Handwerk in Münster zeigt im HBZ, wie Zukunft praktisch entsteht

Handwerk in Münster zeigt im HBZ, wie Zukunft praktisch entsteht
Foto: Caroline Muffert Auf dem Foto: Laura Saathoff, Dr. Marie-Theres Thiell und Jürgen Kroos

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Münster stand am Donnerstagabend ganz im Zeichen des Handwerks. Im Handwerkskammer Bildungszentrum an der Echelmeyerstraße kamen Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Betrieben zusammen, um über Ausbildung, Energiewende und Fachkräftesicherung zu sprechen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie das Handwerk in Münster den technologischen Wandel gestaltet und zugleich neue Perspektiven für junge Menschen eröffnet.

Westfalen e. V., der VdU Westfalen und die Handwerkskammer Münster hatten zu einem Netzwerkabend unter dem Leitmotiv „Werte schaffen, Zukunft gestalten“ eingeladen. Neben Werkstattbesuchen prägten Impulse aus der Praxis sowie eine moderierte Diskussion den Abend.

Ausbildung als Fundament für das Handwerk in Münster

Das Handwerkskammer Bildungszentrum Münster zählt zu den größten Einrichtungen seiner Art in Deutschland. In mehr als 50 Werkstätten und 26 Berufen werden dort jährlich zahlreiche Nachwuchs und Führungskräfte qualifiziert. Damit spielt das HBZ Münster eine zentrale Rolle für die Ausbildung Handwerk Münster und für die Fachkräftesicherung im gesamten Münsterland.

Zur Begrüßung sprachen Handwerkskammerpräsident Jürgen Kroos sowie Manfred Müller von Westfalen e. V. Anschließend stellte HBZ Geschäftsführerin Katharina Semmler das Bildungszentrum vor und erläuterte, wie praxisnahe Lehrwerkstätten und innovative Bildungsangebote miteinander verzahnt sind. Die anschließende Gesprächsrunde wurde von Dr. Marie-Theres Thiell moderiert, sie ist stellvertretende Vorsitzende von Westfalen e. V. und Mitglied im Vorstand des VdU Westfalen.

In der Diskussion tauschte sich Kroos mit der Installateur und Heizungsbaumeisterin Laura Saathoff von der Fraune GmbH aus Altenberge über Chancen und Herausforderungen im modernen Handwerk aus.

Inhaltlich wurde deutlich, dass Ausbildung heute weit mehr bedeutet als das Erlernen einzelner Arbeitsschritte. Vielmehr gehe es darum, Verantwortung zu übernehmen und Prozesse aktiv mitzugestalten. Katharina Semmler betonte, dass das Handwerk mehr sichtbare Vorbilder brauche, um junge Menschen für eine berufliche Laufbahn zu gewinnen. Laura Saathoff sei ein solches Beispiel, weil sie dynamisch, aufgeweckt und willensstark ihren Weg gehe und Verantwortung übernehme. Damit werde klar, warum Handwerk Nachrichten Münster nicht nur Wirtschaftsthemen sind, sondern gesellschaftliche Zukunftsfragen berühren.

Energiewende, Spezialisierung und neue Technik im HBZ Münster

Ein Schwerpunkt des Abends lag auf der Rolle des Handwerks bei der Energiewende. In der Grünen Werkstatt erhielten die Gäste Einblicke in moderne Heiztechnik und innovative Energiesysteme. Gezeigt wurde unter anderem eine Eisspeicherheizung, außerdem standen verschiedene Wärmepumpenmodelle im Fokus. So wurde anschaulich, wie technische Entwicklungen praktisch umgesetzt werden und welche Qualifikationen dafür notwendig sind.

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Zugleich wurde auf die zunehmende Spezialisierung vieler Betriebe hingewiesen. Weil zahlreiche Unternehmen einzelne Schwerpunkte abdecken, seien zusätzliche Lehrgänge und eine gewerkeübergreifende Zusammenarbeit besonders wichtig. Jürgen Kroos hob hervor, dass Nachhaltigkeit und Teamarbeit entscheidende Faktoren seien, gerade wenn unterschiedliche Gewerke gemeinsam an komplexen Projekten arbeiten. Besonders im Energiebereich herrsche derzeit große Unsicherheit, weshalb Beratung für Kundinnen und Kunden eine zentrale Aufgabe bleibe. Gleichzeitig gebe es jedoch beeindruckende technische Entwicklungen und neue Möglichkeiten, die das Handwerk aktiv vorantreibe.

Neben der Energietechnik öffnete auch die Zweiradwerkstatt ihre Türen. Das HBZ gilt in diesem Bereich als führend, weil dort besonders viele Meisterinnen und Meister ausgebildet werden. Damit unterstreicht das Zentrum seinen Anspruch, Innovation und Praxis eng zu verbinden. Für aktuelle Meldungen Münster zeigt sich hier, wie das Handwerk konkret auf gesellschaftliche und technische Veränderungen reagiert und Lösungen für die Herausforderungen von morgen entwickelt.

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