Apostelkirche Münster öffnet nach 391 Tagen wieder ihre Türen

Umbau und Sanierung der Propsteikirche St. Clemens im nächsten Jahr
Foto: Mirosław i Joanna Bucholc

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Nach mehr als einem Jahr Sanierung kehrt in die Apostelkirche Münster wieder Leben ein. Am Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, öffnet die historische Kirche an der Neubrückenstraße erneut für Gottesdienste, Musik und Begegnung. Der Eröffnungsgottesdienst ist für 10 Uhr geplant. Hinter der Gemeinde liegen 391 Tage ohne reguläre Nutzung des Kirchenraums.

Sanierung betraf vor allem Innenraum und Deckengewölbe

In den vergangenen 13 Monaten wurden vor allem Schäden im Inneren der Apostelkirche behoben. Betroffen waren das Deckengewölbe, Risse, Putzschäden und die historischen Deckenmalereien. Gerade diese Malereien wurden aufwendig restauriert und sollen nach der Wiedereröffnung wieder deutlich stärker sichtbar sein.

Gemeinde musste auf andere Orte ausweichen

Während der Schließung fanden viele Gottesdienste und Veranstaltungen in der kleineren St.-Johannes-Kapelle statt. Etwa ein Dutzend Mal wich die Gemeinde außerdem in die Observantenkirche aus. Betroffen waren neben Gemeindegliedern auch Musikgruppen, Besucherinnen und Besucher, Touristen sowie verschiedene Veranstaltungsformate.

Historische Kirche mit besonderer Bedeutung für Münster

Die Apostelkirche zählt zu den bedeutenden Sakralbauten Münsters. Sie gilt als älteste gotische Hallenkirche der Stadt und als wichtige mittelalterliche Klosterkirche der Minoriten. Ihre Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Nach Kriegszerstörung und Wiederaufbau prägt sie bis heute die nördliche Altstadt.

Fördermittel, Spenden und Eigenmittel machten Sanierung möglich

Finanziert wurde die Sanierung durch mehrere Förderer, Stiftungen, Spenden und Eigenmittel der Gemeinde. Beteiligt waren unter anderem das Land Nordrhein-Westfalen, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, die Rudolf-August Oetker Stiftung und die Stiftung KiBa. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützte die Restaurierungs- und Malerarbeiten mit 150.000 Euro.

Neues Raumkonzept soll flexible Formate ermöglichen

Mit der Wiedereröffnung verändert sich auch die Nutzung der Kirche. Im Nordschiff stehen künftig keine festen Kirchenbänke mehr. Dadurch entsteht Raum für neue Formate wie Tanz, Yoga, Konzerte, Lesungen, Jazz, Dinner oder offenere Gottesdienstformen. Die Gemeinde stellt den Neustart deshalb unter das Motto „Apostel macht auf“.

Wiedereröffnung mit Musik und Veranstaltungen

Zur Wiedereröffnung sind neben dem festlichen Kantatengottesdienst weitere Veranstaltungen geplant. Am 30. und 31. Mai 2026 soll im Rahmen des Festivals „Musica Sacra“ das Oratorium „The Dream of Gerontius“ aufgeführt werden. 

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