomie zu sein.

3.6/5 Sterne auf Letterboxd.com

*Häufig wird der Film dem Genre der Komödie zugeordnet, aber er handelt nahezu durchgängig von offener und verdeckter geschlechterbezogener Gewalt. Bei vorhandenen Trauma-Erfahrungen ist diesbezüglich Vorsicht zu empfehlen.

Fazit

Die Freevee Empfehlungen für diese Woche bieten einen guten Mix aus Spannung und Unterhaltung sowie Stoff zum Nachdenken und Diskutieren. In allen drei Filmen bildet der Konflikt zwischen Individuum und Gemeinschaft das zentrale Problem, wobei sich in Der Nebel ein ganzer Komplex verschiedener Fraktionen zeigt. Religiöse, familienorientierte, militärische und pragmatische Perspektiven treffen in einer Ausnahmesituation explosiv aufeinander. Quelle der Frauen fokussiert hingegen stärker das Spannungsfeld zwischen Rechten und Pflichten des Individuums gegenüber der Gemeinschaft.

Top-Empfehlungen 16.04.2024

Choke (2008)

88 Minuten, FSK 16

Wie schafft man es, jemanden von sich abhängig zu machen? Man lässt sich von ihm das Leben retten. Victor Mancinis Methode für die Gewinnung neuer Bekanntschaften, ist mehr als unkonventionell: Er simuliert in Restaurants, dass er an einem Bissen erstickt, damit ihm jemand das Leben rettet und sich anschließend für ihn verantwortlich fühlt. Neben dieser emotionalen Geiselnahme verbringt er seine Zeit noch bei Treffen der anonymen Sexsüchtigen und bei seiner Mutter im Pflegeheim, die ihn aber schon längst nicht mehr erkennt. Bei ihren Gesprächen kommt plötzlich eine schockierende Tatsache ans Licht.

Choke ist eine schwarze Komödie basierend auf einem Roman von Chuck Palahniuk (Fight Club), die abermals außergewöhnliche Außenseiter der Gesellschaft in den Mittelpunkt rückt. Wer den Humor von Fight Club mag, ist hier bestens aufgehoben. Allerdings ist die Handlung im direkten Vergleich doch weitaus weniger tiefgreifend. Sam Rockwell (The Green Mile, Moon, Jojo Rabbit) und Kelly Macdonald (Black Mirror, Boardwalk Empire) spielen die Hauptrollen.

3/5 Sterne auf Letterboxd.com

The Dreamers (2003)

115 Minuten, FSK 16

Ein provokanter Kunstfilm über zwei französische Geschwister und einen Amerikaner, die sich während der Studentenproteste in Frankreich 1968 verlieben. Sie leben das Kino und die Kunst, diskutieren aber auch über Politik, den Vietnamkrieg und die kulturelle Kluft zwischen den USA und Europa. Vielmehr als eine wendungsreiche Handlung stehen hier jedoch die Charaktere im Zentrum, deren Dreiecksbeziehung zunehmend spannungsgeladener wird, je näher sie sich kennenlernen. Gemeinsam träumen sie in ihrem existenzialistischen Glauben an ihre eigene Unsterblichkeit den flüchtigen Traum des ‚Für immer‘.

Michael Pitt (Boardwalk Empire, Hannibal) spielt den schüchternen aber gebildeten Studenten aus Amerika, während Eva Green (Penny Dreadful, Euphoria) und Louis Garrel (Little Women) die eher impulsiven und expressiven Franzosen spielen. Dem Verhältnis der beiden Geschwister zueinander verleihen sie einen mystisch-erotischen Hauch von Fatalismus. Doch alle drei Schauspieler zeigen in diesem Frühwerk bereits ihr beeindruckendes Talent auf.

3.6/5 Sterne auf Letterboxd.com

Once (2007)

86 Minuten, FSK 0

Das bemerkenswerte an diesem irischen Film ist sein Improvisationscharakter. Die beiden Hauptdarsteller, die sich beim gemeinsamen Musizieren real ineinander verliebten, sind in erster Linie Musiker und keine Schauspieler. Die schauspielerische Leistung wirkt daher ungekünstelt, was sogar zum Charme des Films beiträgt. Die Songs wurden größtenteils von Hauptdarsteller Glen Hansard komponiert, aber auch Markéta Irglová steuerte einige bei. Für „Falling Slowly“ gewannen sie daher 2008 den Oscar für den besten Song und der Soundtrack wurde mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.

Die Handlung ist simpel, wird aber auf sehr berührende Weise erzählt. Ein Staubsaugerreparateur arbeitet nebenbei als Straßenmusiker und hofft auf seinen großen Durchbruch. Eine tschechiche Immigrantin geht nach einem Auftritt auf ihn zu und enthüllt, dass sie ebenfalls Songwriterin ist. Die beiden komponieren schließlich zusammen und entwickeln Gefühle füreinander, aber hier zeigen sich Hindernisse.

3.9/5 Sterne auf Letterboxd.com

Fazit

Die Amazon Freevee Empfehlungen für diese Woche sind etwas ältere unkonventionelle Liebesgeschichten, die im Gedächtnis bleiben. Manch einer mag beim Anschauen der Filme sogar das Gefühl haben, die Filme bereits zu kennen, weil beispielsweise die Badewannenszene in Die Träumer sehr ikonisch für ein gewisses jugendliches Lebensgefühl steht oder man einen der Songs aus Once doch bereits einmal irgendwo gehört hat. Wem Choke gefällt, dem sei zudem das gleichnamige Buch von Chuck Palahniuk zu empfehlen, das den zynischen Humor des Autors noch besser transportiert als der Film.

Top-Empfehlungen 09.04.2024

Midsommar (2019)

148 Minuten, FSK 16

Hollywood-Star Florence Pugh (Dune, Oppenheimer) spielt in diesem Psycho-Thriller eine traumatisierte Doktorandin, die mit Bekannten einen Trip nach Schweden unternimmt und dabei nach und nach immer tiefer in die Fänge eines Kults gerät. Kein anderer als der vielfach gefeierte Ari Aster (Hereditary) führt hier Regie und bildet den alptraumhaften Strudel, in den die Protagonisten gesogen werden, mit verstörenden Kamerafahrten und Bildern perfekt ab.

3,8/5 Sterne auf Letterboxd.com

Manhunt: Unabomber (2017)

336 Minuten (Serie), FSK 16

Die dramatische reale Geschichte der terroristischen Akte des Unabombers Ted Kaczynski (Paul Bettany) und seiner Festnahme durch das FBI wird in dieser Verfilmung, die an David Finchers Mindhunter oder Zodiac erinnert, auf brillante Weise erzählt. Zwischen 1978 und 1995 verletzte oder tötete Ted Kaczynski durch technisch raffinierte Briefbombenanschläge insgesamt 26 Menschen. Seine Beweggründe hierfür waren jedoch keine sadistischen, sondern rein ideologische: Er war der Überzeugung, dass sich die menschliche Gesellschaft durch die zunehmende Technologisierung zerstören wird und verfasste ein Manifest, um eine Gegenbewegung ins Leben zu rufen. Seine Attentate hatten den Zweck, Druck auf die Zeitungen auszuüben, damit sein Manifest veröffentlicht wird.

Diese Serie zeigt uns dabei sowohl Kaczynskis Seite als auch die Seite des FBI, das zunächst trotz einiger internen Widerstände eine Abteilung für die systematische Untersuchung von Serientätern gründen musste, um Kaczynski schließlich doch noch fassen zu können.

3,9/5 Sterne auf Letterboxd.com

Dämonisch (2001)

100 Minuten, FSK 18

Ein Psychothriller von Bill Paxton (Nightcrawler, Titanic) mit übernatürlichem Einschlag und großartiger Besetzung in Form von Oscar-Gewinner Matthew McConaughey (Interstellar, Dallas Buyers Club, Magic Mike) und Powers Boothe (Sin City, Deadwood, Tombstone): Ein Mann sucht das Gespräch mit einem FBI-Agenten, weil er befürchtet, sein Bruder könnte ein gesuchter Serienmörder mit dem Codenamen „Die Hand Gottes“ sein, der gezielt Menschen  umbringt, weil er sie für Dämonen hält. Im Gespräch legt er Stück für Stück seine verstörende Familiengeschichte dar, da bereits der Vater der beiden Brüder überzeugt davon war, von Gott für eine blutige Mission auserkoren zu sein.

