
Münster. Auf der B51 in Münster beginnt am heutigen Montag, 8. Dezember 2025, eine einspurige Sperrung. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Wolbecker Straße und Warendorfer Straße, einer der meistbefahrenen Korridore der Stadt. Die Fahrtrichtung Norden wird täglich zwischen 9 und 15 Uhr vollständig gesperrt. In Richtung Süden hingegen bleibt die Strecke durchgehend befahrbar.
Straßen-NRW entschied sich bewusst für dieses Zeitfenster, weil der Verkehr am Vormittag und frühen Nachmittag geringer ausfällt als während der Pendlerstunden. Dennoch müssen Autofahrerinnen und Autofahrer mit Verzögerungen rechnen, denn die Sperrung trifft einen zentralen Abschnitt der östlichen Umgehungsstraße.
Für die gesperrte Nordfahrbahn wurde eine ausgeschilderte Umleitung eingerichtet. Sie führt über die L586 sowie den Albersloher Weg und soll den Verkehr großräumig an der Baustelle vorbeileiten. Besonders in den Mittagsstunden ist mit dichterem Verkehrsaufkommen zu rechnen, da sich die Umleitungsstrecke mit anderen Hauptachsen im Stadtgebiet kreuzt.
Der Grund für die einspurige Verkehrsführung liegt in umfangreichen Vorarbeiten für den neuen Lärmschutz im Bereich des Trogs Mauritz. Die bevorstehenden Messungen und Untersuchungen sind notwendig, um die Positionen der zukünftigen Wände exakt bestimmen zu können.
Diese Arbeiten finden nur wenige Tage statt, sollen jedoch in einem Zug abgeschlossen werden, damit es während der späteren Bauphasen möglichst wenige zusätzliche Sperrungen gibt. Vermessungsteams werden direkt im Baustellenbereich tätig sein, weshalb der Verkehr vorübergehend nicht zweispurig durch den Trog geführt werden kann.
Während die Vorarbeiten nun auf der Straße stattfinden, bereitet ein Fertigteilwerk parallel die benötigten Bauelemente vor. Dort entstehen spezielle gebogene Betonelemente, die später den Lärmschutz am Trog Mauritz bilden.
Ab Frühjahr 2026 beginnt die Montage der Lärmschutzwände direkt an der B51. Vorgesehen ist, die mehr als sieben Meter hohen Elemente auf beiden Seiten des Trogs zu errichten. Sie sollen den Lärmpegel rund um die dicht besiedelten Bereiche deutlich senken. Nach aktueller Planung sollen diese Arbeiten im Laufe des Jahres vollständig abgeschlossen werden.
Die aktuelle Sperrung reiht sich ein in ein Großprojekt, das Münster seit Jahren prägt. Der sogenannte Trog Mauritz bildet den letzten großen Abschnitt des Ausbaus der Umgehungsstraße zwischen Wolbecker Straße und Warendorfer Straße. Auf rund 900 Metern wird die B51 hier abgesenkt, um die Verkehrsführung zu verbessern und gleichzeitig die Lärmbelastung zu reduzieren.
Der Ausbau umfasst außerdem den vierstreifigen Ausbau der B51 sowie die Neubauarbeiten an der B481n. Dazu gehören Brückenumbauten, insbesondere im Bereich des Autobahnkreuzes Münster-Süd, das wegen seiner Form im Volksmund als „Spinne“ bekannt ist.
Die Dauerbaustelle im Bereich Münster-Mitte wird voraussichtlich noch bis Ende 2026 bestehen bleiben – ein Zeitraum, der viele Verkehrsteilnehmende weiterhin fordern wird.
Ausschreibungsunterlagen zeigen, wie groß das Projekt im Detail ist: Mehrere tausend Quadratmeter schallabsorbierende Wandverkleidung sowie zahlreiche Fertigteile aus Stahlbeton sind für den Lärmschutz vorgesehen. Die jetzt laufenden Vermessungen sind deshalb besonders wichtig, da sie die exakten Positionen festlegen und spätere Montagearbeiten beschleunigen sollen.
Der Ausbau der B51 ist seit Jahren umstritten. Bürgerinitiativen kritisieren vor allem Flächenverbrauch, prognostizierten Verkehrszuwachs und klimapolitische Auswirkungen. Befürworter hingegen verweisen auf die entstehende Leistungsfähigkeit der Straße, die Entlastung innerstädtischer Verkehrsadern und den erheblichen Lärmschutzgewinn für Anwohnerinnen und Anwohner – insbesondere durch die neuen Wände am Trog Mauritz.
Der Ausbau des Fernwärmenetzes auf der Metzer Straße und dem Inselbogen hat das Ziel, sowohl Privathäuser als auch öffentliche Einrichtungen wie Kirchen und Schulen an das Wärmenetz anzuschließen. Dies soll die Versorgungssicherheit verbessern und gleichzeitig eine umweltfreundlichere Heizoption für zukünftige Anlieger schaffen.
Der Fernwärmenetzausbau im Geistviertel wird von den Stadtnetzen Münster früher durchgeführt als ursprünglich geplant. Diese Entscheidung wurde getroffen, um die geplanten Arbeiten an einer Trinkwasserleitung in der Weseler Straße in den Jahren 2025/ 2026 nicht zusätzlich zu belasten. Durch die vorgezogene Umsetzung des Projekts sollen Überschneidungen der Bauarbeiten vermieden werden. Zudem sollen die Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer minimiert werden.
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