Gievenbecker Wochenmarkt soll während langer Bauphase ans Fachwerk ziehen

Am Domplatz verschwindet ein alter Marktservice endgültig. Wochenmarkt Münster
Symbolbild: Caroline Muffert

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Münster. Der Wochenmarkt Gievenbeck soll auch während der anstehenden Umgestaltung der Ortsmitte weiter stattfinden. Nach Medienberichten ist dafür das Gelände am Fachwerk am Arnheimweg als Übergangsstandort vorgesehen. Damit bekommt die Suche nach einer Ausweichfläche für die mehrjährige Bauphase eine konkrete Lösung.

Warum der Wochenmarkt in Gievenbeck umziehen muss

Der bisherige Marktstandort liegt an der Gievenbecker Ortsmitte am Rüschhausweg. Dort findet der Wochenmarkt offiziell donnerstags von 14 bis 18 Uhr statt. Mit dem geplanten Umbau der Ortsmitte wird dieser Bereich jedoch selbst Teil einer umfangreichen Baustelle. Die Stadt Münster plant nach eigenen Angaben eine grundlegende Um- und Neugestaltung rund um St. Michael. Vorgesehen sind unter anderem neue Pflasterflächen, mehr Raum für Fußgänger, zusätzliche Bäume und neue Sitzmöglichkeiten. Auch die Straßen- und Leitungsinfrastruktur wird erneuert.

Fachwerk Gievenbeck bietet Nähe zur bisherigen Ortsmitte

Als Übergangsstandort soll nun das Fachwerk Gievenbeck genutzt werden. Das Stadtteilhaus liegt am Arnheimweg 40/42 und damit in räumlicher Nähe zum bisherigen Marktumfeld. Für Besucherinnen und Besucher ist der Standort auch mit dem Bus erreichbar. Die Stadt nennt für das Fachwerk die Linien 5, 11, 12 und N80 sowie die Haltestelle St.-Michael-Kirche. Damit würde der Markt während der Bauzeit nicht an den Rand des Stadtteils verlegt, sondern bliebe in einem vertrauten Umfeld mit öffentlicher Anbindung.

Umbau der Gievenbecker Ortsmitte dauert wohl mehrere Jahre

Der Umzug ist nicht nur eine kurzfristige Zwischenlösung. Nach dem aktuellen Stand der Stadt Münster soll mit der Straßenbaumaßnahme sowie der Erneuerung von Kanalisation und Versorgungsleitungen Anfang 2027 begonnen werden. Die Arbeiten könnten sich nach heutiger Einschätzung über rund vier Jahre erstrecken. Geplant sind unter anderem rund 450 Meter Regenwasserkanäle, rund 380 Meter Schmutzwasserkanäle und neue Fernwärmeleitungen auf etwa 300 Metern Länge. Auch mehrere Tausend Quadratmeter Straßen- und Gehwegflächen werden neu hergestellt.

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Markt bleibt wichtiger Treffpunkt im Stadtteil

Für Gievenbeck geht es bei der Übergangslösung nicht allein um den Verkauf von Lebensmitteln und Waren. Der Wochenmarkt ist im Stadtteil ein regelmäßiger Treffpunkt und Teil des gewachsenen Zentrums. Gerade deshalb ist die Standortfrage für die Bauphase relevant. Nach Medienberichten sollen Wochentag und Öffnungszeiten unverändert bleiben. Bevor der Markt tatsächlich umziehen kann, müssen die weiteren praktischen Schritte geklärt werden. Dazu gehören die Abstimmung mit den Marktbeschickern, die Vorbereitung der Fläche und ein Zeitplan, der zur Baustellenplanung der Ortsmitte passt.

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