
Nach einem schweren Unfall mit einem Schwertransporter auf der A33 bei Paderborn müssen Autofahrer am Dienstag, 13. Oktober 2026, mit Verkehrsbehinderungen rechnen. Ein mit einem großen Betonbauteil beladenes Fahrzeug ist am Montagabend im Bereich Paderborn-Schloß Neuhaus umgekippt. Der 48 Jahre alte Fahrer wurde schwer verletzt. Für die Bergung eines knapp acht Tonnen schweren Betonbinders sind zwei Kräne vorgesehen. Anders als zunächst angekündigt, war am Dienstagvormittag vorerst nur ein Fahrstreifen in Richtung Bielefeld gesperrt.
Die Verkehrsführung auf der A33 hat sich im Laufe des Dienstagvormittags mehrfach geändert. Zunächst hatte die Polizei angekündigt, die Autobahn im Bereich Paderborn-Schloß Neuhaus für die Bergungsarbeiten in Richtung Bielefeld vollständig zu sperren. Die Arbeiten sollten zwischen 10 und 18 Uhr stattfinden.
Nach einer Aktualisierung von Radio Hochstift um 10:20 Uhr war jedoch zunächst lediglich der rechte Fahrstreifen betroffen. Demnach könnte der verbleibende Platz ausreichen, um den Schwertransport zu bergen, ohne die gesamte Richtungsfahrbahn zu schließen. Ob diese Regelung während der kompletten Bergung bestehen bleibt, war zunächst nicht sicher.
Bereits seit Montagabend war außerdem die Auffahrt Paderborn-Schloß Neuhaus in Richtung Bielefeld gesperrt. Eine Verkehrsmeldung der Landesmeldestelle sah die Einschränkung zunächst bis Dienstag, 18 Uhr, vor. Autofahrer sollten die aktuelle Beschilderung beachten und sich auf mögliche Verzögerungen einstellen.
Der Unfall ereignete sich am Montag, 12. Oktober, gegen 20:25 Uhr. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Bielefeld befuhr der 48-jährige Fahrer mit seinem Schwertransport eine Verbindungstangente der A33 im Bereich Paderborn-Schloß Neuhaus in Fahrtrichtung Bielefeld.
Das Fahrzeug transportierte ein großes Betonbauteil und war mit einem sogenannten Nachläufer ausgestattet. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche hintere Fahreinheit, die beim Transport besonders langer Lasten eingesetzt wird.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei geriet dieser Nachläufer zu weit an den rechten Fahrbahnrand. Unter der Belastung des Fahrzeugs und der Ladung brach ein Teil der Asphaltdecke weg.
In der Folge kippte das Gespann nach rechts. Während die Zugmaschine im Bereich der Fahrbahn zum Liegen kam, stürzten der Nachläufer und das transportierte Betonbauteil die angrenzende Böschung hinunter.
Die Feuerwehr Paderborn wurde um 20:37 Uhr alarmiert. Die ursprüngliche Einsatzmeldung betraf auslaufende Betriebsstoffe. An der Unfallstelle fanden die Einsatzkräfte jedoch einen umgekippten Schwertransport vor, dessen Führerhaus sich noch im Straßenbereich befand.
Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Nach Angaben der Feuerwehr konnte er sich innerhalb des Führerhauses eigenständig auf dessen Seite bewegen. Wegen der ungewöhnlichen Lage der Kabine war die Rettung dennoch schwierig.
Ein Rettungswagen und ein Notarzt übernahmen die medizinische Erstversorgung. Anschließend wurde der Mann aus dem Fahrzeug gerettet und in ein Krankenhaus gebracht.
Die Feuerwehr sicherte währenddessen die Unfallstelle ab und stellte den Brandschutz sicher. Beteiligt waren Kräfte der hauptamtlichen Feuerwehr Paderborn und des Löschzuges Schloß Neuhaus. Nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen wurde der Einsatzort für die weitere Unfallaufnahme und die Organisation der Bergung an die Polizei übergeben.
Bereits unmittelbar nach dem Unfall musste die Autobahn in Fahrtrichtung Bielefeld gesperrt werden. Die Einschränkung begann nach Polizeiangaben am Montag gegen 20:30 Uhr und dauerte bis Dienstag um 4 Uhr.
Während dieser rund siebeneinhalb Stunden standen zunächst die Rettung des Verletzten, die Sicherung der Unfallstelle und die Bergung der Zugmaschine im Mittelpunkt.
Der Schwertransport auf der A33 verursachte damit erhebliche Einschränkungen im nächtlichen Verkehr. Auch nach der Wiederfreigabe der Richtungsfahrbahn waren die Arbeiten noch nicht abgeschlossen.
Der im Graben liegende Nachläufer und seine Ladung konnten zunächst nicht abtransportiert werden. Deshalb waren weitere Maßnahmen am Dienstag erforderlich.
Im Mittelpunkt der Bergungsarbeiten steht ein Betonbinder mit einem Gewicht von rund 7,98 Tonnen. Das Bauteil befindet sich zusammen mit dem Nachläufer unterhalb der Fahrbahn im angrenzenden Gelände.
Für die Bergung sind nach Angaben der Polizei zwei Kräne vorgesehen. Sie sollen das Bauteil und die verbliebenen Fahrzeugteile aus dem Graben heben, damit sie anschließend abtransportiert werden können.
Die Arbeiten wurden für Dienstag zwischen 10 und 18 Uhr angekündigt. Die tatsächliche Dauer hängt vom Verlauf der Bergung ab. Eine abschließende Uhrzeit für die vollständige Freigabe aller betroffenen Verkehrsflächen war zunächst nicht bestätigt.
Die besondere Herausforderung liegt in der Position der schweren Ladung. Anders als bei einem gewöhnlichen liegen gebliebenen Lastwagen müssen Fahrzeugteile und Ladung aus einer Böschung zurück auf ein transportfähiges Niveau gehoben werden.
Neben den Verletzungen des Fahrers entstand erheblicher Sachschaden. Die Polizei bezifferte die Gesamtschadenshöhe am Dienstagmorgen auf ungefähr 160.000 Euro.
Demnach wurden bei dem Unfall auch rund 20 Elemente der Schutzplanke beschädigt. Hinzu kommt der beschädigte Fahrbahnrand, dessen Asphaltdecke nach den bisherigen Erkenntnissen unter der Belastung nachgab.
Ob nach der Bergung zusätzliche Arbeiten zur Wiederherstellung der Fahrbahn und der Schutzeinrichtungen erforderlich werden, war zunächst nicht abschließend mitgeteilt worden.
Die Polizei geht nach ihren bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass der Nachläufer zu weit nach rechts geriet und die Asphaltdecke unter der Last nachgab.
Damit ist der unmittelbare Ablauf des Unfalls weitgehend nachvollziehbar. Die weiteren Umstände sind jedoch noch nicht vollständig geklärt.
Insbesondere lagen zunächst keine abschließenden Angaben dazu vor, weshalb der Nachläufer den befestigten Fahrbahnbereich verließ und welche Faktoren im Einzelnen zu dem Unfall beitrugen.
Für Autofahrer bleibt unterdessen die Situation rund um die Anschlussstelle Paderborn-Schloß Neuhaus relevant. Die Bergung des Betonbinders sollte im Tagesverlauf fortgesetzt werden. Nach dem Stand vom späten Dienstagvormittag war dafür zunächst der rechte Fahrstreifen in Richtung Bielefeld gesperrt.
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