Münster/Anzeige. Wie viel kann ein einziges Jahr beim Vermögensaufbau ausmachen? Und wie gut kennen wir uns eigentlich mit unseren eigenen Finanzen aus? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am Dienstagabend (13. Oktober) die Teilnehmer des Finanzworkshops „Real Life“ in Münster. Hinter dem Format stehen Daniel Janning, Dennis Kalthoff und Franz Stupperich von der gleichnamigen Provinzial-Agentur. Gemeinsam wollen sie Finanzwissen rund um ETFs, Immobilien und Altersvorsorge verständlich vermitteln. Während Daniel Janning und Franz Stupperich den Workshop begleiteten, war Dennis Kalthoff urlaubsbedingt nicht dabei. Zu Gast war auch Dr. Stefanie Alt, Vorständin für Lebensversicherung bei der Provinzial Holding. ms-aktuell sprach mit ihr, Daniel Janning und Franz Stupperich über die Bedeutung finanzieller Bildung. Wer selbst teilnehmen möchte, hat in diesem Jahr nur noch einmal Gelegenheit dazu.
Real Life in Münster: Finanzwissen ohne komplizierte Fachsprache
Aktien, ETFs und Immobilien gelten als mögliche Wege zum langfristigen Vermögensaufbau. Doch wie funktionieren diese Anlageformen, welche Risiken sind damit verbunden und welche Rolle können sie für die persönliche Altersvorsorge spielen? Genau hier setzte der Real-Life-Workshop in Münster an. Statt ausschließlich theoretisches Finanzwissen zu vermitteln, wollten die Veranstalter Zusammenhänge erklären und die Teilnehmer aktiv in die Gespräche einbeziehen.
„Finanzwissen an die Menschen zu bringen, das ist das Anliegen“, erklärt Franz Stupperich im Interview mit ms-aktuell. Gemeinsam mit seinem Team möchte er den Teilnehmern grundlegende Zusammenhänge rund um Aktien, Fonds, ETFs und Immobilien näherbringen. Dabei geht es auch um die Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge und um steuerliche Aspekte.
Besonders wichtig sind Daniel Janning, Dennis Kalthoff und Franz Stupperich der persönliche Austausch. Daniel Janning betont, „dass wirklich dieses Interaktive den Workshop ausmacht“. Das zeigte sich auch am Dienstagabend: Immer wieder kamen Fragen und Einwürfe aus dem Publikum, Teilnehmer berichteten von ihren eigenen Erfahrungen. Auch in der Pause, in der es für alle Pizza gab, wurde weiterdiskutiert. Dabei ging es nicht nur um alltägliche Dinge, sondern auch um persönliche finanzielle Fehlentscheidungen, Erfahrungen mit der Riester-Rente oder Sorgen um die eigene Altersversorgung.
Warum Provinzial-Vorständin Stefanie Alt persönlich vorbeischaute
Unter den Gästen war auch Dr. Stefanie Alt, die seit dem 1. März 2026 im Vorstand der Provinzial Holding für das Ressort Lebensversicherung verantwortlich ist. Sie wollte sich persönlich einen Eindruck davon verschaffen, wie die regionalen Agenturen Finanz- und Vorsorgethemen in solchen Veranstaltungen vermitteln.
Im Gespräch mit ms-aktuell hob Stefanie Alt insbesondere die Bedeutung verständlicher Beratung hervor. „Die Altersversorgung und die gesetzlichen Regelungen dazu sind unglaublich kompliziert“, erklärte die Vorständin. Viele Menschen hätten Schwierigkeiten, sich in den verschiedenen Möglichkeiten und steuerlichen Regelungen zurechtzufinden. Deshalb sei es wichtig, die Zusammenhänge in Ruhe zu erläutern und verständlich aufzuzeigen, welche Möglichkeiten für die persönliche Vorsorge bestehen.
Alt sieht gerade in den regionalen Agenturen eine wichtige Anlaufstelle für solche Fragen. Persönliche Gespräche könnten dabei helfen, abstrakte Themen wie Altersvorsorge und langfristigen Vermögensaufbau greifbarer zu machen.
Das „achte Weltwunder“: Warum sich frühes Sparen auszahlen kann
Wie viel Unterschied kann ein einziges Jahr beim Sparen machen? Eine ganze Menge, wenn man Daniel Janning fragt. Im Gespräch mit ms-aktuell bezeichnet er den Zinseszinseffekt als das „achte Weltwunder“. Gemeint ist ein einfaches Prinzip: Wer Geld anlegt und seine Erträge wieder investiert, profitiert langfristig davon, dass auch diese Erträge weitere Gewinne erwirtschaften können. Der Geschäftsführer verdeutlichte anhand von Rechenbeispielen, dass selbst ein Jahr Unterschied beim Sparbeginn über mehrere Jahrzehnte erhebliche Auswirkungen haben kann. Die tatsächliche Entwicklung hängt allerdings von der erzielten Rendite ab.
Auch Provinzial-Vorständin Stefanie Alt betonte im Interview, dass es beim Vermögensaufbau nicht unbedingt auf große Summen ankomme. „Je früher man anfängt, auch nur kleine Beiträge zurückzulegen, desto mehr hat man dann zum Schluss, wenn man in Rente ist“, erklärte sie. Doch wohin mit dem Geld? Auch darüber wurde bei „Real Life“ gesprochen. Von klassischen Aktien über Fonds und ETFs bis hin zu Immobilien ging es um unterschiedliche Möglichkeiten, langfristig Vermögen aufzubauen und für das Alter vorzusorgen.
Gerade bei ETFs, mit denen Anleger je nach Ausgestaltung gleichzeitig in zahlreiche Unternehmen investieren können, standen die grundlegenden Zusammenhänge im Mittelpunkt. Dabei wurde auch deutlich, dass nicht jede Anlageform zu jedem Menschen passt. Während etwa Aktien und ETFs Kursschwankungen unterliegen, bringen Immobilien wiederum eigene finanzielle Verpflichtungen und Risiken mit sich. Entscheidend sind deshalb die persönlichen Ziele, die finanziellen Möglichkeiten und die Zeit, die bis zum Ruhestand bleibt.
Letzte Gelegenheit 2026: Real Life findet noch einmal im November statt
Wer sich selbst mit ETFs, Vermögensaufbau und Altersvorsorge beschäftigen möchte, hat in diesem Jahr noch eine Gelegenheit dazu. Am Dienstag, 10. November 2026, findet der letzte Real-Life-Workshop des Jahres in Münster statt. Auch bei diesem Termin sollen Grundlagen der Geldanlage verständlich erklärt und individuelle Fragen der Teilnehmer aufgegriffen werden.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen, die sich erstmals intensiver mit ihren Finanzen beschäftigen möchten, aber auch an Interessierte, die bereits über erste Erfahrungen verfügen. Weitere Informationen zum Workshop und zur Anmeldung gibt es auf der Internetseite der Provinzial-Agentur Janning, Kalthoff & Stupperich unter ver-sichert.de/etf-workshops.