
Kommt mehr BAföG noch rechtzeitig zum Wintersemester?
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In der Welt der Wirtschaft und Finanzen ist die Dividende ein Begriff, der dir vielleicht schon begegnet ist. Aber was bedeutet er genau, und wie betrifft er dich als Anleger? Lass uns das Geheimnis lüften.
Die Dividende, abgeleitet vom lateinischen Wort „dividendus“, das „der zu verteilende“ bedeutet, ist dein Anteil am Gewinn, den eine Aktiengesellschaft oder eine andere Kapitalgesellschaft erzielt hat. Wenn du Aktionär oder Anteilseigner einer solchen Gesellschaft bist, hast du das Recht auf einen Teil des Gewinns, der an dich ausgeschüttet wird.
Interessanterweise verwendet der Gesetzgeber den Begriff „Dividende“ nicht im Aktiengesetz. Stattdessen bezeichnet er sie in § 174 Abs. 2 Nr. 2 Aktiengesetz als den „auszuschüttenden Betrag“. Bei anderen Kapitalgesellschaften, wie der GmbH, existieren ebenfalls Gewinnausschüttungen, die dir als Anteilseigner zustehen.
Manchmal werden die Ausschüttungen von Investmentfonds als „Dividende“ bezeichnet, aber diese Bezeichnung ist nicht immer korrekt. In diesen Ausschüttungen können auch zinsartige Erträge enthalten sein, die sich von den eigentlichen Dividenden unterscheiden.
Darüber hinaus gibt es Ausschüttungen von Genussscheinen eines Unternehmens, die selbst keine Dividenden sind. Sie werden jedoch gelegentlich an die Höhe der Dividende einer Aktie desselben Unternehmens gekoppelt, sodass du als Inhaber eines solchen Genussscheins ebenfalls profitieren kannst.
Du fragst dich vielleicht, warum Unternehmen Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten. Die Antwort liegt im geschäftlichen Erfolg. Wenn ein Unternehmen Gewinne erzielt, möchte es diese oft mit seinen Aktionären teilen. Diese Dividenden ziehen wiederum weitere Investoren an, die an einem langfristig rentablen Geschäftsmodell interessiert sind. Und das Unternehmen selbst? Es profitiert von einer steigenden Nachfrage nach seiner Aktie, die den Aktienkurs in die Höhe treiben kann.
Nicht alle Unternehmen schütten Dividenden aus, und das kann verschiedene Gründe haben. Manchmal erwirtschaftet ein Unternehmen keine Gewinne. Oder es entscheidet sich, seine Gewinne zu reinvestieren, um das Eigenkapital zu stärken, Wachstum zu finanzieren oder Rücklagen zu bilden. Vor allem in Wachstumsbranchen fließen die Gewinne häufig in Forschung und Entwicklung. Daher gibt es auch Aktien, die kein Anrecht auf Dividenden verbriefen.
Möchtest du von Dividenden profitieren? Dann benötigst du ein Depot, in dem du deine erworbenen Aktien verwahrst. Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr beschließen die Aktionäre auf der Hauptversammlung, einen Betrag an ihre Anteilseigner auszuschütten. Die Hauptversammlung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Versammlung, auf der du als Aktionär deine Stimm- und Mitwirkungsrechte ausüben kannst.
Nach Ablauf eines Geschäftsjahres schlägt der Vorstand einer Aktiengesellschaft die Zahlung einer Dividende vor. Die Höhe der Dividende hängt meist vom Unternehmensgewinn ab und beträgt oft etwa 50% davon. Auf der jährlich stattfindenden Hauptversammlung stimmen die Aktionäre über den Vorschlag ab. Wenn die Anteilseigner der Dividendenzahlung zustimmen, wird diese drei Geschäftstage nach der Hauptversammlung automatisch an die Aktieninhaber ausgezahlt.
Um Anspruch auf eine Dividende zu haben, müssen die Aktien deutscher Unternehmen spätestens am Tag der Hauptversammlung in deinem Depot liegen. Die Dividende wird auf das Depot gutgeschrieben, und du erhältst den Betrag entsprechend der Anzahl der Aktien, die du besitzt.
Neben der üblichen Bardividende gibt es auch Sachdividenden, bei denen die Ausschüttung in Form von Sachwerten erfolgt, oder Stockdividenden, bei denen du weitere Aktien des Unternehmens erhältst. In Deutschland werden Dividenden in der Regel einmal jährlich gezahlt, während in den USA auch monatliche oder quartalsweise Auszahlungen möglich sind.
Die Auswirkung einer Dividendenausschüttung auf den Aktienkurs ist nicht immer klar abzulesen. Oft sind jedoch Aktien von Unternehmen mit hoher Dividendenauszahlung stark gefragt, und der Aktienkurs steigt vor der Hauptversammlung. Besonders begehrt bei Investoren sind Aktien, die seit Jahrzehnten kontinuierlich Dividenden ausgeschüttet und Jahr für Jahr erhöht haben. Diese Aktien werden als „Dividenden-Aristokraten“ bezeichnet.
Die Dividende ist mehr als nur ein finanzieller Begriff. Sie repräsentiert deine Chance, am Erfolg eines Unternehmens teilzuhaben und von den Gewinnen direkt zu profitieren. Ob du bereits Aktionär bist oder darüber nachdenkst, in Aktien zu investieren, die Dividende ist ein wichtiger Aspekt, den du berücksichtigen solltest. Sie kann ein attraktiver Anreiz sein, in ein Unternehmen zu investieren, und dir helfen, deine finanziellen Ziele zu erreichen.

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