In Münster-Berg Fidel setzt neues Wandbild Zeichen gegen LEG-Kündigung

Neues Wandbild in Münster-Berg Fidel setzt Zeichen gegen LEG-Kündigung. Heute Kundgebung im Stadtteil.
Foto: Berg Fidel Solifarisch

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Münster. In Münster-Berg Fidel sorgt ein neues Wandbild für Aufmerksamkeit. Die Initiative „Berg Fidel Solidarisch“ hat eine Mauer im Stadtteil neu gestaltet und verbindet dies mit Protest gegen die Kündigung ihres Treffpunkts durch den Immobilienkonzern LEG.

Der Schriftzug „Berg Fidel bleibt solidarisch – Berg Fidel solidarisch bleibt“ ist deutlich sichtbar angebracht. Hintergrund ist die Kündigung des Raums „Alte Post“, den die Initiative bislang nutzt. Nach Angaben der Gruppe soll der Raum Ende März aufgegeben werden. Das neue Wandbild versteht die Initiative als öffentliches Signal gegen diese Entscheidung.

Initiative reagiert auf Kündigung der „Alten Post“

Rund 15 Aktive kamen zusammen, um die zuvor orange grundierte Mauer zu bemalen. Ein früheres Wandbild war im April vergangenen Jahres durch einen Unfall zerstört worden. Nun wurde die Fläche neu gestaltet, diesmal mit direktem Bezug zur aktuellen Auseinandersetzung mit der LEG.

Wie die Initiative mitteilt, dient der Raum „Alte Post“ als Ort für Begegnung, Austausch und Unterstützung im Viertel. Dort fänden nachbarschaftliche Treffen sowie Beratungen zu wohnungspolitischen Themen statt. Die Kündigung habe im Stadtteil Widerstand ausgelöst. Mit dem Wandbild wolle man deutlich machen, dass der Einsatz für den Erhalt des Raumes weitergeht.

Die Aufmerksamkeit rund um das Bemalen der Mauer nutzten die Aktiven auch, um für eine Kundgebung zu mobilisieren. Diese findet heute um 16 Uhr vor einem Supermarkt im Stadtteil statt.

Politische Stimmen mischen sich ein

Nach Angaben der Initiative haben sich verschiedene politische Akteure aus Münster zur Unterstützung angekündigt. Bereits zuvor hatten die Grünen in Münster öffentlich gefordert, die Kündigung zurückzunehmen. In einer Erklärung betonten sie, dass Eigentum auch Verantwortung gegenüber Mieterinnen und Mietern sowie dem Stadtteil bedeute.

„Berg Fidel Solidarisch“ engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich für eine selbstorganisierte Nachbarschaft im Quartier. Neben sozialen und kulturellen Angeboten setzt sich die Gruppe mit wohnungspolitischen Themen auseinander. Dazu gehören nach eigenen Angaben Beratungen für Mieterinnen und Mieter sowie die Thematisierung von Missständen in Wohnungen des Konzerns.

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