HubSpot streicht sieben Prozent der Jobs und richtet sich neu aus

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Symbolbild: Evan Wise

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Der US-Softwarekonzern HubSpot baut weltweit rund sieben Prozent seiner Belegschaft ab. Betroffen sind nach Angaben des Unternehmens knapp 660 Beschäftigte. Gleichzeitig stellt HubSpot Teile seiner Organisation neu auf und will Produktteams stärker auf konkrete Ergebnisse für Kunden ausrichten. Trotz der Restrukturierung hält das Unternehmen an seiner bisherigen Prognose für das dritte Quartal und das Gesamtjahr 2026 fest. An der Börse fiel die erste Reaktion auf den HubSpot Stellenabbau vergleichsweise verhalten aus.

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Rund 660 Stellen fallen bei HubSpot weg

Der Verwaltungsrat von HubSpot genehmigte den Restrukturierungsplan am 1. Oktober 2026. Öffentlich bekannt gegeben wurde er am Dienstag, 6. Oktober. Nach der Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC sollen bestimmte Positionen gestrichen werden. Insgesamt betrifft die Maßnahme rund sieben Prozent der Belegschaft. CEO Yamini Rangan bezifferte die Zahl in einem Schreiben an die Beschäftigten auf knapp 660 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zum 30. Juni 2026 wies HubSpot rund 9.016 Beschäftigte aus. Ende 2025 waren es noch 8.882 Vollzeitbeschäftigte gewesen. Das Unternehmen mit Hauptsitz im US-Bundesstaat Massachusetts bietet eine cloudbasierte Plattform für Kundenmanagement, Marketing, Vertrieb und Service an und betreut nach eigenen Angaben mehr als 306.000 Kunden in über 135 Ländern.

Die Stellenstreichungen sollen im Wesentlichen bis zum Ende des ersten Quartals 2027 abgeschlossen sein. Dabei können sich Zeitpunkte je nach nationalem Arbeitsrecht und vorgeschriebenen Beteiligungsverfahren unterscheiden. Die damit verbundenen Zahlungen sollen nach derzeitiger Planung überwiegend bis zum 30. Juni 2027 erfolgt sein.

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HubSpot organisiert Teams und Führungsebenen neu

HubSpot verbindet den Personalabbau mit einem größeren organisatorischen Umbau. Nach Darstellung von CEO Rangan hat das Unternehmen seine Strategie im vergangenen Jahr stärker darauf ausgerichtet, mit Künstlicher Intelligenz konkrete Ergebnisse für Kunden zu liefern. Dieser Ansatz soll sich künftig deutlicher in Produktentwicklung, Preisgestaltung und Kundenbetreuung widerspiegeln.

Produktteams sollen deshalb stärker entlang der gewünschten Ergebnisse für Kunden organisiert werden und nicht mehr hauptsächlich entlang einzelner Produktbereiche. Zugleich will HubSpot Führungsebenen reduzieren und Entscheidungswege verkürzen. Kleinere und beweglichere Teams sollen mehr Verantwortung für komplette Aufgabenbereiche erhalten.

Rangan erklärte ausdrücklich, dass der Stellenabbau nach Darstellung des Unternehmens nicht durch Produktivitätsgewinne infolge von KI verursacht werde. HubSpot wolle weiterhin in Künstliche Intelligenz investieren. Ebenso bezeichnete sie die Neuorganisation nicht als reine Kostensenkungsmaßnahme. Das Unternehmen wolle seine Ressourcen stärker auf strategisch wichtige Bereiche konzentrieren.

Restrukturierung kostet bis zu 75 Millionen Dollar

Für den Umbau rechnet HubSpot mit Belastungen zwischen 65 und 75 Millionen US-Dollar. Der Großteil entfällt voraussichtlich auf Abfindungen, Kündigungsfristen, Unterstützungsleistungen beim Übergang sowie weitere Leistungen für ausscheidende Beschäftigte. Die meisten Kosten sollen im vierten Quartal 2026 verbucht werden.

Für betroffene Beschäftigte sieht das Unternehmen je nach Region unterschiedliche Regelungen vor. Grundsätzlich nennt HubSpot eine Abfindung von 20 Wochen Grundgehalt zuzüglich einer weiteren Woche pro Beschäftigungsjahr, begrenzt auf insgesamt 30 Wochen. Außerdem sind unter anderem zeitlich begrenzte Gesundheitsleistungen und sechs Monate Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung vorgesehen. Die konkrete Umsetzung richtet sich nach den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben.

HubSpot bestätigt Prognose für 2026

Trotz der angekündigten Stellenstreichungen bestätigte HubSpot seine bisherigen Finanzziele. Für das bereits am 30. September beendete dritte Quartal erwartet das Unternehmen weiterhin einen Umsatz zwischen 924 und 925 Millionen Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis soll zwischen 187 und 188 Millionen Dollar liegen. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie bleibt die Prognosespanne bei 3,25 bis 3,27 Dollar.

Für das Gesamtjahr 2026 hält HubSpot ebenfalls an den im August veröffentlichten Erwartungen fest. Demnach soll der Umsatz zwischen 3,678 und 3,686 Milliarden Dollar erreichen. Das bereinigte operative Ergebnis wird weiterhin zwischen 762 und 766 Millionen Dollar erwartet, das bereinigte Ergebnis je Aktie zwischen 13,23 und 13,31 Dollar.

Die zusätzlichen Restrukturierungskosten werden zwar in die nach US-Rechnungslegungsregeln ausgewiesenen Ergebnisse einfließen, sollen aber aus den entsprechenden bereinigten Kennzahlen und der Non-GAAP-Prognose herausgerechnet werden. HubSpot erklärte zudem, weiterhin von seinen im September vorgestellten langfristigen Margenzielen überzeugt zu sein.

Im zweiten Quartal hatte HubSpot seinen Umsatz im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 911,7 Millionen Dollar gesteigert. Die bereinigte operative Marge lag bei 20,3 Prozent. Diese Zahlen bilden die wirtschaftliche Ausgangslage für den jetzt angekündigten Umbau.

Aktie gibt frühe Kursgewinne wieder ab

Die HubSpot-Aktie reagierte zunächst positiv auf die Ankündigung. Im vorbörslichen US-Handel lag das Papier zeitweise mehr als ein Prozent über dem Schlusskurs vom Montag. Nach Beginn des regulären Handels verschwanden diese Gewinne jedoch weitgehend.

Um 11.36 Uhr New Yorker Zeit, entsprechend 17.36 Uhr deutscher Zeit, notierte die Aktie bei 220,38 Dollar. Das waren rund 0,1 Prozent weniger als der Schlusskurs des Vortages von 220,61 Dollar. Eine ausgeprägte positive oder negative Börsenreaktion auf den Stellenabbau hatte sich damit zunächst nicht etabliert.

Die Aktie hatte bereits zuvor ein schwieriges Börsenjahr hinter sich. Zum Zeitpunkt der aktuellen Ankündigung lag der Kurs deutlich unter dem Niveau von zwölf Monaten zuvor. Der Umbau fällt zugleich in eine Phase, in der HubSpot seine Produkte und sein Geschäftsmodell stärker auf KI-gestützte Anwendungen und automatisierte Arbeitsabläufe ausrichtet. Erst im September hatte das Unternehmen weitere KI-Produkte sowie eine vertiefte Zusammenarbeit mit OpenAI vorgestellt.

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