
Der Wechsel zu Krombacher ist bei Preußen Münster mehr als eine neue Biermarke an den Zapfhähnen. Ab der Saison 2026/27 übernimmt die Brauerei aus Kreuztal die Bierpartnerschaft im LVM-Preußenstadion. Damit endet zugleich die lange Verbindung mit Warsteiner. Für den Verein fällt die Entscheidung in eine Phase, in der das Stadion an der Hammer Straße nicht nur baulich, sondern auch wirtschaftlich neu aufgestellt wird.
Krombacher wird nach Angaben des SC Preußen Münster künftig in allen Stadionbereichen vertreten sein. Dazu zählen die klassischen Getränkestände ebenso wie die Hospitality-Bereiche auf der Südtribüne und später auf der neuen Nordtribüne. Die Partnerschaft ist langfristig angelegt und soll dem Verein unabhängig von der Ligazugehörigkeit Planungssicherheit geben.
Auffällig ist der Zeitpunkt. Preußen Münster hatte das Thema Bierpartner bereits in den vergangenen Wochen neu bewertet. ms-aktuell.de berichtete am 22. April 2026, dass sich ein Wechsel von Warsteiner zu Krombacher abzeichnen könnte. Damals war die Entscheidung noch nicht offiziell bestätigt. Nun ist klar: Der Verein zieht den Wechsel tatsächlich durch.
Für viele Fans wird die Veränderung unmittelbar sichtbar sein. Warsteiner war mehr als zwei Jahrzehnte mit Preußen Münster verbunden. Der Abschied betrifft damit nicht nur eine Lieferbeziehung, sondern einen Teil des Stadionalltags vieler Heimspiele. Der Verein verbindet den Schritt zugleich mit dem Anspruch, rund um Spieltage neue Formate und zusätzliche Aktivierungen im Münsterland zu entwickeln.
Der neue Bierpartner steht nicht allein. Bereits Ende März hatte Preußen Münster eine weitere wichtige Entscheidung für den Stadionbetrieb bekanntgegeben. Ab der Saison 2026/27 übernimmt die neu gegründete Stadionwirte eGbR das Catering im LVM-Preußenstadion. Dahinter stehen die Unternehmer Holger Eiken und Guido Grosch. Der Zuschlag erfolgte nach einem strukturierten Ausschreibungsverfahren.
Damit verändert sich zur kommenden Saison die gesamte Versorgung der Zuschauerinnen und Zuschauer. Speisen, Getränke, Bezahlwege und Kioskabläufe werden neu organisiert. Nach Vereinsangaben sollen alle Kioske mit bargeldlosen Kassen ausgestattet werden. Wer Bargeld nutzen möchte, soll es auf eine Stadionbezahlkarte laden können. Für Preußen Münster ist das wirtschaftlich relevant: Die Einnahmen aus der Catering-Konzession sollen nach Ticketing, Sponsoring und TV-Geldern zur viertgrößten Ertragssäule des Clubs werden.
Genau in diesem Zusammenhang bekommt auch die Bierpartnerschaft ein anderes Gewicht. In einem alten, begrenzten Stadion war der Bierpartner vor allem im normalen Spieltagsbetrieb präsent. Im modernisierten LVM-Preußenstadion geht es zusätzlich um Hospitality, Logen, Businessflächen, größere Zuschauerzahlen und Markenpräsenz. Der Ausschank wird damit Teil eines größeren Vermarktungskonzepts.
Der Stadionumbau bildet den Hintergrund der Entscheidung. Die Stadt Münster lässt das LVM-Preußenstadion zu einem reinen Fußballstadion ausbauen. Geplant ist eine Kapazität von mehr als 19.000 Zuschauerinnen und Zuschauern. Die Fertigstellung ist nach Angaben der Stadt für Anfang 2028 vorgesehen. Das Budget liegt derzeit bei 88,5 Millionen Euro.
Nach der Westtribüne folgen die weiteren Bauabschnitte. Die Stadt nennt den Neubau der Osttribüne und der Nordtribüne als zentrale nächste Schritte. Direkt nach dem 34. Spieltag der Saison 2025/26 soll zudem der Abriss der Nordtribüne beginnen. Dort entstehen Sitzplätze, Logen sowie Service- und Businessflächen. Gerade diese Bereiche sind für Sponsoren, Catering und Getränkepartner besonders wichtig.
Preußen Münster nutzt den Umbau damit auch, um seine Erlösstruktur professioneller aufzustellen. Mehr Plätze bedeuten mehr potenzielle Zuschauer. Neue Kioske bedeuten schnellere Abläufe. Hospitality-Flächen, Logen und Businessbereiche schaffen zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten. Der Krombacher-Wechsel ist deshalb nicht nur eine Fanfrage, sondern ein Baustein in der wirtschaftlichen Entwicklung des Vereins.
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