
Die Apothekenreform wird auch für Patientinnen und Patienten in Münster spürbar, wenn sie wie geplant in Kraft tritt. Der Bundestag hat das Gesetz beschlossen, nun stehen noch weitere formale Schritte aus. Geplant sind mehr Impfangebote in Apotheken, zusätzliche Präventionsleistungen, mehr Handlungsspielraum bei Lieferengpässen und neue Regeln für die Versorgung in ländlichen Regionen. Gerade für Münster und das Umland ist der Blick auf die Apothekenversorgung relevant, weil Notdienste und Erreichbarkeit nicht nur die Innenstadt, sondern auch Außenbezirke und Nachbargemeinden betreffen. Die Stadtwerke Münster verweisen für Notfallapotheken auf den Notdienstkalender der Apothekerkammer Westfalen-Lippe und weisen darauf hin, dass in Außenbezirken auch Apotheken in Nachbargemeinden wichtig sein können.
Für Münsteranerinnen und Münsteraner könnte sich der Gang in die Apotheke künftig erweitern. Apotheken sollen nicht mehr nur Arzneimittel abgeben und beraten, sondern zusätzliche Aufgaben übernehmen. Vorgesehen ist unter anderem, dass sie neben Grippe- und Corona-Impfungen auch Impfungen mit Totimpfstoffen anbieten dürfen. Dazu zählen etwa Impfungen gegen Tetanus oder FSME. Voraussetzung bleibt eine entsprechende Schulung des Personals.
Auch Präventionsangebote sollen ausgebaut werden. Apotheken sollen stärker in die Vorsorge bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und tabakassoziierten Erkrankungen eingebunden werden. Für Münster kann das vor allem dort relevant werden, wo Patientinnen und Patienten unkomplizierte Angebote in Wohnortnähe suchen. Wie diese Leistungen im Alltag genau ausgestaltet werden, ist allerdings noch offen.
Ein weiterer Kernpunkt der Reform betrifft den Umgang mit Arzneimitteln. Bei bekannter Langzeitmedikation sollen Apotheken bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente künftig in begrenztem Umfang auch ohne neue ärztliche Verordnung abgeben dürfen. Außerdem sollen sie bei Lieferengpässen schneller auf andere geeignete Präparate ausweichen können. Das kann auch in Münster wichtig werden, wenn verordnete Medikamente nicht verfügbar sind und Patientinnen oder Patienten kurzfristig Ersatz benötigen.
Der lokale Bezug lässt sich zusätzlich über den Notdienst erklären. Für Münster werden Notdienstapotheken tagesaktuell über die Apotheken-Notdienstsuche ausgewiesen. Am 23. Mai 2026 waren dort im Umkreis von 25 Kilometern mehrere Notdienstapotheken gelistet, darunter Apotheken in Münster selbst sowie in Nachbarorten wie Sendenhorst und Greven. Damit zeigt sich: Apothekenversorgung ist auch in einer Großstadt wie Münster nicht nur eine Frage einzelner Standorte, sondern Teil eines regionalen Netzes.
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