
Münster. An der Hammer Straße in Münster steht eine größere Zwangsversteigerung bevor. Zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt zwölf Wohnungen, einer Büroeinheit und vier Garagen sollen am 7. Oktober beim Amtsgericht versteigert werden. Der festgesetzte Verkehrswert liegt zusammen bei 1,751 Millionen Euro. Gleichzeitig weist das Gutachten auf deutlichen Sanierungsbedarf hin.
Betroffen sind die Häuser Hammer Straße 292 sowie 292a und 292b an der Ecke zur Werlandstraße im Düesbergviertel. Zusammen stehen dort zwölf Wohnungen, eine Büroeinheit und vier Garagen. Die beiden Grundstücke sind insgesamt 1.114 Quadratmeter groß. Ihr Verkehrswert wurde auf zusammen 1,751 Millionen Euro festgesetzt.
Das Haus 292a/292b wurde 1950 gebaut und umfasst vier Wohnungen. Im Gebäude Hammer Straße 292 aus dem Jahr 1954 befinden sich acht weitere Wohnungen sowie eine Büroeinheit. Zum Zeitpunkt der Begutachtung standen dort zwei Wohnungen und das Büro leer.
Die Immobilien liegen unweit des Preußenstadions und der Bahnstrecke. Im Gutachten werden unter anderem der Verkehr auf der Hammer Straße, die nahe Bahntrasse und die Stadionnutzung als Lärmfaktoren berücksichtigt.
An beiden Häusern besteht nach dem Gutachten Modernisierungs- und Instandhaltungsbedarf. Genannt werden unter anderem Mängel an Fassaden, Fenstern, Heizung, Leitungen und Dachentwässerung. Zudem wurden Feuchtigkeitsschäden festgestellt.
In den vergangenen Jahren wurden allerdings auch einzelne Bereiche modernisiert. Dazu gehören teilweise erneuerte Fenster, Arbeiten an Wohnungen und eine Sanierung der Büroeinheit.
Die Zwangsversteigerung an der Hammer Straße in Münster ist für Mittwoch, 7. Oktober 2026, um 9 Uhr angesetzt. Sie findet beim Amtsgericht Münster an der Gerichtsstraße 2–6 im Sitzungssaal 101 B statt. Das Aktenzeichen lautet 9 K 4/26.
Bei dem Verfahren handelt es sich um eine sogenannte Teilungsversteigerung. Diese dient dazu, gemeinsames Immobilieneigentum aufzulösen. Anders als bei einer klassischen Zwangsversteigerung müssen deshalb nicht offene Schulden der Auslöser sein.
Wer bei der Versteigerung mitbieten möchte, muss außerdem mit einer Sicherheitsleistung rechnen. Auf Verlangen kann diese zehn Prozent des festgesetzten Verkehrswerts betragen. Bei 1,751 Millionen Euro wären das 175.100 Euro.






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