3,5/5 Sterne auf Letterboxd.com

Fazit

In dieser Woche versprechen unsere Freevee Empfehlungen nervenaufreibende Krimi-Abende mit Mystery- und Horror-Elementen. Für Filmfans, die nach Spannung und Nervenkitzel suchen, sind diese drei Filme daher perfekt geeignet. Die Geschichte des Unabombers und seiner Verhaftung ist zudem historisch äußerst interessant und aufgrund der Technologiekritik, die sich erst recht auch auf die jetzige digitalisierte Welt anwenden lässt, sicher auch diskussionswürdig. In diesem Zuge sollten die terroristischen Akte, die bei der Verbreitung des Unabomber-Manifests helfen sollten, allerdings nicht schöngeredet werden.

Top-Empfehlungen 02.04.24

Dune (2000)

273 Minuten, FSK 16

Dune: Teil 2 von Denis Villeneuve bietet im Moment ein visuell gewaltiges Filmerlebnis, das das moderne Kino nachhaltig prägen wird, aber in vielen Aspekten das Detailreichtum und die philosophischen Implikationen der Buchvorlage von Frank Herbert nicht ausreichend abbilden kann. Dieser Serie aus der Zeit der Jahrtausendwende merkt man ihr Alter im Gegensatz dazu zwar optisch an, aber sie transportiert die Konflikte des politischen und ideologischen Geflechts der Fremen und Atreiden sowie der Antagonisten aus den Häusern Harkonnen und Corrino dafür viel präziser. Insbesondere die Figur des Dr. Kynes als Judge of the Change wird in dieser Inszenierung in der Komplexität dargestellt, die der Autor ihr angedacht hat. Für alle Fans der Dune-Verfilmungen von Villeneuve oder der von David Lynch aus dem Jahre 1984 (aber auch allen Science-Fiction-Fans) ist diese Serie daher eindeutig zu empfehlen.

Metacritic User-Score: 7,5 von 10

Das Mädchen und der Tod (2013)

127 Minuten, FSK 12

Der Film glänzt mit seiner melancholischen und dichten Atmosphäre unterstützt durch einen passenden Soundtrack bestehend aus bekannten und hochkarätigen Kompositionen von Chopin, Erik Satie und Anton Rubinstein. Zudem sieht man den deutschen Komiker Dieter „Didi“ Hallervorden hier in einer ungewohnt ernsten Rolle als alten Grafen, der die aufblühende Liebe zwischen seinem Mündel Elise und dem jungen Medizinstudenten Nicolai zu verhindern versucht. Dessen Darbietung ist durchaus kontrovers, aber Fans von tragischen Liebesgeschichten hat dieser Film trotzdem einiges zu bieten.

4/5 Sterne von epd-Film

Bone Tomahawk (2015)

132 Minuten, FSK 18

Großartig besetzter Horror-Western mit renommierten Hollywood-Stars wie Kurt Russell (bekannt aus The Hateful Eight von Quentin Tarantino), Patrick Wilson (Watchmen, Insidious) und Lili Simmons (Banshee, True Detective), der aber nichts für Leute mit schwachen Nerven ist: Ein Sheriff macht sich mit einer Gruppe mutiger Freiwilliger auf, entführte Stadtbewohner aus den Händen grausamer Kannibalen zu befreien. Schnell werden die Jäger selbst zu den Gejagten und müssen sich in einer Welt behaupten, die fernab jeder Rechtsordnung nur das Gesetz der Gewalt kennt.

Metacritic-Score: 72 von 100

Fazit

In dieser Woche gibt es eine bunte Mischung an Filmempfehlungen, die allesamt im deutschen Raum etwas weniger bekannt, aber trotzdem sehenswert sind. Aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit, dass Villeneuves Dune bei den Oscar-Verleihungen für das Jahr 2024 stark vertreten sein wird, lohnt sich ein Vergleich mit anderen Dune-Verfilmungen, um diese im Kontext zu betrachten. Bone Tomahawk dürfte vor allem Splatter-Fans und Fans von sehr rauen und düsteren Western-Filmen gefallen.

