
Köln. Für die Uni Baskets Münster wurde der Abend in Köln früh zu einer schweren Aufgabe. In der 2. Basketball-Bundesliga ProA unterlag Münster bei den RheinStars Köln mit 62:86. Entscheidend war vor allem der Auftakt: Nach dem ersten Viertel lag das Team bereits deutlich zurück. Auch zur Halbzeit war der Abstand groß, sodass Münster über weite Strecken gegen den Spielverlauf und die Zahlen anspielen musste.
Am Ende stand zwar ein gewonnenes Schlussviertel, am Ausgang änderte das jedoch nichts mehr. Die Uni Baskets nahmen aus Köln keine Punkte mit und bleiben in der Tabelle weiter am unteren Ende.
Die Partie begann aus Münsteraner Sicht mit einem klaren Rückstand, der sich schon in den ersten zehn Minuten aufbaute. Köln entschied das erste Viertel mit 32:7 für sich. Damit war früh eine Dynamik im Spiel, die Münster in den folgenden Abschnitten nur noch selten durchbrechen konnte.
Ein so deutlicher Startvorteil wirkt in der ProA nicht nur auf den Spielstand, sondern auch auf die Spielanlage. Münster musste schnell mehr Risiko gehen, um den Abstand zu verkürzen. Köln konnte dagegen häufiger aus einer komfortablen Situation heraus agieren und den Vorsprung verwalten. Der erste Abschnitt prägte damit die gesamte Statik der Begegnung.
Dass Münster offensiv zunächst kaum zu Punkten kam, spiegelte sich später auch in der Gesamtquote wider. Insgesamt trafen die Uni Baskets nur 28 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld. In einem Auswärtsspiel ist das schwer zu kompensieren, erst recht gegen ein Team, das früh zweistellig wegzieht.
Im zweiten Viertel stabilisierte sich Münster in der Verteidigung zumindest im Ergebnis, weil der Abschnitt enger verlief. Köln gewann auch diesen Spielabschnitt, diesmal mit 16:14. Zur Halbzeit stand es 48:21. Münster hatte also weiterhin einen sehr großen Rückstand, der die Möglichkeiten für die zweite Hälfte stark einschränkte.
Auffällig war in dieser Phase, dass Münster zwar einzelne Sequenzen ordentlich spielte, aber kein längeres Momentum bekam. Auch statistisch blieb Köln im Vorteil, unter anderem durch die Arbeit am Brett. Im Rebound-Duell setzte sich Köln insgesamt mit 51:42 durch. Das bedeutete für Münster weniger zweite Chancen im Angriff und gleichzeitig mehr Phasen, in denen Köln seine Angriffe verlängern konnte.
Neben der Quote spielte auch die Fehlerzahl eine Rolle. Münster leistete sich 15 Ballverluste, Köln kam auf 10 Turnover. In Kombination mit dem frühen Rückstand war das ein weiterer Faktor, der ein kontrolliertes Comeback erschwerte.
Nach der Pause ging der Trend zunächst in Richtung der Gastgeber weiter. Köln gewann das dritte Viertel mit 27:17 und stellte damit vor dem Schlussabschnitt auf 75:38. Münster musste damit für das letzte Viertel eher Schadensbegrenzung betreiben als realistisch um den Ausgang spielen.
In dieser Phase zeigte sich, wie schwer es ist, über längere Strecken in den Spielstand zurückzukommen, wenn die eigene Trefferquote niedrig bleibt und der Gegner die Rebounds kontrolliert. Münster kam zwar weiter zu Würfen, aber die Effizienz reichte nicht aus, um den Abstand nennenswert zu verkürzen. Köln musste nicht permanent ins Tempo gehen, sondern konnte den Vorsprung mit strukturierten Angriffen und stabiler Verteidigung sichern.
Im letzten Abschnitt gelang Münster noch ein deutlich besseres Viertel. Die Uni Baskets entschieden das Schlussviertel mit 24:11 für sich und verkürzten damit zumindest den Endstand auf 62:86. Der Abstand aus den ersten drei Vierteln war jedoch zu groß, um das Spiel noch einmal offen zu gestalten.
In der Punkteverteilung ragte bei Münster Philip Alston mit 17 Zählern heraus. Nick McMullen kam auf 11 Punkte und war mit 10 Rebounds auch der beste Münsteraner Rebounder. Curtis Jones erzielte 7 Punkte, Jason Ani und Cosmo Grühn jeweils 6. Weitere Zähler steuerten unter anderem Neil Masnic, Paul Viefhues, Marlon Pahnke, Marko Dilschmann und Andrew O’Brien bei.
Die Niederlage in Köln passt zur aktuellen Ausgangslage in der Liga. Nach 22 Spielen stehen die Uni Baskets Münster bei 5 Siegen und 17 Niederlagen. Damit bleibt Münster Tabellenletzter. Leverkusen liegt direkt davor auf Rang 17 mit 6 Siegen und 16 Niederlagen. Beide Teams trennen damit aktuell zwei Punkte.
Das nächste Spiel hat deshalb besondere Bedeutung: Am Samstag empfängt Münster die Bayer Giants Leverkusen. In der Konstellation geht es für beide Teams um wichtige Punkte im unteren Tabellenbereich der ProA.
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