Bürgerbeteiligung für Agri-Solarpark in Amelsbüren startet am 9. März

Münster verstärkt Klimaschutzmaßnahmen: Ziele in Gefahr
Foto: andreas160578 auf Pixabay

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Münster. In Amelsbüren beginnt am 9. März die Bürgerbeteiligung für den neuen Agri-Solarpark. Hinter dem Projekt stehen die Stadtwerke Münster. Erstmals können Anwohnerinnen und Anwohner sowie bestimmte Stromkundinnen und -kunden direkt in eine lokale Freiflächenanlage investieren.

Geplant ist ein Beteiligungsvolumen von 1,5 Millionen Euro. Angeboten wird ein qualifiziertes Nachrangdarlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einer Verzinsung von vier Prozent jährlich. Die Mindestbeteiligung liegt bei 500 Euro, maximal können 25.000 Euro investiert werden. Die Zeichnung erfolgt online über das Beteiligungsportal der Stadtwerke.

Vorrang für Amelsbüren

Zum Auftakt am 9. März erhalten zunächst Menschen mit Erstwohnsitz im Postleitzahlengebiet 48163 ein Vorzeichnungsrecht. Ebenfalls berechtigt sind Kundinnen und Kunden mit dem Tarif „Ökostrom Pro Klima“. Ab dem 12. März wird das Angebot auf weitere Stromkundinnen und -kunden der Stadtwerke ausgeweitet.

Mit dem Modell setzen die Stadtwerke auf eine bekannte Finanzierungsform für Energieprojekte. Ein Nachrangdarlehen ist jedoch keine klassische Spareinlage. Im Insolvenzfall würden Ansprüche erst nachrangig bedient. Darauf wird im Beteiligungsangebot ausdrücklich hingewiesen.

Solarstrom und Ackerbau auf 13,2 Hektar

Der Agri-Solarpark entsteht in Münster-Amelsbüren im Bereich der Straße Hartmannsbrook. Die Fläche umfasst 13,2 Hektar. Installiert wird eine Leistung von rund 4,9 Megawatt peak. Nach Angaben der Stadtwerke soll die Anlage jährlich etwa 5,75 Gigawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht rechnerisch dem Bedarf von rund 1.650 Haushalten.

Besonderheit des Projekts ist die Doppelnutzung der Fläche. Zwischen den aufgeständerten Solarmodulen soll weiterhin Landwirtschaft betrieben werden. Ein Großteil der Fläche bleibt bewirtschaftbar, da die Module erhöht montiert sind.

Direktleitung zur Batteriezellforschung

Der produzierte Strom wird nicht ausschließlich ins öffentliche Netz eingespeist. Er fließt über eine Direktleitung zur Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle im Hansa-Business-Park. Dort werden Batteriezellen entwickelt und gefertigt. Die Versorgung aus erneuerbaren Quellen soll die energieintensive Forschung klimafreundlicher machen.

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Die Bauarbeiten laufen seit dem vergangenen Herbst. Die Inbetriebnahme ist für April vorgesehen. Nach Angaben der Stadtwerke handelt es sich um den ersten Agri-Solarpark dieser Größenordnung im Stadtgebiet.

Energiepolitik vor Ort

Für Münster ist das Projekt ein weiterer Baustein beim Ausbau erneuerbarer Energien. Zugleich verbindet es lokale Stromerzeugung mit einem industriellen Forschungsstandort. Die Bürgerbeteiligung soll Akzeptanz schaffen und die Finanzierung ergänzen.

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