Top-Empfehlungen 26.3.24

eXistenZ (1999)

97 Minuten, FSK 16

Dieser Kultfilm von David Cronenberg (Die Fliege) ist bemerkenswert, weil er zeitgleich mit The Matrix produziert wurde und auch inhaltliche viele Gemeinsamkeiten mit dem Klassiker der Wachowskis hat: Ein Videospiel-Konzern entwickelt ein Virtual-Reality-Spiel, auf das die Spieler (Jude Law und Jennifer Jason Leigh) über ein Implantat in ihrem Körper zugreifen können. Die Grenzen zwischen verschiedenen Spielleveln und der Realität verschwinden dabei zunehmend. Dieser Sci-Fi-Thriller bleibt die ganze Zeit über spannend und überzeugt durch seine praktischen Effekte, anstatt vermehrt auf CGI zu setzen.

Metacritic-Score: 70 von 100

Under the Dome (2013-15)

3 Staffeln, FSK 16

Eine nervenaufreibende Serie basierend auf der Buchvorlage (Die Arena) von Psychothriller-Meister Stephen King: Der Frieden einer amerikanischen Kleinstadt wird von einer Sekunde zur anderen dadurch zerstört, dass sich eine durchsichtige, undurchdringbare Kuppel über der Stadt ausbreitet und die Einwohner einschließt. Ohne Fluchtmöglichkeit aus dem gläsernen Gefängnis bröckelt das soziale Gefüge der Gemeinde rapide und Nachbarn werden zu Feinden. Filmkritiker lobten insbesondere die Spezialeffekte und die schauspielerische Leistung sowie die stets spannende Handlung.

Metacritic-Score: 68 von 100

Four Lions (2010)

97 Minuten, FSK 16

Auch, wenn man daran zweifeln kann, ob es legitim ist, eine Komödie über den Terrorismus zu drehen, ist diese schwarze Komödie doch ohne Zweifel lustig. Im Mittelpunkt der Handlung stehen vier Möchtegern-Terroristen, die sich radikalisieren und einen Anschlag in ihrem Heimatland England planen, sich dabei aber immer wieder selbst ein Bein stellen. Die Gags umfassen sowohl klassische Slapstick-Einlagen als auch clevere Satire, ohne dabei einzelne Religionen zu verspotten. Stattdessen stehen die Menschen samt ihrer Motivationen im Vordergrund. Interessanterweise konnte der Film die Zuschauer noch stärker von sich überzeugen als die Filmkritiker, was bei Komödien jedoch nicht selten vorkommt.

Metacritic-Score: 68 von 100, User-Score: 7,7 von 10

Fazit

Die Amazon Freevee-Favorites dieser Woche zeichnen sich abermals dadurch aus, dass sie nicht ganz so bekannt sind, dafür aber qualitativ hochwertigen Filmgenuss versprechen. Die Spannung steht dabei ganz klar im Vordergrund, wobei eXistenZ auch genug Stoff für philosophische Gespräche liefert. Ein Vergleich mit Matrix liegt ebenfalls nahe: Welcher dieser Sci-Fi-Klassiker gefällt euch besser?

 

Top-Empfehlungen 18.3.24

Swimming with Men (2018)

96 Minuten, FSK 0

Ein amüsanter und herzlicher Film über die Midlife-Crisis: Ein paar mehr oder weniger älterer und zermürbter Herren gründet eine Synchronschwimmer-Gruppe, um dem tristen Alltag zu entfliehen. Das herzerwärmende Motto der Truppe lautet: Wir sind nur so stark wie unser schwächstes Glied und das ist stark genug.  
Der Film basiert dabei auf einem schwedischen Dokumentarfilm aus dem Jahr 2010 (Men Who Swim), der ebenfalls Grundlage für eine französische Verfilmung war (Le Grand Bain, 2018). 

