Erleichterung bei Galeria: Insolvenzgeld für Tausende Beschäftigte bewilligt

Galeria-Beschäftigte erhalten Insolvenzgeld. Was bedeutet die Entscheidung für die Kaufhäuser in Münster und ihre rund 200 Mitarbeiter?
alpenzoo, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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Münster. Gute Nachrichten für die Beschäftigten der erneut insolventen Warenhauskette Galeria: Die Bundesagentur für Arbeit hat am Dienstag die Zahlung von Insolvenzgeld für 9.650 Mitarbeiter bewilligt. Damit sind die Gehälter vorerst abgesichert und eine wichtige Voraussetzung für die Fortführung des Geschäftsbetriebs geschaffen. Auch für die Beschäftigten der beiden Galeria-Kaufhäuser in Münster ist die Entscheidung ein wichtiges Signal. Die langfristige Zukunft der Standorte an der Ludgeristraße und der Salzstraße bleibt allerdings offen.

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Insolvenzgeld für Galeria: Gehälter vorerst gesichert

Nach einer eingehenden rechtlichen Prüfung hat die Bundesagentur für Arbeit bestätigt, dass die Voraussetzungen für die Zahlung von Insolvenzgeld erfüllt sind. Insgesamt profitieren 9.650 Beschäftigte von der Entscheidung. Galeria beschäftigt bundesweit rund 11.250 Menschen. Für weitere Unternehmensteile, darunter Gastronomie- und Lebensmittelbereiche, laufen gesonderte Insolvenzverfahren.

Das Insolvenzgeld entspricht grundsätzlich dem bisherigen Nettoarbeitsentgelt und wird für höchstens drei Monate gezahlt. Damit die Mitarbeiter möglichst schnell ihr Geld erhalten, soll eine Bank die Zahlungen vorfinanzieren. So müssen die Beschäftigten nicht die reguläre Abwicklung des Insolvenzverfahrens abwarten.

Für Galeria ist die Entscheidung von großer Bedeutung. Die Lohnabsicherung erleichtert es, die bundesweit noch 83 Warenhäuser zunächst weiterzubetreiben. Eine Garantie für den langfristigen Erhalt der Standorte ist damit allerdings nicht verbunden.

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Was bedeutet die Entscheidung für Galeria in Münster?

In Münster betreibt Galeria weiterhin zwei Warenhäuser: an der Ludgeristraße und an der Salzstraße. Nach bisherigen Angaben arbeiten dort insgesamt rund 200 Menschen. Eine aktuelle unabhängige Bestätigung dieser Beschäftigtenzahl liegt allerdings nicht vor.

Beide Kaufhäuser werden weiterhin offiziell als Filialen geführt. Eine Schließung wurde für keinen der beiden Münsteraner Standorte bestätigt. Ob sämtliche Beschäftigten vor Ort durch die jetzt bewilligten Zahlungen abgesichert sind oder teilweise unter gesonderte Insolvenzverfahren fallen, ist noch nicht abschließend geklärt.

Bereits im Mai 2026 hatte Galeria die Leitung der beiden Münsteraner Häuser zusammengeführt. Seitdem verantwortet Fredrik Horstmann beide Filialen.

Stadt Münster ist selbst Vermieterin von Galeria

Eine besondere Rolle spielt die Stadt Münster. Sie hatte Anfang 2025 das Galeria-Gebäude an der Ludgeristraße aus der Insolvenzmasse des früheren Signa-Konzerns erworben. Ziel war es, den Warenhausstandort langfristig zu sichern und Arbeitsplätze in der Innenstadt zu erhalten.

Galeria nutzt die Immobilie weiterhin als Mieterin. Damit ist die Stadt nicht nur von möglichen Auswirkungen auf den Einzelhandel und die Beschäftigten betroffen, sondern auch unmittelbar als Eigentümerin des Gebäudes.

Vierte Insolvenz in sechs Jahren: Galeria kämpft erneut ums Überleben

Am 2. Oktober 2026 hatte Galeria beim Amtsgericht Düsseldorf erneut einen Insolvenzantrag gestellt. Es ist bereits das vierte Insolvenzverfahren der Warenhauskette innerhalb von sechs Jahren. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Frank Kebekus bestellt.

Dass die Beschäftigten erneut Insolvenzgeld erhalten können, war zunächst nicht selbstverständlich. Hintergrund ist das Insolvenzverfahren aus dem Jahr 2024, dessen frühere Gesellschaft noch unter Planüberwachung steht. Der aktuelle Antrag betrifft jedoch einen anderen Rechtsträger, die Galeria S.à r.l. & Co. KG. Dieser Unterschied war für die rechtliche Prüfung des erneuten Anspruchs entscheidend.

Schon vor dem Insolvenzantrag hatte sich die wirtschaftliche Situation zugespitzt. Im Juni 2026 erhielt Galeria eine Finanzierungsmöglichkeit von bis zu 160 Millionen Euro durch den US-Finanzinvestor Gordon Brothers. Im Juli wurde bekannt, dass 33 Warenhäuser auf ihre Zukunftsfähigkeit überprüft werden sollten. Ob die beiden Münsteraner Filialen dazugehören, ist bislang nicht bestätigt.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu