
Münster. Die historischen Torhäuser am Neutor in Münster sind künftig auch in den Abend- und Nachtstunden deutlicher zu sehen. Wie die Stadt Münster mitteilt, sind die Arbeiten zur Installation einer neuen Außenbeleuchtung seit dieser Woche abgeschlossen. Die Beleuchtung setzt die beiden denkmalgeschützten Gebäude dezent in Szene und hebt ihre Architektur hervor.
Das nordöstliche Torhaus gehört der Stadt Münster und wird seit 2004 vom Stadtheimatbund genutzt. Das südwestliche Torhaus befindet sich in Privatbesitz. Dort eröffnete im November 2025 „Anga’s Bar“.
Die neue Außenbeleuchtung soll das Neutor als historisches Portal zur Innenstadt stärker erlebbar machen. Die Planung orientiert sich am bestehenden Lichtkonzept der Stadt Münster für die Altstadt. Dieses sieht bereits seit 2004 vor, besondere Stadträume und historische Eingangsbereiche gezielt hervorzuheben.
Nach Angaben der Stadt wurde die Lichtgestaltung mit der städtischen Denkmalpflege abgestimmt. Ziel war eine zurückhaltende Lösung, die den Charakter der Gebäude bewahrt und die historische Wirkung des Ensembles stärkt.
Das Sponsoring für die Beleuchtung hat „Anga’s Bar“ übernommen. Damit wurde nicht nur das privat genutzte Torhaus beleuchtet, sondern auch das gegenüberliegende städtische Gebäude. Inhaberin Alexandra König begründete das Engagement laut Stadt damit, dass die beiden Torhäuser vor allem im Zusammenspiel ihre Wirkung entfalten.
Auch die Stadt sieht in dem Projekt eine Aufwertung des öffentlichen Raums. Immobiliendezernent Arno Minas erklärte laut Mitteilung, die Beleuchtung mache ein bedeutendes Stück Stadtgeschichte auch bei Dunkelheit erlebbar. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt das nordöstliche Torhaus bereits umfangreich saniert.
Die beiden Torhäuser am Neutor wurden 1778 nach Plänen des Baumeisters Wilhelm Ferdinand Lipper errichtet. Zusammen mit dem Mauritz-Torhaus gehören sie zu den drei noch erhaltenen klassizistischen Torhäusern in Münster.
Ursprünglich hatten die Gebäude unterschiedliche Funktionen. Das nordöstliche Torhaus diente als Wachhaus, das südwestliche als sogenannte Torschreiberei. Heute erinnern sie an die frühere Stadteinfahrt und prägen den Bereich an der Promenade.
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