
Münster. Die Pkw-Dichte in Münster ist 2026 gestiegen. Zum Jahresbeginn kamen rechnerisch 500,1 zugelassene Autos auf 1.000 Einwohner. Ein Jahr zuvor hatte der Wert noch bei 494,6 gelegen. Damit entfällt statistisch auf etwa jeden zweiten Menschen in der Stadt ein Pkw. Die Daten beziehen den Fahrzeugbestand vom 1. Januar auf die Einwohnerzahl am Ende des jeweiligen Vorjahres.
Trotz des Anstiegs liegt die Autodichte in Münster weiterhin klar unter den Vergleichswerten für Nordrhein-Westfalen und Deutschland. Landesweit wurden Anfang 2026 durchschnittlich 592,9 Pkw je 1.000 Einwohner registriert. Der bundesweite Wert lag ebenfalls bei rund 593 Autos. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Pkw-Dichte in NRW nach Angaben des Statistischen Landesamtes um 0,6 Prozent zu.
Auch im direkten Umland sind deutlich mehr Autos je Einwohner zugelassen. Für den Kreis Coesfeld weist die Statistik 648,9 Pkw je 1.000 Einwohner aus. Im Kreis Warendorf liegt der Wert bei 644,7 und im Kreis Steinfurt bei 638,4. Damit unterscheidet sich Münster klar von den angrenzenden Landkreisen. Nach Angaben von IT.NRW liegt die Pkw-Dichte in ländlichen Regionen grundsätzlich häufig höher als in Großstädten.
Der aktuelle Wert liegt nur geringfügig über dem Stand zur Jahrtausendwende. Im Jahr 2000 waren in Münster 483,8 Pkw je 1.000 Einwohner registriert. Bis 2007 stieg die Dichte auf 576 und ging anschließend über mehrere Jahre zurück. In den vergangenen sechs Jahren zeigte die Entwicklung wieder nach oben.
Bei der Einordnung der Zahlen ist zu beachten, dass die Pkw-Dichte nicht allein von der Zahl der zugelassenen Fahrzeuge abhängt. Auch Veränderungen der Einwohnerzahl wirken sich auf den Wert aus. Die Fahrzeugdaten stammen aus der Bestandsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes, während für die Bevölkerungszahl die amtliche Fortschreibung zum 31. Dezember des Vorjahres verwendet wird.
Der gestiegene Autobestand ändert nichts an der großen Bedeutung des Fahrrads für die Mobilität in Münster. Der Radverkehrsbericht der Stadt für die Jahre 2018 bis 2022 weist durchschnittlich 1,4 Fahrräder je Einwohner aus. In einem Münsteraner Haushalt standen demnach statistisch 2,5 Fahrräder zur Verfügung. Der nordrhein-westfälische Durchschnitt lag bei 1,8 Fahrrädern pro Haushalt.
Damit liegt die rechnerische Fahrradausstattung weiterhin deutlich über der aktuellen Pkw-Dichte. Die beiden Werte stammen allerdings aus unterschiedlichen Erhebungszeiträumen und können deshalb nur zur Einordnung der Größenordnung herangezogen werden.
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