Plagiatsvorwürfe gegen Alena Buyx: Universität Münster kündigt Prüfung der Dissertation an

Alena Buyx
republica GmbH, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

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Gegen die Medizinethikerin Alena Buyx stehen Plagiatsvorwürfe im Raum. Hintergrund ist ihre Dissertation, mit der sie an der Universität Münster promoviert wurde. Ausgelöst wurden die Vorwürfe durch den Kommunikationswissenschaftler Stefan Weber, der nach eigener Darstellung Auffälligkeiten in der Arbeit dokumentiert haben will. Die Universität Münster hat angekündigt, den Sachverhalt zu prüfen.

Worum geht es in der Debatte?

Im Zentrum steht die Frage, ob in der Dissertation Textstellen oder Verweise so übernommen wurden, dass wissenschaftliche Zitier- und Kennzeichnungsregeln verletzt sein könnten. Ob tatsächlich ein Regelverstoß vorliegt und welches Gewicht mögliche Beanstandungen hätten, ist derzeit offen. Eine belastbare Bewertung kann erst eine formale Prüfung durch die zuständige Universität liefern.

Buyx weist die Vorwürfe zurück

Alena Buyx hat die Anschuldigungen zurückgewiesen. Sie lässt die Angelegenheit nach eigenen Angaben rechtlich prüfen und hat zugleich erklärt, dass sie bei einer Überprüfung durch die Universität für Auskünfte zur Verfügung stehen werde.

Warum der Vorgang besondere Aufmerksamkeit erhält

Plagiatsvorwürfe lösen in Deutschland regelmäßig breite Debatten aus. In Münster kommt hinzu, dass die Medizinische Fakultät in den vergangenen Jahren bereits eine größere Zahl von Verdachtsfällen prüfen musste. Die Fakultät hat dazu veröffentlicht, dass die Aufarbeitung in mehreren Verfahren zu Konsequenzen führte, darunter Entzüge von Doktorgraden und Rügen. Das ist keine Vorwegnahme einer Bewertung im aktuellen Fall, macht aber verständlich, warum eine erneute angekündigte Prüfung besondere Aufmerksamkeit bekommt.

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