Vielleicht lieber morgen (Originaltitel: The Perks of Being a Wallflower) (2012)

103 Minuten, FSK 12 

Dieses Jugenddrama ist eher unter dem englischsprachigen Titel bekannt und basiert auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Stephen Chbosky, der auch die Regie führte. Die Handlung: Charlie (gespielt von Logan Lerman) ist ein Highschool-Schüler, der sich nach dem Selbstmord seines besten Freundes sozial zurückzieht. Durch die Freundschaft mit Sam (gespielt von Emma Watson) und Patrick findet Charlie jedoch endlich den Halt, um sich mit seinen Traumata auseinandersetzen zu können. 

So finster die Nacht (2008)

110 Minuten, FSK 16

Ein atmosphärischer Vampirfilm, der ohne große Schock-Momente auskommt und stattdessen durch sehr gute schauspielerische Leistungen besticht. Die Handlung: Der Junge Oskar hat nicht viele Freunde und wird in der Schule gemobbt. Er freundet sich mit der neu hinzugezogenen Eli an, die aber ein dunkles Geheimnis hat. Dieser schwedische Film war so überzeugend, dass 2010 ein amerikanisches Remake produziert wurde (Let me in). Wenn ihr euch gruseln wollt, aber einige in der Watch-Party mit Horrorfilmen nicht viel anfangen können, dann ist So finster die Nacht die perfekte Wahl.

Fazit

Die Filmempfehlungen für diese Woche zeichnet aus, dass sie durchwegs gute Kritiken erhielten, aber trotzdem ein wenig unter dem Radar flogen. Nicht zuletzt aus diesem Grund haben zwei der Filme Filmstudios davon überzeugen können, die Filme für fremdsprachige Märkte neu zu verfilmen. Außerdem zeigen sie alle den Wert des freundschaftlichen Zusammenhalts für die Bewältigung schwieriger Lebenslagen auf. wobei man sich die Handlung von So finster die Nacht besser nicht zum Vorbild nehmen sollte.

Top-Empfehlungen 12.3.24

Für diese Woche haben wir drei besondere Titel ausgewählt, die euch garantiert fesseln werden:

Cube (1997) – Ein beklemmender Sci-Fi-Horror

Dauer: 87 Minuten, FSK 16

Ein Science-Fiction-Horror-Klassiker, der durch seine Prämisse besticht: Eine Gruppe von Menschen finden sich in einem verschlossenen, futuristisch aussehenden Raum wieder, der mit Fallen gespickt ist. Sie kennen weder ihre Mitgefangenen noch wissen sie, wie oder warum sie in diesen Raum gesperrt wurden. Während sie versuchen, einen Ausweg zu finden, ist das erste Opfer das Vertrauen. 

Drecksau (2013) – Schwarzer Humor vom Feinsten

Dauer: 97 Minuten, FSK 16

Eine bitterböse schwarze Komödie mit James McAvoy (Split, ES, X-Men) als desillusioniertem Polizisten, der Recht und Gesetz zu seinem Vergnügen auslegt und dabei keine Sünde auslässt… besser nicht mit den Eltern anschauen. 

Peaky Blinders (2013-2022) – Kriminelle Familienbande im historischen Birmingham

Staffeln 1 und 2, FSK 16 und 18

Die Serie, die Oscar-Gewinner Cillian Murphy (Oppenheimer) zum Star machte: Verfolgt die Machenschaften der Peaky Blinders – eines kriminellen Familienclans aus Birmingham, der sich sowohl gegen andere Verbrecher als auch gegen die Polizei behaupten muss. In dieser bildgewaltigen Show mit dem ikonischen Titelsong Red Right Hand von Nick Cave erwacht die raue Unterwelt der 1920er – und 1930er-Jahre zum Leben.

Ein Filmabend als perfekte Alternative

Wenn die Suche nach dem passenden Event in Münster mal ins Leere läuft, bietet Amazon Freevee die ideale Lösung für einen unterhaltsamen Abend. Mit einer Auswahl an hochkarätigen Filmen und Serien, die völlig kostenfrei sind, lässt sich das Wochenende bestens genießen. Trotz der Werbeunterbrechungen, die als praktische Pausen für die digitale Kommunikation dienen können, steht dem Filmgenuss nichts im Wege. 

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