Trade Republic kündigt kostenloses Altersvorsorgedepot für 2027 an

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Der Berliner Neobroker Trade Republic will beim neuen staatlich geförderten Altersvorsorgedepot auf Gebühren für die Depotführung und regelmäßige Sparpläne verzichten. Das Unternehmen kündigte am Dienstag, 13. Oktober 2026, außerdem an, mehrere Dutzend ETFs langfristig ohne Produktkosten anzubieten. Damit verschärft sich der Preiswettbewerb um die private Altersvorsorge, die ab Januar 2027 nach neuen gesetzlichen Regeln funktionieren soll.

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Trade Republic will Depot und ETF-Sparpläne kostenlos anbieten

Das Trade Republic Altersvorsorgedepot soll vom 1. Januar 2027 an verfügbar sein. Nach Angaben des Unternehmens wird es eine vollständig gebührenfreie Variante geben. Für die Depotverwaltung und die regelmäßige Ausführung von Sparplänen sollen keine Kosten entstehen.

Darüber hinaus kündigt Trade Republic an, mehrere Dutzend ETFs der Anbieter BlackRock, DWS und Vanguard langfristig ohne laufende Produktkosten anzubieten. Welche Fonds genau dazugehören und wie der Verzicht auf die Produktkosten umgesetzt wird, geht aus der Ankündigung noch nicht hervor.

Auch eine vollständige Gebührenübersicht für sämtliche möglichen Transaktionen liegt bislang nicht vor. Das Versprechen eines kostenlosen Altersvorsorgedepots bedeutet deshalb nicht automatisch, dass jede verfügbare Anlage und jede Handelsart gebührenfrei sein wird.

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Staatliche Förderung von bis zu 540 Euro jährlich

Das neue Altersvorsorgedepot ist ein zentraler Bestandteil der Reform der privaten Altersvorsorge. Es soll das bisherige Riester-Modell für Neuverträge ersetzen und langfristige Investitionen in Wertpapiere mit staatlichen Zuschüssen verbinden.

Für die ersten 360 Euro eigener Einzahlungen im Jahr erhalten Förderberechtigte künftig 50 Cent je eingezahltem Euro. Für weitere Einzahlungen bis zu insgesamt 1.800 Euro beträgt der Zuschuss 25 Cent pro Euro. Daraus ergibt sich eine maximale Grundzulage von 540 Euro jährlich.

Eltern können zusätzlich bis zu 300 Euro Kinderzulage pro Kind erhalten. Wer die Voraussetzungen erfüllt und vor dem 25. Geburtstag mit der geförderten Altersvorsorge beginnt, bekommt außerdem einen einmaligen Bonus von 200 Euro. Für die Grundzulage ist grundsätzlich ein jährlicher Mindestbeitrag von 120 Euro erforderlich.

Weitere steuerliche Vorteile sind über den Sonderausgabenabzug möglich. Während der Ansparphase werden Kapitalerträge nicht besteuert. Die späteren Auszahlungen unterliegen dagegen grundsätzlich der Einkommensteuer.

Preiskampf zwischen Neobrokern und klassischen Banken

Trade Republic trifft mit seiner Ankündigung auf einen Markt, in dem mehrere Wettbewerber bereits günstige Konditionen vorgestellt haben.

Scalable Capital kündigte am 9. Oktober ebenfalls ein gebührenfreies Altersvorsorgedepot an. Bei ausgewählten ETFs sollen die laufenden Fondskosten über einen Bonus gutgeschrieben und erneut investiert werden. Im Standarddepot übernimmt Scalable die ETF-Kosten bis mindestens Ende 2027.

Auch traditionelle Finanzinstitute beteiligen sich am Wettbewerb. Die Deka, das Wertpapierhaus der Sparkassen, plant ein Standarddepot mit jährlichen Effektivkosten von 0,1 Prozent. Die Deutsche Bank will ihr digitales Standardangebot in den ersten beiden Jahren für 0,1 Prozent jährlich anbieten. Anschließend sind regulär 0,28 Prozent vorgesehen.

Damit liegen mehrere angekündigte Angebote deutlich unter der gesetzlichen Obergrenze von einem Prozent Effektivkosten für das Standarddepot. Wie günstig die einzelnen Modelle tatsächlich sind, hängt allerdings von den endgültigen Vertragsbedingungen, den enthaltenen Anlageprodukten und möglichen zusätzlichen Kosten ab.

Neues Altersvorsorgedepot ersetzt Riester für Neuverträge

Die Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge wurde am 27. März 2026 vom Bundestag beschlossen. Der Bundesrat stimmte am 8. Mai zu. Die gesetzlichen Grundlagen sind bereits in Kraft, während die neuen Produkte ab dem 1. Januar 2027 angeboten werden sollen.

Anders als bei bisherigen Riester-Produkten können Anleger mit dem neuen Altersvorsorgedepot auf eine Beitragsgarantie verzichten und stärker in Aktienfonds und ETFs investieren. Das eröffnet zusätzliche Renditechancen, bedeutet zugleich aber auch ein höheres Verlustrisiko.

Bestehende Riester-Verträge bleiben erhalten und können grundsätzlich weitergeführt werden. Ein Wechsel in das neue System ist freiwillig. Neue Verträge nach dem bisherigen Riester-Modell können ab 2027 nicht mehr abgeschlossen werden.

Für Sparer zählen neben den Gebühren auch die Risiken

Das neue Altersvorsorgedepot ermöglicht einen langfristigen Vermögensaufbau mit staatlicher Unterstützung. Anders als bei einem gewöhnlichen Wertpapierdepot ist das geförderte Kapital jedoch grundsätzlich für die Altersvorsorge bestimmt und nicht jederzeit frei verfügbar.

Bei der späteren Auszahlung können Anleger zwischen unterschiedlichen gesetzlich vorgesehenen Modellen wählen. Neben einer lebenslangen Rentenzahlung sind auch zeitlich begrenzte Auszahlungspläne möglich.

Mit dem angekündigten kostenlosen Angebot von Trade Republic wächst die Auswahl günstiger Vorsorgeprodukte. Eine verbindliche Bewertung der Gesamtkosten ist allerdings erst möglich, wenn die vollständigen Vertragsunterlagen und die konkrete Fondsauswahl veröffentlicht sind.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu