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André Kostolany: Der Börsenlehrer und seine Weisheiten

André Kostolany, eine Börsenlegende des letzten Jahrhunderts, beeindruckte mit einzigartigen Perspektiven. Du fragst dich, warum? Er hatte scharfsinnige Einsichten in den Aktienmarkt. Viele Anleger profitierten von seinen klugen Ratschlägen. Manchmal kamen seine Ansichten herausfordernd rüber, aber sie überzeugten immer.
Foto: Unsplash, Patrick Weissenberger

Wer kennt ihn nicht? André Kostolany, der berühmte Spekulant und Börsenlehrer, hat die Welt der Finanzen geprägt. Er kam von der Praxis zur Theorie und machte seine ersten Börsenerfahrungen mit eigenem Geld. In seiner Jugend spekulierte er weltweit, oft auf fallende Kurse, und meistens mit Erfolg. Später lehrte er uns auf humorvolle Weise die Geheimnisse der Börse.

Ein Blick in Kostolanys Leben

Geboren in einer wohlhabenden jüdischen Familie in Budapest, begann Kostolany bereits mit 13 Jahren mit Währungen zu spekulieren. Während seines Studiums in Wien schickten ihn seine Eltern nach Paris, um das Börsenhandwerk zu lernen. Dort prägte ihn eine wichtige Erkenntnis: Es kommt darauf an, ob es mehr Dummköpfe oder Papiere gibt. Nach seinem Volontariat startete er bei Amerongen & Compagnie durch und erlebte Höhen und Tiefen an der Börse.

Kostolanys Zeit in Amerika

Als er den Aufstieg Hitlers erkannte, setzte er auf fallende Kurse und gewann. Mit dem Geld kaufte er eine Schiffspassage nach Amerika. In den USA fühlte er sich vor allem an der Wall Street zu Hause. Trotz großer Gewinne während der Weltwirtschaftskrise änderte er seine Strategie: Er wollte nicht mehr auf Kosten anderer gewinnen. In den 1950ern kehrte er nach Paris zurück und heiratete.

Der Börsenlehrer kehrt zurück

Kostolany folgte globalen Trends, aber zockte nicht mehr wild. Er glaubte an den Wiederaufbau Deutschlands und kaufte günstige Anleihen, die später enorm an Wert gewannen. Mit der freien Zeit widmete er sich dem Schreiben und Entertainment. Seine Bücher wurden Bestseller, und seine Kolumnen in „Capital“ machten ihn in Deutschland berühmt. Er hielt auch legendäre Börsenseminare.

Kostolanys Leidenschaften und sein Vermächtnis

Er liebte die Börse und die Künste, besonders die Oper. Er genoss das Leben in vollen Zügen, ob in Paris, München oder an der Cote d’Azur. 1999 warnte er vor dem Platzen der Internet-Blase. Leider erlebte er das neue Jahrtausend nicht mehr und starb im September 1999 in Paris.

Kostolany beeinflusste mit seinen Perspektiven viele Anleger. Seine Hinweise betonen Emotionen, Marktstimmungen und die Kunst des Handelns. Du fragst dich, wie du diese Ansichten in deine Strategie integrieren kannst? Setze dich mit seinen Ideen auseinander. Auch wenn er finanzielle Rückschläge erlebte, blieb er ein erfolgreicher Investor.

Hinweise für deinen Börsenerfolg

Kunst über Wissenschaft: Kostolany glaubte, dass der Börsenerfolg oft von der Kunst des Handelns abhängt. Emotionen und menschliche Gefühle spielen oft eine größere Rolle als reine Logik. Du solltest nicht nur auf Fakten setzen. Vertraue auch auf dein Bauchgefühl und erkenne Markttrends. Der Aktienmarkt braucht Flexibilität und Kreativität.

Marktverhalten verstehen: Eine markante Bemerkung von Kostolany betonte die Bedeutung des kollektiven Verhaltens. Wenn es mehr uninformierte als informierte Anleger gibt, steigen die Preise. Negative Stimmungen können jedoch zu Preisrückgängen führen. Er nutzte das Kostolany-Ei, um diese Dynamik zu erklären. Beobachte das kollektive Verhalten und nutze es zu deinem Vorteil.

Gegen die Logik handeln: Kostolany zeigte die widersprüchliche Natur des Aktienmarktes auf. Aktienpreise folgen oft Emotionen statt rationalen Entscheidungen. Manchmal musst du gegen die allgemeine Meinung handeln. Denk daran, wie Warren Buffett oder George Soros oft gegen den Mainstream handelten.

"Ich kann Ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird; ich kann Ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird: indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden."